SC feiert gegen Selbitz ersten Saisonsieg

Feucht fröhlich

Der Türöffner zum ersten Saisonsieg: Feuchts Nico Wessner erzielte das wichtige 1:0 für seine Farben. | Foto: kk2017/07/scfeuchtspvggselbitz.jpg
Raiba Fallback

FEUCHT – Der SC Feucht kann doch noch gewinnen. 360 lange Minuten hatten die Zeidler warten müssen, dann war es soweit: Beim Heimspiel am Freitagabend feierte der SC mit dem 2:0 (0:0) gegen die SpVgg Selbitz nach vier Spieltagen endlich den ersten Sieg in der Landesliga Nord Ost. 

Die Ausgangslage: Drei Spiele, drei Punkte, so lautete die durchwachsene Bilanz des Bayernligaabsteigers vor diesem Spieltag. Allerdings waren die Feuchter zuletzt beim 2:2 in Bayreuth schon nahe dran gewesen, hatten sich aber zweimal die Führung wieder aus der Hand nehmen lassen. Vor dem Heimspiel gegen Selbitz hatte sich die Personalsituation jedoch ein wenig entspannt, so dass Trainer Rainer Zietsch mit Philipp Mandelkow, Christoph Uwadia und Alex Nikopoulos einige arrivierte Kräfte zumindest wieder auf die Bank setzen konnte.

Die erste Halbzeit: Die Feuchter starteten stark in die Partie und unterstrichen durch Chancen von Fatih Boynügrioglu und Felix Spielbühler in den ersten zehn Minuten, dass sie dieses wichtige Spiel heute unbedingt gewinnen wollten. In der 13. Minute hätte es dann eigentlich schon zum ersten mal im Selbitzer Kasten klingeln müssen, aber bei einer Dreifach-Möglichkeit gelang es ihnen nicht den Ball an SpVgg-Keeper Andreas Schall vorbei im Tor unterzubringen. Danach riss ein wenig der Faden auf Feuchter Seite. Zwar hatten die Hausherren in der Folgezeit mehr Ballbesitz, wussten aber damit wenig anzufangen. Und selbst wenn der SC einmal gefährlich vors Tor kam, so wie durch eine Flanke von Nico Wessner in der 36. Minute, schaffte Michal Nowak das Kunststück, die Kugel aus einem Meter vorbeizuschieben. Und Selbitz? Von den Oberfranken kam herzlich wenig. Nur in der 31. Minute musste sich SC-Schlussmann Andreas Sponsel einmal strecken, um einen frechen 30-Meter-Heber von Nico Schmidt noch über die Latte zu lenken.

Die zweite Halbzeit: Begann für den SC absolut nach Plan. Nach einer Ecke von Yasar Kaya stand Nico Wessner am zweiten Pfosten goldrichtig und köpfte den Ball zum wichtigen 1:0 über die Linie (50. Minute). Die Gastgeber machten in der Folge nicht den Fehler, sich auf ihrer Führung auszuruhen, sondern spielten weiter auf das zweite Tor. In der 60. Minute zog Boynügrioglu aus der zweiten Reihe ab, Torwart Schall konnte gerade noch zur Ecke klären. 15 Zeigerumdrehungen später versuchte es Boynügrioglu erneut, sein Schuss aus vollem Lauf ging aber rechts vorbei. Nur 60 Sekunden später waberte erneut ein Raunen durchs Waldstadion, als Nowak den Ball an die Latte schlenzte und damit seine zweite hochkarätige Chance an diesem Tag vergab. Hätten die Selbitzer noch den Ausgleich erzielt, der Pole wäre zur tragischen Figur auf SC-Seite avanciert. Aber der Fußballgott hatte mit ihm an diesem Abend offensichtlich andere Pläne. In der 85. Minute bekam Nowak noch einmal seine Chance – und diesmal machte er es besser. Nach Pass von Kaya schüttelte er seinen Gegenspieler ab, behielt die Ruhe und schob Keeper Schall die Kugel durch die Hosenträger. Das erlösende 2:0 für die Feuchter.

Stimmen zum Spiel: „Die Erleichterung nach dem Sieg ist natürlich riesengroß. Ich habe zu meiner Mannschaft in der Pause gesagt, dass sie so weiterspielen soll. Man hat heute gesehen, dass die Automatismen immer besser greifen, dass die Mannschaft zusammenwächst. Und wir hatten heute endlich auch einmal die Möglichkeit von der Bank zu reagieren.“ (SC-Coach Rainer Zietsch)

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann