Kreisklasse Ost

Altdorfs „Papa“ behält die Nerven

In dieser Saison mehr denn je Dreh- und Angelpunkt des Feuchter Spiels: Astrit Veliqi (am Ball) ist für seinen Gegenspieler kaum zu kontrollieren. | Foto: Kaufmann2018/10/tsvfeucht_djkberg.jpg

NÜRNBERGER LAND – Spitzenspiele sind heuer noch nicht das bevorzugte Metier des TSV Feucht. Nach der Niederlage gegen Berg sind die Jungs vom Segersweg nun schon acht Punkte hinter der Musik. Bessere Aussichten hat da der FC Altdorf, der dank eines späten Elfmeters wieder Anschluss an die Spitze gefunden hat. Nach oben orientieren darf sich auch der SV Unterferrieden, der selbst nur drei Zähler hinter den zweitplatzierten Wallensteinstädtern lauert und bereits den zweiten Sieg in Folge feiern konnte

Kreisklasse Ost Neumarkt/Jura: TSV 04 Feucht – DJK-SV Berg 0:2 (0:1) – Gegen den erwartet schweren Gegner und Tabellenführer aus Berg setzte es eine schmerzhafte 0:2-Heimniederlage für die Elf um Coach Jan Völkel. In den ersten 45 Minuten sahen die Zuschauer ein intensiv geführtes Match, jedoch ohne zwingende Torchancen auf beiden Seiten. Dennoch führten die Berger zur Pause: Ein schnell ausgeführter Freistoß der Heimelf landete beim Gegner, die prompt zum Konter über die rechte Außenbahn ansetzten und Manuel Fix nach schöner Hereingabe aus 11 Metern einschoss (45.). Der TSV zeigte sich geschockt, sodass Berg in der darauffolgenden Situation beinahe Treffer Nummer zwei gelungen wäre. In der zweiten Halbzeit rissen die 04er dann das Spiel an sich und kamen zu aussichtsreichen Möglichkeiten nach Standards durch Matthias Meinhardt und Tobias Streller. Lukas Halbig hatte hinterher den Ausgleich auf den Schlappen, doch sein schön abgefasster Volleyschuss aus 20 Metern klatschte an den Innenpfosten und von dort wieder aufs Spielfeld. In der 81. Minute dezimierten sich die Hausherren selbst, da Oli White die Ampelkarte sah. Bitter für ihn, da der nicht immer umsichtige Schiedsrichter das erste Foul gleich mit Gelb ahndete. Als die Heimelf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne warf, fuhren die Gäste einen weiteren Konter, den erneut Manuel Fix zum 0:2-Endstand verwerten konnte (87.).

FC Sindlbach – SV Unterferrieden 1:2 (0:2) – Die Zuschauer sahen eine mittelmäßige Partie in Sindlbach mit Vorteilen für die Gäste. Der SVU versuchte von Beginn an die Initiative zu ergreifen und früh zu pressen. Nach einem Eckball von Sindlbach konterte der SVU mustergültig und ging durch den durchgelaufenen Fabian Hirschmann verdient mit 0:1 in Führung (19.). Weitere Chancen konnte der SVU zunächst nicht zum weiteren Torerfolg nutzen. Der FC Sindlbach war in der Offensive relativ harmlos und bereitete den Gästen kaum Probleme. Kurz vor der Pause flankte Alexander Mall den Ball aus den Halbfeld in den Sechzehner, wo sich Patrick Hereth ein Laufduell mit dem Verteidiger lieferte. Der herauseilende Torwart konnte den Ball nur noch nach vorne abklatschen und vom eigenen Abwehrspieler prallte der Ball zum 0:2 über die Linie (42.). Nach der Pause hätte der SVU den Sack mehrmals zumachen können, doch Chancen von Alexander Mall, Alexander Haas sowie von Michael Bloß konnten nicht genutzt werden. Mit dem Schlusspfiff verkürzte der FC Sindlbach dann durch den Spielertrainer Daniel Hausner auf 1:2. Danach war das Spiel beendet und der SVU kann sich weiterhin nach oben orientieren.

FC Altdorf – SC Oberölsbach 2:1 (1:1) – Von Beginn an merkte man, dass sich das Altdorfer Team gegen den kampfstarken Aufsteiger viel vorgenommen hatte und bestimmte sofort das Spielgeschehen. Bereits nach einer Viertelstunde bediente Lukas Kellermann seinen Trainer Philipp Knogl mustergültig, der aus zehn Metern sicher zur 1:0 Führung einnetzte. Nach einer Unaufmerksamkeit der FC-Abwehr drang ein Gästestürmer in den Altdorfer Strafraum ein und wurde gelegt. Der fällige Elfmeter wurde durch Lukas Meis zum Ausgleich verwandelt (40.). Gleich nach der Pause schloss Philipp Knogl einen großartigen Spielzug über Paschalis Papathanasiou und Lucas Papadopulos alleinstehend vor dem Torwart zu ungenau ab. Was die Gastgeber dann in der Folgezeit an klarsten Tormöglichkeiten vergaben, ging überhaupt nicht mehr auf die sprichwörtliche „Kuhhaut“. Fünf Minuten vor dem Ende hätte eine tumultartige Szene im Altdorfer Fünfmeterraum den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt. Doch FCA-Abwehrchef Florian Auer konnte mit letztem Einsatz für sein Team retten. Danach vergab Lucas Papadopulos noch einmal allein vor dem Keeper die Altdorfer Führung. Als dann in der 90. Minute Philipp Knogl nach einem Flankenball im Oberölsbacher Strafraum umgestoßen wurde, deutete die junge Schiedsrichterin erneut auf den Elfmeterpunkt. Lucas Papadopulos behielt diesmal die Nerven und vollstreckte sicher zum verdienten 2:1-Erfolg für die Wallensteinstädter.

N-Land Der Bote
Der Bote