Klose und Salim sind bereits fix

Feucht startet Transferoffensive

Ein Duo fürs Feuchter Mittelfeld: Fabian Klose (l.) kommt vom TSV Kornburg, Ahmed Salim aus Schwabach. | Foto: Zink2018/05/klosesalim.jpg
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FEUCHT – Die Hoffnung ist nichts, was man beim SC Feucht leichtfertig aufgibt. Auch wenn die Chancen auf den Relegationsplatz bei vier Punkten Rückstand nur noch rechnerischer Natur sind, haben SC-Macher Manfred Kreuzer und Coach Rainer Zietsch den Aufstieg noch nicht endgültig abgeschrieben. „Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch, aber in den letzten beiden Spielen kann noch viel passieren“, orakelt Kreuzer vor den beiden finalen Begegnungen gegen den TSV Sonnenfeld (Samstag, 15 Uhr) und in Mitterteich (19. Mai).

Selbst wenn es nicht klappt, wäre die Rückkehr in die Bayernliga laut Kreuzer nur aufgeschoben: „Wir wollen dann nächste Saison unbedingt aufsteigen!“

Auf dieses Ziel ist aktuell die komplette Transferpolitik beim SC ausgerichtet. Für die nächste Spielzeit haben die Zeidler gleich mehrere Hochkaräter in der Pipeline – und zwei davon stehen seit Mittwoch bereits fest: Aus Schwabach kommt Ahmed Salim (23), der laut Kreuzer im Mittelfeld flexibel eingesetzt werden kann und den Feuchtern in dieser Saison vor allem bei den beiden Begegnungen gegen den Ligakonkurrenten aufgefallen war. Beide Male hatte Salim durchgespielt und im Hinspiel beim 3:3 sogar einen Treffer beigesteuert. Bislang kamen noch zwei weitere Tore und drei Vorlagen hinzu, wobei die Offensive eigentlich nicht zum hauptsächlichen Arbeitsbereich des Deutsch-Pakistaners gehört.

Klose als Christ-Ersatz

Noch mehr versprechen sich die Feuchter von Fabian Klose. Der 25-Jährige ist für nichts weniger als den Christ-Ersatz eingeplant. Im zentralen Mittelfeld soll der ehemalige Regionalliga-Akteur (Seligenporten, Bamberg), der gerade mit dem TSV Kornburg aus der Bayernliga Süd abgestiegen ist, das Feuchter Spiel lenken und ankurbeln. Experten, die Kloses Karriere schon länger verfolgt haben, halten ihn sogar für den Feuchter Königstransfer. Der Versicherungskaufmann ist ein Mentalitätsmonster und nicht kaputt zu kriegen. Selbst als es heuer mit den Kornburgern immer weiter bergab ging, war Klose einer der wenigen, der sich noch gegen den Abstieg stemmte.

„Unser Kader soll nächste Saison über mindestens 16 bis 17 Spieler verfügen, die alle Bayerliga-Qualität haben“, betont Kreuzer und kündigt weitere Neuzugänge an. Um für diese Platz zu schaffen, muss allerdings der ein oder andere Spieler den SC verlassen. Der große Exodus wie zu Beginn der Spielzeit 2016/20117 steht heuer aber nicht bevor.

Mandelkow zum ATSV Erlangen

Sicher ist, dass neben den bereits bekannten Abgängen von Marco Christ (Trainer ASV Neumarkt) und Frank Lincke, den es aus privaten Gründen nach Lichtenfels verschlägt, auch Fabian Diesner und Philipp Mandelkow den Verein verlassen werden. Und zwar beide in Richtung ATSV Erlangen. Nachdem der Diesner-Transfer schon länger feststand und kurzfristig für Verstimmung sorgte (Der Bote berichtete), hat sich nun auch Mandelkow entschlossen, zum potenziellen Bayernliga-Aufsteiger zu wechseln.

In Feucht sieht man diese beiden Abgänge mittlerweile nicht mehr so dramatisch. Denn dort geht man davon aus, dass man sich bald in der Bayernliga wiedertrifft.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann