Raiba-Weihnachten

SC Feucht empfängt den SV Friesen

Duell der Ex-Profis: Zietsch vs. Eck

Zwei vom selben Schlag: Armin Eck und Rainer Zietsch (rechts) kennen sich und schätzen sich aus gemeinsamen Bundesligatagen. Am Wochenende stehen sich der Trainer des SV Friesen und sein Feuchter Kollege im Waldstadion zum ersten mal wieder als Gegner gegenüber. | Foto: Zink2017/08/Fotomontage_Eck_Zietsch.jpg

FEUCHT – Rainer Zietsch gegen Armin Eck – als die beiden Bundesligaspieler Ende der 90er ihre Karriere beendeten, hätten sie wohl kaum erwartet, dass sie rund 20 Jahre später in der Landesliga Nord Ost wieder aufeinandertreffen würden. Natürlich stehen sich die beiden am Samstag (15 Uhr), wenn der SC Feucht zu Hause den SV Friesen empfängt, nicht mehr als Spieler auf dem Platz gegenüber, aber bei soviel Prominenz auf den Trainerbänken liegt der Fokus auch auf den beiden Ex-Profis. Vor allem wenn man die besondere Historie dieses speziellen Duells kennt.

Fakt ist: Der Zweikampf Zietsch vs. Eck ist alles andere als neu. Von 1988 bis 1996 standen sich die Beiden allein in der Bundesliga in insgesamt neun Partien gegenüber. Eck, der für den FC Bayern München, den Hamburger Sportverein und Arminia Bielefeld auflief, konnte davon drei Partien gewinnen. Ebenso wie Zietsch, der mit dem VfB Stuttgart, Bayer Uerdingen und dem 1. FC Nürnberg ebenfalls drei Spiele für sich entscheiden konnte. Die restlichen Begegnungen endeten unentschieden. Ob diese überaus ausgeglichene Bilanz Rückschlüsse auf den Ausgang des neuerlichen Duells der beiden am Samstag zulässt? Wohl kaum. Denn, wie Zietsch betont, sind er und sein gleichaltriger Kollege (beide 52 Jahre alt) ja nicht die Hauptdarsteller an diesem Nachmittag.

Nowak mit Knieproblemen

Bei der passenden Besetzung seines Ensembles tut sich der Feuchter Chefanweiser wie schon in den letzten Wochen auch diesmal wieder gewohnt schwer. Stoßstürmer Michal Nowak hat sich beim Derbysieg gegen Buch (2:0) am Knie verletzt und wartet nun auf die genaue Diagnose, die eine MRT-Untersuchung in den nächsten Tagen liefern soll. Ebenfalls verzichten muss Zietsch auf Wirbelwind Fatih Boynügrioglu, der sich im letzten Spiel eine Rote Karte abgeholt hat. Direkt nach seiner Einwechslung gegen Buch war der 19-Jährige nach einem ungestümen Foul vom Platz geflogen und muss nun die nächsten Spiele aussetzen. Gegen die Drei-Spiele-Sperre hat der SC zwar Einspruch eingelegt, aber am Samstag wir Boynügrioglu auf jeden Fall nicht zur Verfügung stehen.

Erneute Chance für Janin?

Wer die beiden ersetzen kann, ist unklar, da auch Stephan König, Zietschs zweiter nomineller Stürmer, immer noch passen muss und wohl erst nächste Woche langsam wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen kann. Gut möglich also, dass der junge Anthony Janin (19), der gegen Buch das 1:0 erzielte, erneut seine Chance von Anfang an bekommt. Michael Eckert wäre zwar die eigentlich logischste Alternative, da er letzte Saison zum Stürmer umfunktioniert worden war. Aber diese Variante schließt Zietsch aus: „Michael wird hinten gebraucht. Mit ihm hat sich die Abwehr sehr stabilisiert.“

Freisen kann an Feucht vorbeiziehen

Trotz der Personalsorgen geht Zietsch zuversichtlich in diese Partie. Schließlich hat seine Mannschaft enorme Fortschritte gemacht und ist dabei „sich langsam zu finden.“ Das spiegeln auch die letzten Leistungen wider: Drei Unentschieden folgten drei Siege am Stück. Die Formkurve der Friesener zeigte in den letzten Wochen dagegen eher nach unten. Der Aufsteiger war im Vergleich zu Feucht zwar stark gestartet, konnte in den letzten beiden Spielen aber nur noch einen Punkt verbuchen und musste deshalb den SC (12 Punkte, Platz vier) an sich vorbeiziehen lassen. Mit einem Sieg am Samstag könnten Eck und Co. (10 Punkte, Platz acht) das Blatt jedoch schon wieder wenden. 

So könnte der SC Feucht spielen: Sponsel – Eckert, Uwadia, Wittmann, Kaya – Ivic Spielbühler, Mandelkow – Janin, Gkenios – Wessner

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann