Fella-Werke in Feucht

10,5-Millionen zum Hundertjährigen

So soll die neue Montage-Halle der AGCO Feucht aussehen. | Foto: Distler-Architekten2018/09/Feucht-Fella-Jubilaeum.jpg

FEUCHT Das Landtechnikunternehmen AGCO Feucht (ehemals Fella Werke) hat doppelten Grund zur Freude: Der internationale Mutterkonzern der Firma investiert 10,5 Millionen Euro in den traditionsreichen Standort in der Zeidlergemeinde, der außerdem 100-jähriges Bestehen feiert. Kern der Investition ist eine neue, 4000 Quadratmeter große Montagehalle. Feuchts Bürgermeister Konrad Rupprecht, Landrat Armin Kroder und der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Franz Josef Pschierer, haben beim ersten Spatenstich mit Hand angelegt.

„Wir sind heute nicht nur hier, um auf unseren Erfolg zurück zu blicken, sondern vor allem, um nach vorne zu schauen. Wir bauen heute an der Zukunft“, eröffnet der Geschäftsführer der AGCO Feucht, Uli Nickol, die Jubiläumsfeier seiner Firma. Stolz gibt er dennoch einen Einblick in die Geschichte des Unternehmens: Seit 100 Jahren wird in Feucht innovative Landtechnik aus Franken hergestellt. Der Markenname Fella taucht das erste Mal 1921 im Logo der Bayrischen Eggenfabrik auf.

1931 übernommen von der Firma Epple & Buxmann aus Augsburg, entwickelt sich das Produktprogramm des Standorts immer mehr hin zur Erntetechnik – Grasmäher, Gabelheuwender sowie Heu-und Getreiderechen gehören von nun an zum Produktportfolio.

Ein Jahr später wurde der Bindemäher in die Fertigung mit aufgenommen – ein Meilenstein der Firmengeschichte in Richtung Erntemaschinen-Spezialist. Die Firma wächst auch während des zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit weiter. Im Frühjahr 2011 werden die Fella-Werke vom internationalen Landtechnikkonzern AGCO übernommen. Nach der Umfirmierung in die AGCO Feucht GmbH im Jahre 2015 folgt der Vertrieb aller Geräte in den drei internationalen Konzernmarken Fendt, Massey Ferguson und Fella.

Kompetenzzentrum für Grünfutterernte

Der Standort Feucht ist heute für AGCO das Kompetenzzentrum für Grünfutterernte. Er belegt eine Spitzenposition im anspruchsvollen Segment der Futtererntemaschinen. Mit einem umfassenden Programm aus Trommel- und Scheibenmähwerken, Heuwendern und Schwadern ist das Landtechnikunternehmen mit nachhaltigen Zuwächsen im Weltmarkt präsent.

Der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer, zeigt sich auf der Jubiläumsfeier begeistert vom Innovationsgeist und guten Geschäftssinn des Unternehmens: „In Bayern daheim, in der Welt zu Hause – selten hat dieser Spruch so gut gepasst wie zur AGCO Feucht“, lobt er die Firma.

Zeremonieller Spatenstich für die neue Montage-Halle (v.l.): Bürgermeister Konrad Rupprecht, Landrat Armin Kroder, Francesco Murro von AGCO, Geschäftsleiter Feucht Uli Nickol, Fendt-Geschäftsführer Peter-Josef Pfaffen, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft Franz Josef Pschierer, Senior Vice President und Manager AGCO Dr. Rob Smith, Marc Matthaeus, Ekkehard Gläser und Jochen Gnann von AGCO Feucht und Architekt Hans-Jürgen Distler. | Foto: Mock2018/09/Feucht-Fella-Jubilaeum-2.jpg

In den letzten Jahren ist die Anzahl der produzierten Maschinen erheblich gestiegen. Besonders größere Maschinen sind stark nachgefragt. Die Kapazität des Standortes Feucht erreicht langsam aber sicher seine Grenzen. „Mit den Investitionen in unser europäisches Kompetenzzentrum für Futtererntetechnik in Feucht sichern wir das geplante Wachstum der kommenden Jahre ab“, versichert Dr. Rob Smith, Senior Vice President und General Manager der internationalen Mutterfima AGCO. Mit charmantem amerikanischem Akzent bedankt er sich bei seinen Feuchter Mitarbeitern. „Wir sind heute nur wegen Ihrer Tüchtigkeit hier. Diese Leistung möchte ich ehren“, sagt Smith.

Umzug im nächsten Juli

Der Umfang der Investitionen liegt bei 10,5 Millionen Euro. Der Kern ist eine neue Montagehalle mit 4000 Quadratmetern, in der zukünftig das gesamte Mähwerksprogramm gefertigt werden soll. Am symbolträchtigen ersten Spatenstich beteiligen sich neben den Firmen- und Standortleitern auch Feuchts Bürgermeister Konrad Rupprecht, Landrat Armin Kroder und der Staatsminister Franz Josef Pschierer.

Die Optimierung des Materialflusses ist ein weiterer Schwerpunkt, um den steigenden Kapazitätsansprüchen gerecht zu werden. „Das neue Werkslayout wird uns ermöglichen, die steigenden Bedarfe der einzelnen Marken termingerecht zu produzieren und auch flexibler zu agieren“, berichtet Geschäftsführer Nickol. Der Umzug in die neue Halle ist für Juli nächsten Jahres vorgesehen.

N-Land Magdalena Mock
Magdalena Mock