Gräfenberger Dreikönigsturnier

Club II und Vach zu stark für Feucht

In ungewohnter Rolle beim „Heimspiel“: Feuchts Stammkeeper Andreas Sponsel startete einst seine Karriere beim TSV Gräfenberg und ließ es sich am Samstag nicht nehmen, den ehemaligen Mitstreitern und zahlreichen Bekannten in der Halle zu demonstrieren, dass auch Torhüter ganz ordentlich kicken können. | Foto: Bär2018/01/scfeucht_sponsel_feldspieler.jpg

GRÄFENBERG/FEUCHT – Die Halle und der SC Feucht – eine Liebesbeziehung wird das heuer sicher nicht mehr! Auch bei ihrem zweiten Auftritt in diesem Winter, dem traditionellen Gräfenberger Dreikönigsturnier, blieb der große Wurf aus.

Allerdings zeigten sich die Zeidler zumindest leicht verbessert und landeten in ihrer schweren Gruppe nicht wie eine Woche zuvor bei der Hallenkreismeisterschaft auf dem letzten, sondern nur auf dem vorletzten Platz. Überraschend war dagegen der Ausgang des Turniers. Nicht der Titelverteidiger und hohe Favorit 1. FC Nürnberg II, der nicht einmal ins Endspiel gekommen war, und auch nicht der letztjährige Endspielgegner gewannen, sondern ein Team, das wohl nicht jeder auf dem Zettel hatte: der ASV Vach aus der Landesliga Nord West. Die beiden Underdogs SV Ermreuth und TSV Gräfenberg wehrten sich nach Kräften, waren aber in diesem starken Feld völlig überfordert und blieben punktlos auf den beiden letzten Plätzen.

1. SC Feucht – TSV Gräfenberg 5:2 (2:0) – Die Begegnung begann wunschgemäß für die Zeidler, als Stephan König einen Foul-Siebemeter zum 1:0 nutzte (2.). Danach tat sich nicht allzu viel vor beiden Toren, bis Felix Spielbühler in klassischer Abstaubermanier kurz vor dem Wechsel das 2:0 gelang (8.). Nach dem Doppelschlag durch Athanasios Gkenios und Chris Uwadia zum 3:0 und 4:0 (10.) schien das Spiel entschieden. Doch der Gegner antwortete zum 4:1 und 4:2 (13.) und war einem weiteren Tor nahe. Erst erneut Stephan König machte mit dem 5:2 den Sack zu und den Dreier perfekt (15.).

1. FC Nürnberg II – 1. SC Feucht 3:1 (0:1) – Erneut begann ein Spiel mit einem schnellen Feuchter Tor – diesmal durch Felix Spielbühler (2.). Nach dem Ausgleich kurz nach Wiederbeginn (10.) ereignete die entscheidende Szene des Spiels sich in der 12. Minute, als Stephan König für zwei Minuten vom Platz musste. Dies nutzten die Cluberer clever zum 2:1 (13.). Nun verstärkte der 1. SC seine Offensivbemühungen, konnte sich aber trotz einiger guter Spielzüge nicht mehr entscheidend durchsetzen. Mit einem Kontertor kurz vor Schluss brachte der kleine Club den Sieg nach Hause (16.).

ASV Vach – 1. SC Feucht 6:2 (3:1) – Vor Saisonbeginn in der zweiten Pokalrunde hatten die Feuchter bereits gegen die Vorort-Fürther verloren, nun konnten sie es den Vachern zurückzahlen. Dummerweise ging es auf beiden Seiten um alles oder nichts. Die Situation war klar: Im letzten Gruppenspiel musste der ASV mit drei Toren Differenz gewinnen, um erster zu werden, und der 1. SC musste siegen, um ins Halbfinale zu kommen – kam in dieser Begegnung allerdings dafür nicht in Frage. Konnte Athanasios Gkenios das Vacher 1:0 (4.) noch ausgleichen (5.), so brachte Top-Torjäger Krapfenbauer noch vor dem Wechsel die Vacher mit 3:1 entscheidend nach vorne (7.+8.). Nach dem Wechsel folgte dem 4:1 (11. Foul-Siebenmeter) postwendend das 4:2 durch Chris Uwadia (11.). Doch das 5:2 (12.) und 6:2 (15.) machten den ASV-Sieg perfekt.

Halbfinale/Finale

Das Neunmeter-Schießen um Platz drei gewann der TSV Kornburg gegen den 1. FC Nürnberg II, der vom Punkt dreimal patzte, während der TSV fehlerfrei blieb, mit 3:1. Im Finale standen sich die beiden stärksten Teams gegenüber. Das Führungstor der SpVgg Jahn Forchheim konterte der Top-Torjäger des ASV Vach, Daniel Krapfenbauer, unter den Augen der mittelfränkischen Fußball-Prominenz (unter anderem wurden Club-Idol Dieter Nüssing und der ehemalige FCN-Zeugwart Chicco Vogt gesehen) noch vor dem Wechsel zum 1:2. Trotz großer Anstrengung des besten Spielers des Turniers, Adem Selmani,gelang den souverän ins Finale vorgestoßenen Forchheimern der Ausgleich nicht mehr; ebenso wenig wie dem Gegner ein weiteres beruhigendes Tor.

N-Land Der Bote
Der Bote