Hauptstraße Schwarzenbruck

Fahrplan für die Sanierung steht

Seit Jahren diskutieren die Schwarzenbrucker über die Sanierung ihrer Hauptstraße, nach der Abschaffung der Straßenausbaubeitragsgebühren deutlich entspannter. 2020 soll es nun losgehen, dann wird in mehreren Bauabschnitten ausgebaut. | Foto: Alex Blinten2019/01/Schwarzenbruck-Hauptstrasse.jpg

SCHWARZENBRUCK – Die Debatten um den Ausbau der Hauptstraße in Schwarzenbruck kommen endlich in ein ruhigeres Fahrwasser, nachdem es 2016 und 2017 noch hoch her gegangen war, Protestaktionen im Ort stattgefunden und Transparente an Gartenzäunen das Straßenbild geprägt hatten. Eine Bürgerversammlung zum Thema war damals ausgesprochen lebhaft. Jetzt steht endlich ein Fahrplan, wie man die Straßensanierung durchführen wird. Dass alles nun viel entspannter abläuft, hängt auch mit der Beseitigung der Straßenausbaubeitragsgebühren zusammen. Die Geldbörsen der Anwohner bleiben bei der Straßensanierung verschont.

Im Juli 2017 verabschiedeten sich die Schwarzenbrucker von den umstrittenen Planern des Nürnberger Büros P4 und gaben die Planung für die Sanierung der Hauptstraße in die Hand des Altenthanner Tiefbau-Ingenieurbüros IGW. Die Vorgabe für das Altenthanner Büro lautete damals: Alles ein bisschen einfacher, ein bisschen bescheidener.

Den P4-Planern hatten Anwohner nämlich zuvor vorgeworfen, eine Prachtstraße in Schwarzenbruck bauen zu wollen. Damals sahen die Anlieger noch entsprechende Kosten auf sich zukommen und wehrten sich. Zwischenzeitlich bleiben sie davon verschont.

Gemeinde zahlt

Zahlen muss zunächst einmal die Gemeinde. Sie bekommt auch Zuschüsse für die Sanierung, wenn sie die Straße für einen 50 km/h Durchfahrtverkehr ausbaut. Sollte die Straße auf 30 km/h reduziert bleiben, gibt es – für viele Gemeinderäte nicht nachvollziehbar – keinen Zuschuss. Den Anteil, der bis zur Abschaffung der Straßenausbaubeitragsgebühren von den Bürgern bezahlt worden wäre, übernimmt zunächst die Gemeinde.

Rückzahlung noch offen

Wieviel sie wann vom Freistaat dafür zurück bekommt, ist noch offen. „Wir werden auf jeden Fall noch eine Bürgerversammlung einberufen und die Pläne vorstellen“, betont Bürgermeister Bernd Ernstberger. Zuvor allerdings soll der Gemeinderat mit den IGW-Plänen festlegen, in welche Richtung es weiter geht.

Ganz unabhängig ist er dabei nicht, weil die Hauptstraße im Schwarzenbrucker Sanierungsgebiet der Städtebauförderung liegt. Deshalb hat die Regierung von Mittelfranken hier ein Wort mitzureden.
Nach der Bürgerversammlung wollen die Schwarzenbrucker dann Vorschläge, die aus der Versammlung kamen, einarbeiten und im Gemeinderat dann den abschließenden Beschluss fassen. Wenn der Fahrplan eingehalten werden kann, soll ab 2020 saniert werden, möglicherweise in drei Bauabschnitten.

Fraktionen berüßen Vorgehen

Die Vorgehensweise begrüßen im Gemeinderat alle Fraktionen. Dabei appellierte Erwin Haubner für die Freien Wähler an seine Kollegen, so kostengünstig wie möglich zu bauen.
Apropos Kosten: Dass die Zuschüsse des Freistaats nur fließen, wenn die Straße für Tempo 50 ausgebaut ist, obwohl die Gemeinde hier Tempo 30 eingerichtet hat, irritiert viele Gemeinderäte.

Jörg Arnold weist darauf hin, dass man mit der Tempobeschränkung und der Rechts-vor-links-Regelung in Schwarzenbruck sehr gut zurecht kommt. Deshalb solle man sich vielleicht nicht von den Zuschüssen abhängig machen. Das ganze soll aber noch einmal mit Fachleuten besprochen werden. Vielleicht lässt sich die Hauptstraße ja so gestalten, dass Tempo 50 hier gar nicht mehr gefahren werden kann.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten