Hammerbachtaler Routen an Hersbrucker Netz gekoppelt

Grenzenlos radeln

Georg Rauh, Simone Bösch, Otfried Bürger, Robert Ilg (unten), Erwin Zagel und Dietmar Faltermeier (oben) weihten den Wegweiser „Zum Radwegenetz Hammerbachtal“ am Hersbrucker Bahnhof links ein. | Foto: J. Ruppert2018/09/Radwege.jpeg

HAMMERBACHTAL / HERSBRUCK – Von dem Projekt profitieren die einheimischen Drahteselfreunde ebenso wie Erholungsuchende und Sportler von außerhalb: In den Gemeinden Offenhausen, Engelthal und Henfenfeld besteht ein Radwegenetz, das nun an Hersbruck „angedockt“ wurde. „Die Natur ist das Pfund, mit dem wir im Nürnberger Land wuchern können“, lobte Otfried Bürger vom Sponsor Sparkasse Nürnberg.

Vorgestellt wurde der Anschluss in Hersbruck am Bahnhof links der Pegnitz bei einem der neuen Wegweiser. „Strategisch und marketingtechnisch ist das eine gute Idee“, sagte Stadtoberhaupt Robert Ilg. Denn zum einen zeigt es, dass die Hammerbachtaler Routen für die Pedalritter ausgezeichnet mit Zug oder S-Bahn (und über die nahe B14 auch mit dem Auto) erreichbar sind. Zum anderen beweist die Vernetzung der vier Orte, dass das Denken der Bürgermeister nicht an den Gemarkungsgrenzen endet.

Offenhausens Gemeindechef Georg Rauh strich heraus, wie unterschiedlich die Strecken verlaufen. Schon die Bezeichnungen „Höhenweg“ und „Talroute“ verraten den Charakter. So führt der anspruchsvolle 36 Kilometer lange „rote“ Rundkurs mit 580 Höhenmetern vom Radlerrastplatz Henfenfeld durch den Wald zur Edelweißhütte, weiter nach Hartenberg und Vorderhaslach bis zu den Windrädern und über Klingenhof, Entenberg, Sendelbach und Rüblanden wieder zurück.

Routenwechsel an vielen Stellen möglich

An vielen Stellen besteht die Möglichkeit, von der Talroute auf den Höhenweg und umgekehrt zu wechseln. Darauf weisen grüne Schilder mit der Aufschrift „Verbindung“ hin. So können die Pedalritter ihre Tour verlängern oder verkürzen, je nach Kondition und Wetterlage.

Simone Bösch von der Hersbrucker Hauptfiliale der Sparkasse Nürnberg, Georg Rauh und Otfried Bürger dankten der Radinitiative im Hammerbachtal für das große ehrenamtliche Engagement mit Planung und Umsetzung des Vorhabens.

Die verschiedenfarbigen Schilder sind sorgsam angebracht, leicht zu erkennen und stehen an allen Knotenpunkten. Etwaige Verluste wollen Erwin Zagel, Dietmar Faltermeier und ihre Mitstreiter rasch ersetzen. Insgesamt betreut der Arbeitskreis Radwegenetz Hammerbachtal rund 90 Kilometer Radwanderwege. Beschilderung und Flyer haben einen fünfstelligen Betrag gekostet, der ohne die Sparkasse nicht zu stemmen gewesen wäre.

Aufwertung durch Gastronomie

„Eine großartige Geschichte und zum Nachahmen empfohlen“, hob Ilg hervor. Der Rathauschef hat familiäre Bande nach Egensbach bei Offenhausen und will dank der Hinführung die Drahteselstrecken auch selbst gern nutzen. Die bekannt guten Hammerbachtaler Gastronomiebetriebe entlang der drei Routen werten die Vernetzung zusätzlich auf. „Macht bitte weiter so“, sagte Otfried Bürger den rührigen Mitgliedern des Arbeitskreises. Als nächstes stehen Stromladestellen für E-Bikes entlang der Rundkurse an.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert