2:0 gegen Aufsteiger FC Herzogenaurach

Feuchter erzwingen den Heimsieg

Action im Puma-Strafraum: Feuchts Felix Spielbühler kommt angeflogen, FCH-Spielertrainer Jakob Karches hält dagegen. | Foto: Meier2018/09/SpielbuhlerFelix-rot-fliegt-re-KarchesJakob-blau.jpg

FEUCHT – Der 1. SC Feucht hat am Freitagabend am 13. Spieltag in der Landesliga Nordost den fünften Heimsieg der laufenden Saison eingefahren. Gut 200 Zuschauer sahen im Waldstadion einen 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den Aufsteiger 1. FC Herzogenaurach, der zuletzt viermal in Folge gewonnen hatte. Die Treffer für die Hausherren erzielten per Doppelschlag Nico Wessner (76.) und Felix Spielbühler (79.). In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie setzte sich am Ende die Qualität des SC durch, der den Sieg erzwingen konnte und damit weiter in der Spitzengruppe mitspielt.

Die Hausherren konnten Stürmer Stephan König nach seiner Oberschenkelverletzung wieder im Kader begrüßen, der zunächst auf der Bank saß, später eingewechselt wurde und kurz vor Schluss mit Gelb-Rot abmarschierte (88.). Feucht versuchte vom Start weg das Heft in die Hand zu nehmen, aber der Heimatverein von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der sogar seinen Spielerpass beim Puma-Klub hat, hielt gut mit und konnte sich auch immer wieder mit Offensivaktionen auf sich aufmerksam machen. Beide Kontrahenten kamen aber nicht zu klaren Torchancen. Kam mal ein Ball auf das Tor, so wurden diese leichte Beute der beiden Torhüter.

Es schien erneut eine Partie zu werden wie auch in den letzten Heimspielen. Feucht versuchte die Führung zu erzielen, aber den Gegnern gelang es zunächst sich schadlos zu halten. Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit setzten die Hausherren ein Zeichen. Zunächst spielte Fabian Klose, der wieder eine überragende Partie bot, Nico Wessner frei, dessen Schuss ging an den Pfosten und es gab danach Eckstoß. Der flog ins Zentrum und Bastian Leikam stieg hoch, köpfte aber an den Querbalken. Der SC hatte also zweimal binnen zwei Minuten nur Aluminium getroffen (48. und 49.).

Eckert verschießt Elfmeter

Herzogenaurach, nach Eintracht Bamberg zweitbester Aufsteiger, spielte in der Folge weiter munter mit. Die Gäste kamen aber nur zu zwei Halbchancen, die SC-Keeper Andreas Sponsel locker entschärfen konnten. Die Uhr tickte unaufhörlich weiter und es stellte sich die Frage, ob den Kickern aus der Marktgemeinde noch das Siegtor gelingen würde.

Die Schlussviertelstunde hatte es dann wie schon mehrfach in dieser Spielzeit in sich. Zunächst wurde Stephan König von Keeper Christoph Juckelandt im Strafraum zu Fall gebracht, es gab Elfmeter. Michael Eckert trat an, scheiterte dieses Mal aber am Schlussmann. Aber der Ball blieb im Spiel. Yasar Kaya brachte die Kugel vom Flügel erneut vor den Kasten, wo Wessner blank stand und zum 1:0 einköpfen konnte (76.).

Groß war der Jubel und der Treffer gab den Platzherren weiteren Mut. Jetzt setzte des SC nach, drängte auf die Entscheidung. Aber der zweite Treffer entstand nicht aus einer eigenen Aktion sondern resultierte aus einem Kardinalfehler der Gästeabwehr. Felix Spielbühler lauerte auf einen Fehler und der passierte auch prompt. Spielbühler lief in einen zu ungenau gespielten Querpass und hatte auf einmal freie Bahn, umkurvte den herausstürzenden Tormann und schob nur drei Minuten nach dem Führungstreffer zum 2:0 ein (79.).

Das war die Entscheidung, auch wenn Feucht die letzten Minuten in Unterzahl überstehen musste, weil König etwas übermotiviert nach einem weiteren Foul mit der Ampelkarte runter musste. Der SC hatte sich den Sieg verdient, hatte wieder großen Aufwand betrieben und sich am Ende belohnt. Nach dem dritten Sieg in Folge wartet am kommenden Freitag im zweiten von vier Heimspielen nacheinander der 1. FC Lichtenfels.

Stimmen zum Spiel:

Jakob Karches (Spielertrainer 1. FC Herzogenaurach): „In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe. Wir hätten sogar in Führung gehen können. Nach der Pause haben wir weiter gut mitgehalten. Insgesamt ist die Niederlage ärgerlich, denn wir hätten etwas mitnehmen, ja sogar gewinnen können. Feucht hat sich dann mit der Qualität durchgesetzt.“

Florian Schlicker (Trainer 1. SC Feucht): „Die Partie lief ähnlich wie die letzten Heimspiele. Wir haben uns zunächst schwer getan, haben uns aber am Ende zum Glück doch durchsetzen können. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte haben wir gleich nach Wiederbeginn schon zwei Großchancen gehabt. Unter dem Strich haben wir auch dieses Mal verdient gewonnen.“ 

1. SC Feucht: Andreas Sponsel – Julian Schäf, Bastian Leikam (57. Christopher Uwadia), Ljuban Ivic, Yasar Kaya, Fabian Klose, Michael Eckert, Junior Betsi Mbetssi, Felix Spielbühler, Salim Ahmed (56. Stephan König), Nico Wessner (80. Fatih Boynügrioglu) – Trainer: Florian Schlicker.

1. FC Herzogenaurach: Christoph Juckelandt – Raphael Geinzer, Dominik Burkhardt, Jakob Karches, Alexander Ronneburg, Michael Thomann (46. Sebastian Dörrich), Tim Spielmann (79. Yannik Jassmann), Jochen Staniszewski, Luigi Scarcella (57. Marco Göller), Eric Stübing, Marco Amling – Trainer: Jakob Karches.

Schiedsrichter: Dominik Götz (Stulln)
Zuschauer: 202.
Tore: 1:0 Nico Wessner (76.), 2:0 Felix Spielbühler (79.).
Gelb-Rot: Stephan König (88./1. SC Feucht/wiederholtes Foulspiel).
Besondere Vorkommnisse: Michael Eckert (1. SC Feucht) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Christoph Juckelandt (76.).

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