Laufer Dampfmodelltage

Es zischt und brodelt wieder

So viele Aussteller waren noch nie dabei: 70 Modellbauer zeigen diesmal ihre Werke im Industriemuseum – und das Fachsimpeln gehört dabei zum guten Ton. | Foto: Brinek2017/11/dampfmodelltage-lauf-industriemuseum-bri.jpg

LAUF — Auch die 21. Auflage der Laufer Dampfmodelltage hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Die Menschen strömten am Wochenende wieder in Scharen ins Industriemuseum. Bastler und Tüftler aus Deutschland und Österreich präsentierten den Besuchern ihre Modelle. Am kommenden Wochenende öffnet das Museum von 10 bis 17 Uhr noch einmal seine Pforten, beim zweiten Teil der Dampfmodelltage.

So viele Aussteller wie in diesem Jahr hatten noch nie bei den Laufer Dampfmodelltagen gemeldet. Auf dem ehemaligen Fabrikgelände führten 70 Modellbauer auf rund 800 Quadratmetern ihre technischen Meisterstücke vor. Das Interesse an diesen Arbeiten war bei Alt und Jung gleichermaßen groß. So drängten sich am Wochenende ganze Familien vom Kleinkind bis zum Opa an den Ständen und Anlagen. Die Organisatoren haben sicherlich Recht, wenn sie behaupten „eine in Bayern einzigartige Ausstellung“ auf die Beine zu stellen.

Die Modellbauer kamen überwiegend aus Franken und der Oberpfalz, aus Nord- und Westdeutschland, aus Essen war eine größere Gruppe angereist und auch Thüringen und Sachsen waren mit Ausstellern vertreten. Die Gäste aus Österreich zeigten ihre Exponate in einem eigenen Raum, der stilecht mit österreichischer Flagge dekoriert war.

Besonders stolz ist Museumsleiterin Christiane Müller darauf, dass in diesem Jahr neben den Modelleisenbahnen auch mit Uhrwerk oder Dampf angetriebene Blechbahnen zu sehen sind.

Eines der ausgestellten Modelle aus der Nahperspektive. | Foto: Brinek2017/11/dampfmodelltage-lauf-bri-modell-einzelb.jpg

Wegen der vielen Aussteller nutzte man für die Stände und Anlagen das große Raumangebot in der Fabrikhalle des ehemaligen Industriegebäudes. Zwischen den fest installierten Drehbänken und Maschinen fügten sich die Ausstellerstände harmonisch ein und das Zischen und Dampfen der Modelle erinnerte an die ehemalige Nutzung der Halle.

Ein Anziehungspunkt für Groß und Klein war unter anderem ein Schienenoval mit fahrenden Dampfloks verschiedenster Bauart und einer kleine Seenlandschaft. Eine Modellfähre brachte die kleinen Züge von einem Ufer zum anderen. Auch eine Miniaturwerkstatt mit Bohrmaschinen im Kleinmaßstab und winzigen Werkzeugen faszinierte die Besucher.

Selbst gebauter Bürstenroboter

Die Ausstellung ist so vielseitig, dass man sich gerne mehrere Stunden auf dem Gelände aufhalten kann. Für die kleinen Besucher hatten die Organisatoren eine spaßige Aktion vorbereitet. Sie konnten aus einer Zahnbürste und einem kleinen Elektromotor ein „BüBot“ bauen, das ist ein wuseliger Bürstenroboter, der durch ein Labyrinth zu steuern ist.

Als Blickfang am Eingang zum Museums stehen drei Oldtimer der Traktorhersteller Eicher, Lanz und Kramer, die der Bulldogverein Dehnberg aufpoliert, instandgesetzt und frisch lackiert zur Verfügung gestellt hat – für Traktorliebhaber ein Highlight.

Wer vergangenes Wochenende keine Zeit hatte, die Ausstellung zu besuchen, kann dies am kommenden Wochenende (18. und 19. November) jeweils ab 10 Uhr nachholen. Eindrücke vom vergangenen Wochenende gibt es in unserer Bildergalerie zu sehen.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek