SC feiert 2:0-Derbysieg

Feucht macht Buch nass

Der SC Feucht kommt langsam aber sicher ins Rollen. Die Fans hoffen auf eine gute Saison. | Foto: kk2017/08/DSC_9415.jpg
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FEUCHT  – Derbysieg am sechsten Spieltag in der Landesliga Nordost für den 1. SC Feucht. Der Bayernliga-Absteiger besiegte am Samstag im Waldstadion den TSV Nürnberg-Buch vor 200 Besuchern mit 2:0. Es war aber ein hartes Stück Arbeit für die Zeidler, Denn nach den Toren von Anthony Janin (13.) und Felix Spielbühler (53.) kassierte der eingewechselte Fatih Boynügrioglu nach einer Minute die Rote Karte. Am Ende war es aber ein verdienter Erfolg, auch wenn die Gäste immer gefährlich waren. Feucht ist damit weiter ungeschlagen und nach die Unentschieden zum Start mit drei Siegen in die Spitzengruppe vorgerückt.

Den besseren Start erwischte die Heimelf. In der ersten Viertelstunde verzeichneten die Gastgeber deutlich mehr Spielanteile. Ein Ballverlust von Buch in der Zentrale nutzte der SC aus. Der Angriff lief über die rechte Seite. Nico Wessner bereitete vor, setzte Felix Spielbühler ein, der Anthony Janin bediente und der wiederum einschießen konnte. So hieß es nach 13 Minuten 1:0 für die Hausherren und das war gerecht.

Käpitan hielt sein Team im Spiel

Die Gäste kamen nun besser ins Spiel. Die Nürnberger waren immer wieder bei Standards gefährlich. Kurz vor der Pause verzeichnete der TSV eine Großchance. Durch einen Fehlpass schenkte Feucht dem Gast die Möglichkeit. Die hatte Udo Brehm, der völlig frei von Tormann Andreas Sponsel auftauchte. Doch der Kapitän der Gastgeber holte den Unhaltbaren raus, hielt sein Team damit im Spiel.

Im zweiten Derby-Teil war Feucht zunächst wieder am Drücker. Der in den letzten Wochen hin und wieder kritisierte Angreifer Michal Nowak stellte seine Mannschaftsdienlichkeit unter Beweis. Der hatte das Auge für den Mitspieler, legte quer zu Spielbühler und der hatte nun keine Mühe den Ball ins leere Tor einzuschieben – es hieß fortan 2:0 (53.). Dennoch blieb Buch im Rennen, erzeugte immer wieder mit Standards Gefahr, konnte daraus aber kein Kapital schlagen.

Boynügrioglu war übermotiviert

Eine Szene sorgte noch für Aufregung. Feuchts Trainer Rainer Zietsch wechselte in Minute 72 Fatih Boynügrioglu für Nico Wessner ein. Der 19-Jährige schien etwas übermotiviert zu sein, foulte nach nur einer Minute Gegenspieler Udo Brehm und dafür sah der Youngster seine erste Rote Karte im Feuchter Trikot. Es war eine umstrittene Entscheidung, aber vertretbar, wenngleich unglücklich. Denn Brehm konnte unverletzt weiterspielen.

So mussten die Platzherren 20 Minuten bis zum Abpfiff mit zehn Mann auskommen. Die Nürnberger versuchten die Überzahl zu nutzten, aber die Feuchter Abwehr war gut organisiert und Keeper Sponsel immer auf dem Posten. Nur bei Standardsituationen wurde es immer wieder gefährlich, doch den Gästen fehlte an diesem Tag die Durchschlagskraft und das Abschlussglück.

Feucht in Lauerstellung

Am Ende stand ein 2:0-Erfolg für den 1. SC Feucht, der dritte Sieg in Folge. Der Sportclub verdiente sich den Dreier, weil er im Abschluss cleverer war und mit Keeper Sponsel einen großen Rückhalt zwischen den Pfosten hatte. Es ist zwar zu berücksichtigen, dass bei Buch insgesamt neun Spieler gefehlt haben, was die Leistung der Heimelf nicht schmälern soll. Nun liegt der Bayernliga-Absteiger mit zwölf Punkten in Lauerstellung und das zum Großteil neue Team hat sicher noch Luft nach oben. Die nächste Aufgabe für Feucht ist am kommenden Samstag ab 15 Uhr das nächste Heimspiel gegen den starken Aufsteiger SV Friesen.

Stimmen zum Spiel:

Thomas Adler (Trainer TSV Nürnberg-Buch): „Es ist schon verdammt ärgerlich: Wir haben zwei Fehler im Zentrum gemacht und damit das Spiel verloren. Fehler können immer mal vorkommen, aber wir haben ein anderes Problem. Denn wir hatten hier einige Chancen, vor allem nach Standards. Doch diese nutzen wir einfach nicht, das ist unser Manko. An unserer Chancenauswertung müssen wir dringend arbeiten.“

Rainer Zietsch (Trainer 1. SC Feucht): „Wir haben das Derby verdient gewonnen. Wir haben gut begonnen und die Führung erzielt. Wichtig war der zweite Treffer kurz nach der Pause. Nach dem unnötigen Platzverweis, über den man streiten kann, haben wir in Unterzahl gut verteidigt und die drei Punkte eingefahren.“   

 

SC Feucht: Andreas Sponsel – Christopher Uwadia, Yasar Kaya, Marco Wittmann, Ljuban Ivic, Michael Eckert, Anthony Janin, Felix Spielbühler (78. Alexandros Nikopoulus), Philipp Mandelkow, Nico Wessner (72. Fatih Boynügrioglu), Michal Nowak (90. Denis Damjanovic) – Trainer: Rainer Zietsch.

TSV Nürnberg-Buch: Sven Gordzielik, Daniel Uttinger (58. Marco Müller), Thomas Reichel, Philipp Schindler, Yannick Scholz (70. Florian Pollok), Vincent Piwernetz (86. Tobias Beß), Stefan Fleischmann, Niko Müller, Udo Brehm, Philip Lang, Christian Fleischmann – Trainer: Thomas Adler.
Schiedsrichter: Daniel Hofmann (Streitau)

Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Anthony Janin (13.), 2:0 Felix Spielbühler (53.).

Rot: Fatih Boynügrioglu (73./1. SC Feucht/grobes Foulspiel).

 

N-Land Dirk Meier
Dirk Meier