Frau meldete angeblichen Brand in Frankenalbklinik

„Böswilliger“ Fehlalarm

Wer den Fehlalarm an der Frankenalb-Klinik (Bild) ausgelöst hat, war am Dienstag unklar. | Foto: Katja Bub2013/06/gesamtansichtfrankenalb_1371131101.jpg

ENGELTHAL – „Großbrand in der Frankenalbklinik“ hieß es am Dienstag gegen 11.20 Uhr in Engelthal. Glücklicherweise stellte sich dies als mutwilliger Fehlalarm heraus, der nun vor allem die Beamten der Polizeiinspektion Hersbruck beschäftigt.

Kurz vor Mittag meldete eine Frau von der öffentlichen Telefonzelle in der Klinik aus bei der Einsatzzentrale, dass auf der Station 1 West des Bezirkskrankenhauses ein Brand ausgebrochen sei. Sofort wurde Großalarm ausgelöst, und rund 100 Aktive der Wehren aus Altdorf, Altensittenbach, Breitenbrunn, Engelthal, Henfenfeld, Hersbruck, Kruppach, Offenhausen und Sendelbach machten sich auf den Weg zur Klinik. Dies ist in der entsprechenden Alarmplanung so vorgesehen. Auch die Rettungsdienste, die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes und die Polizei eilten nach Engelthal. Schließlich müsste bei einem Feuer in der Klinik nicht nur der Brand selbst bekämpft, sondern auch Patienten in Sicherheit gebracht und betreut werden.

All das war am Dienstag jedoch nicht nötig: Kreisbrandrat Norbert Thiel und Kreisbrandinspektor Holger Herrmann waren schnell vor Ort. Sie stellten rasch fest, dass es nirgends auf dem weiträumigen Areal brannte und es sich bei der Meldung vermutlich um einen „böswilligen Alarm“ gehandelt hat, sagte Thiel der HZ.

Ob eine Patientin oder eine Besucherin den Notruf absetzte, muss nun die Hersbrucker Polizei ermitteln. Mit einem Notruf ist jedenfalls nicht zu spaßen, wie der stellvertretende Inspektionsleiter Klaus Bald auf Nachfrage bestätigte: Sollte sich bei den Nachforschungen herausstellen, dass es sich um einen vorsätzlichen Fehlalarm gehandelt hat, droht der Anruferin wegen „Missbrauchs von Notrufen“ eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.
Dazu kämen vermutlich auch die Kosten für den Einsatz der rund 100 Feuerwehrleute und der Rettungsdienste, mit Sicherheit „eine erkleckliche Summe“, so Bald.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta
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