3:0-Sieg bei Quelle Fürth

Feuchter bleiben vorne

Zweites Spiel und bereits der dritte Treffer: Stephan König (Mitte) hat während der Sommerpause vor dem Tor nichts verlernt. | Foto: Zink2018/07/quellefuerthscfeucht.jpg
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FÜRTH/FEUCHT – Zwei Spiele, 12:0 Tore, Spitzenreiter der Landesliga Nord Ost – mit dem 3:0 (2:0)-Erfolg bei der SG Quelle Fürth am Mittwochabend haben die Feuchter ihren ersten Auswärtssieg der Saison unter Dach und Fach gebracht und gleichzeitig ihre diesjährige Favoritenstellung untermauert.

Gerade mal zwei Spieltage ist die Saison jung und dennoch muss man keine prophetische Gabe besitzen, um zu erahnen, dass die Zeidler in der Landesliga Nord Ost heuer höchstwahrscheinlich eine sehr prominente Rolle spielen werden. Dafür waren die Leistungen in den beiden Partien gegen Sonnefeld und Quelle Fürth einfach zu eindrucksvoll.

In einen ähnlichen Rausch wie bei der 9:0-Gala zum Auftakt konnten sich die Feuchter am Mittwoch im noblen Fürther Vorort zwar nicht spielen, dafür dürfte diese Partie für Trainer Florian Schlicker schon ein paar mehr Rückschlüsse gebracht haben, wo sein Team aktuell steht. Anders als die völlig überforderten Sonnefelder entsprachen die von Schlickers Trainerkumpel Serdal Gündogan angeleiteten Fürther nämlich schon eher der sportlichen Kragenweite des SC.

Feucht agierte zu lässig

Anfangs musste man sich sogar ein wenig Sorgen um die Gäste machen. Denn die ersten zehn Minuten gehörten klar den Hausherren. Vor allem über die rechte Offensivseite, wo der quirlige Dickson Abima sein Unwesen trieb, startete Quelle mehrere gefährliche Angriffe, die zwar nicht mit einem Treffer belohnt wurden, die Feuchter aber jedesmal schwer in Bedrängnis brachten.

Schlicker bekannte hinterher, dass seine Elf in dieser Phase viel zu hektisch agiert habe – man könnte aber auch sagen: viel zu lässig. Statt mit einfachen Bällen die Situation zu klären, versuchten die Feuchter ihre Gegner lieber am eigenen Strafraum im eins gegen eins auszuspielen, was allzu häufig einen brandgefährlichen Ballverlust zur Folge hatte.

Nach rund zehn Minuten hatte sich die SC-Elf dann allerdings sortiert und ging nun ihrerseits zum Angriff über. In der 13. Minute verpasste Michael Eckert eine Flanke am zweiten Pfosten noch knapp, keine 60 Sekunden später klapperte es dann aber schon zum ersten Mal im Quelle-Gehäuse: Stephan König drückte die Kugel im Strafraum über die Linie, nachdem ihm Felix Spielbühler den Ball herrlich per Hacke vorgelegt hatte.

SC übersteht Druckphase

Ab diesem Zeitpunkt übernahm Feucht nun das Kommando. Eine Wucht wie gegen Sonnefeld konnten sie gegen die disziplinierten Fürther aber nicht entwickeln. Trotzdem stand es nach 28 Minuten und Michael Eckerts zweiten Treffer im zweiten Spiel bereits 2:0 für die Gäste. Möglich gemacht hatte dieses Tor ein Ballgewinn von Felix Spielbühler in der eigenen Hälfte, als er kurz nach der Mittellinie die Grätsche auspackte und dann noch im Liegen sofort den Konter einleitete. Mit zwei Treffern aus drei Chancen zeigten sich die Feuchter zwar erneut fast unheimlich effizient, ruhiger wurde das Spiel dadurch allerdings nicht.

Das zeigte sich vor allem nach Wiederanpfiff. Der SC ließ sich nun von den Hausherren tief hinten rein drücken, hatte gleichzeitig aber auch Glück, dass die Fürther mit ihrer Überlegenheit nichts anzufangen wussten, respektive von leidenschaftlich verteidigenden Feuchtern jedesmal rechtzeitig ausgebremst wurden.

Wie schon in Durchgang eins hielt die Druckphase der Gündogan-Truppe jedoch nicht allzu lange, so dass sich die Schlicker-Elf nach und nach aus der Umklammerung lösen und selbst Nadelstiche in Form von Kontern setzen konnte.

Einer davon führte dann Mitte der zweiten Hälfte zum vorentscheidenden 3:0. SC-Knipser Szymon Pasko war in der 77. Minute im Fürther Strafraum zu Fall gebracht worden, Eckert trat zum Elfmeter an und ließ SG-Keeper Rösner keine Chance. Damit war die Partie gelaufen, Quelle bemühte sich zwar noch halbherzig um Ergebniskosmetik, am verdienten Feuchter Auswärtssieg änderte dies aber nichts mehr.

SG Quelle Fürth: Pröll – Seiler, Reinholz, Meyer, Diaz (70. Sarac), Hutter (76. Hassanein), Uluca, Bolz, Würkert, Abiama, Haag

1. SC Feucht: Sponsel – Schäf, Leikam, Uwadia, Kaya, Oltean (79. Ivic), Eckert, Klose, Spielbühler, König, Pasko (79. Langhans)

Schiedsrichter: Hannes Hemrich (Urspringen)

Zuschauer: 150

Tore: 0:1 König (14.), 0:2 Eckert (28.), 0:3 Eckert (78. Foulelfmeter)

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann