Große Freude im Engelthaler Ortsteil

Eigenes Feuerwehrauto und ein Spielplatz für die Kinder in Sendelbach

So schön bunt sieht der neue Spielturm in Sendelbach aus. | Foto: J. Dechant2018/06/Spielturm_Sendelbach_7552.jpg

SENDELBACH – Doppelten Grund zum Feiern hatten die Bewohner des Engelthaler Ortsteils Sendelbach. Erstmals besitzt die Freiwillige Feuerwehr ein eigenes Auto und die Kinder freuen sich über einen Spielplatz.

112 ist die Notrufnummer der Feuerwehr, 112 Jahre besteht die Freiwillige Feuerwehr in Sendelbach, nach 112 Jahren besitzt sie erstmals ein eigenes Fahrzeug. Auch die Kinder in Sendelbach besitzen nun etwas lang Ersehntes: einen kleinen, aber feinen Spielplatz am südlichen Gemeinderand. Das Areal dafür hatte Grundstückseigentümer Robert Riedel zur Verfügung gestellt.

Bürgermeister Günther Rögner begrüßte „am schönsten Fleck in Sendelbach“ seinen Kollegen Markus Gleißenberg aus Henfenfeld und die Kommandanten aus den benachbarten Feuerwehren. Dank sprach er den Vertretern der Geldinstitute aus, Christian Seitz von der Raiffeisenbank sowie Markus Raum und Günter Mertel von der Sparkasse.

Zusammenhalt im Ort
Rögner stellte besonders die Leistung der Gemeindearbeiter und die ehrenamtliche Arbeit der Einwohner heraus. „Sendelbach hat zwar nur 90 Bewohner, aber viele helfen mit, wenn es Arbeit gibt“. Die Planungen für den Spielplatz begannen 2016, ab 2017 wurde es konkret. Die Kosten von 12 300 Euro seien „überschaubar“ – dank der Eigenleistungen, so Rögner.

Auch für das Tragkraftspritzenfahrzeug treffe dies zu. Die Anschaffung des gebrauchten Fahrzeugs sei für den kleinen Gemeindeteil ein Meilenstein. Das Auto stand vorher im Ort Kucha, der es der Nachbargemeinde günstig überließ. Neben Eigenleistungen von Sendelbachern Fachleuten war die Firma Scharf aus Henfenfeld an der Überholung des Fahrzeugs beteiligt. Rögner lobte den Zusammenhalt der Gemeinden im Hammerbachtal.

Der Vorsitzende der Sendelbacher Wehr, Florian Bär, begrüßte Kreisbrandinspektor Holger Hermann und gab Einblicke in die Vorgeschichte zum Erwerb des Fahrzeugs. Kommandant Helmut Meier nannte es geradezu ironisch, dass die Wehr nach 112 Jahren ihr erstes Auto bekommt. Es löst damit den Löschanhänger ab, der über 60 Jahre alt ist. Hierbei war das Problem, dass immer erst ein Zugfahrzeug zur Verfügung stehen musste. Schon seit langer Zeit schaute man sich nach einem geeigneten Fahrzeug um.

Ein Vorteil an dem neuen Gefährt sei, so Meier, dass dafür der Führerschein Klasse III ausreiche. Zum Schluss wünschte der Kommandant „wenig Einsätze und unfallfreie Fahrt“.

Kreisbrandrat Norbert Thiel betonte, wie wichtig helfende Hände seien, gerade bei der Feuerwehr. Dass der Ort nun ein eigenes Fahrzeug habe, sei ein Muss für jede Gemeinde. Durch die neue Flexibilität sei nun aber auch die Wehr in Sendelbach gefordert, wenn Einsätze in Nachbargemeinden sind.

Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel fand es enorm, was hier auf die Beine gestellt wurde: „Ein kleiner Ort zeigt, wie es geht, und sorgt so für die Zukunft“. Und Pfarrerin Christiane Lutz lobte die Eigenleistungen, die mit Herzblut erbracht wurden. Sie wünschte Gottes Segen für den Spielplatz sowie Schutz und Segen für das Fahrzeug.

N-Land Johann Dechant
Johann Dechant