Einweihung des Walburgis-Kindergartens in Feucht

Kinder saßen in der ersten Reihe

Bürgermeister Rupprecht überreichte Norbert Clausen ein Gemeindewappen.2016/01/db-walburgiskiga2.jpg

FEUCHT – Weil Kinder in der Arbeit des Seraphischen Liebeswerks das Wichtigste sind, so geschäftsführender Vorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender Johannes Erbertseder, saßen sie bei der Einweihung ihres neues Walburgis-Kindergartens am Samstag in der ersten Reihe. Die Ehrengäste mussten in den Reihen dahinter Platz nehmen. Alle Seiten zeigten sich beim feierlichen Akt voll des Lobes über das Ergebnis, das nun für die Betreuung der Kindergartenkinder zur Verfügung steht.

Bürgermeister Konrad Rupprecht machte deutlich, dass die Einweihung einer Einrichtung immer etwas Schönes ist, „die Einweihung einer Einrichtung für unserer Kinder, ja für unsere Zukunft, ist aber etwas ganz Besonderes.“

Er zeigte sich erfreut darüber, dass es so zügig gelungen sei, das Vorhaben einer durchgehenden Betreuung von Krippen- bis Hortkindern so schnell in die Tat umzusetzen.

Rupprecht erinnerte daran, dass im März 2014 vom Marktgemeinderat der Bedarf einer Betreuung von 50 Kindergartenkindern im Alter von 3 bis 6 Jahren unter der Trägerschaft des Seraphischen Liebeswerkes Altötting anerkannt wurde. Bereits ein halbes Jahr später begann der Aufbau eines Kindergartens in den mobilen Raummodulen, die bis dahin als Ausweichquartier für den Krippenneubau genutzt wurden.

Er lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller Beteiligten, die es möglich machte, dass bereits im September 2014 der Maßnahmenbeschluss zur Realisiserung des Bauvorhabens im Marktgemeinderat erfolgen konnte. 2015 lag bereits die Baugenehmigung vor, Anfang März 2015 der Förderbescheid, so dass die Umsetzung des Bauvorhabens in die Wege geleitet werden konnte.

Im April 2015 war der erste Spatenstich, Anfang Dezember letzten Jahres konnten die Kinder ihre „Übergangs-Bleibe“ verlassen und in den Neubau einziehen.

Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,5 Millionen Euro. Dazu kommen vom Freistaat fast 500.000 Euro, der Markt Feucht trägt eine Million, und das Seraphische Liebeswerk steuerte das Bestandsgebäude samt Grundstück dazu bei.

Während der ganzen Baumaßnahme, so Bürgermeister Konrad Rupprecht, habe es stets eine sehr gute und unkomlizierte Zusammenarbeit mit dem Seraphischen Liebeswerk in der Person von Gesamteinrichtungsleiter Norbert Clausen und mit dem Architekturbüro Graf&Kellner gegeben. Nur deswegen habe der Bau so reibungslos und schnell realisiert werden können. Kindern und Betreuern wünschte er viel Freude im neuen Kindergarten Walburgisheim und überreichte an Norbert Clausen ein Glaswappen der Gemeinde.

Pfarrer Edwin Grötzner hielt eingags eine kurze Andacht, zu deren Beginn er das „schöne Haus“ lobte. Kindergartenleiterin Kerstin Nöth trug mit den Kindern zur Gestaltung bei und ließ den Nachwuchs selbst sagen, was er sich für die neue Einrichtung wünscht: Spaß und Freude, Sonne und viel Glück, Frieden und keinen Streit, viel Musik, Zeit und Ruhe.

Gesegnet wurde das Haus von Pater Heinrich Grumann, Präses und Vorstandsvorsitzender des Seraphischen Liebeswerks, der zum Ausdruck brachte, dass der Segen Gottes immer hier bleiben möge und die Einrichtung stets ein Ort des friedlichen Spielens und Lernens bleibe.

Johannes Erbertseder erinnerte an das Motto des 125-jährigen Jubiläums der Stiftung „Miteinander für Kinder und Jugendliche“, das nach wie vor Geltung habe. Vor 90 Jahren habe man in Feucht mit der Arbeit begonnen. Nach wie vor biete man heilpädagogische Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, eine Wohngruppe für unbegleitete und minderjährige Flüchtlinge, betreutes Wohnen für Jugendliche und neuerdings auch das„Haus für Kinder“ mit Krippe, Kindergarten und Hort an. Mit den neuen Kindergarten habe die man sowohl eine pädagogische als auch eine bauliche Lücke geschlossen. Er lobte das gute Miteinander aller und zeigte sich zufrieden, dass es gelungen sei, die ehemalige Insel mehr in den Markt Feucht zu integrieren, was nicht zuletzt ein Verdienst von Einrichtungsleiter Norbert Clausen sei.

Die gute Atmosphäre und die ausgezeichnete Zusammenarbeit würdigte auch Evelyn Kittel-Kleigreve von der Fachaufsicht des Landratsamtes. „Von der Lebensfreude der Kinder sollten wir lernen“, war ihr Wunsch.

Bei der Schlüsselübergabe an Norbert Clausen dankte Architekt Graf für das Vertrauen, lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller Stellen und die gute Arbeit der Handwerker.

Clausen gab den Schlüssel an Kerstin Nöth weiter, die sich mit Julia Lauterbach, der Bereichsleiterin Kindertagesstätte abschließend in gereimten Versen bedankte.

Dann wurde die Fertigstellung der neuen Bleibe zünftig gefeiert.

Begrüßte winkend mit den Kindern die Gäste: Norbert Clausen, Gesamtleiter des Walburgisheimes.
Begrüßte winkend mit den Kindern die Gäste: Norbert Clausen, Gesamtleiter des Walburgisheimes. | Foto: Lorenz Märtl2016/01/db-walburgiskiga3.jpg
Architekt Graf (2. v. l.) übergab nicht nur den Schlüssel, sondern mit seiner Mitarbeiterin auch einen Scheck über 1000 Euro, über den sich Bereichsleiterin Julia Lauterbach und Kindergartenleiterin Kerstin Nöth (v. r.) sichtlich freuten.
Architekt Graf (2. v. l.) übergab nicht nur den Schlüssel, sondern mit seiner Mitarbeiterin auch einen Scheck über 1000 Euro, über den sich Bereichsleiterin Julia Lauterbach und Kindergartenleiterin Kerstin Nöth (v. r.) sichtlich freuten.2016/01/db-walburgiskiga1.jpg
N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl