Raiba-Weihnachten

1:3 bei SpVgg Erlangen

Feucht stolpert beim Schlusslicht

Rutschpartie ohne Happy End. Im Erlanger Dauerregen konnte die Feuchter um Co-Trainer Marco Christ sich nur eine Hälfte lang behaupten und kassierten dann beim Schlusslicht sogar noch zwei Tore. | Foto: Zink2017/11/spvggerlangenscfeucht.jpg

ERLANGEN – „Und wenn Du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo der 1. SC Feucht daher . . .“ Der Sportclub aus der Zeidlergemeinde war an diesem Wochenende bei seiner Reise in den Norden der Metropolregion in Blauhelm-Mission unterwegs. Die Zietsch-Schützlinge erwiesen sich bei ihrer 1:3 (1:1)-Niederlage beim Tabellenletzten SpVgg Erlangen als nicht allzu aufdringliche Gäste und überließen die Punkte den arg gebeutelten Jungs aus der Universitätsstadt.

Dabei deutete zunächst nichts darauf hin, dass sich die Gäste für die kriselnden Erlanger als Aufbaugegner erweisen sollten. Zwar agieren die Zeidler in der Fremde in dieser Saison lange nicht so dominant wie im heimischen Waldstadion, aber mit einer Pleite beim Schlusslicht hatte dennoch niemand gerechnet. Auch nicht Coach Zietsch, der hinterher etwas zerknirscht zugeben musste: „Der Sieg war verdient, sie haben über 90 Minuten mehr investiert.“

Ball entscheidend abgefälscht

Unerwähnt ließ er, dass die Erlanger Führung dennoch ziemlich glücklich, nämlich mit Hilfe der Gäste, gefallen war. Ein Schuss von Johannes Winkelmann wurde vom Knie von Felix Spielbühler so entscheidend abgefälscht, dass der Ball ins Tor rutschte (19.).

Die Feuchter machten daraufhin Druck und kamen in der 31. Minute durch Stephan König, der die Kugel nach einer scharfen Hereingabe im Rutschen über die Linie drückte, zum verdienten Ausgleich. Dummerweise schalteten sie in der Folge wieder einen bis zwei Gänge herunter, so dass die „Spieli“ in der 65. Minute nach einem Konter durch Julian Frommherz erneut in Führung gehen konnte.

Feucht in Unterzahl

Und es kam sogar noch dicker für die Zeidler. Denn knapp zehn Minuten später waren sie plötzlich nur noch zu zehnt, nachdem der Schiedsrichter Feuchts Torschützen König mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt hatte. Nun machte sich auch die dünne Personaldecke beim SC bemerkbar. Denn von der Bank aus konnte Zietsch, da ihm keine einzige Offensivkraft mehr zur Verfügung stand, nicht mehr für den Impuls zur Wende sorgen. Stattdessen durften die Erlanger in der 90. Minute dann sogar noch endgültig den Deckel drauf machen, als Marco Müller zum alles entscheidenden 3:1 für seine Farben traf.

Für Feuchts Coach Zietsch war diese Niederlage ärgerlich, aber zumindest erklärbar. „Es ist eine Tatsache, dass der Substanzverlust bei uns so große ist, dass wir ihn in diesem Spiel einfach nicht mehr kompensieren konnten.“

SpVgg Erlangen: Lukas Mehlig, Andreas Hartmann, Steffen Konrad, Johannes Winkelmann (65. Marco Müller), Dominik Beier (81. Colin Diederichs), Andre Karius (58. David Hinrichs), Julian Frommherz, Marcel Kohl, Andrè Singer, Marius Döhler, Yannick Diederichs – Trainer: Bernd Fuchsbauer
1. SC Feucht: Andreas Sponsel, Alexandros Nikopoulus, Marco Wittmann (76. Christopher Uwadia), Ljuban Ivic, Marco Christ, Athanasios Gkenios (46. Jannik Schneider), Michael Eckert, Frank Lincke, Felix Spielbühler, Nico Wessner, Stephan König – Trainer: Rainer Zietsch
Schiedsrichter: Felix Lang (Schweinfurt) – Zuschauer: 180
Tore: 1:0 Felix Spielbühler (20. Eigentor), 1:1 Stephan König (31.), 2:1 Julian Frommherz (63.), 3:1 Marco Müller (90.)
Gelb-Rot: Stephan König (75./1. SC Feucht/wiederholtes Foulspiel)

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann