Laufer Werkzeughersteller baut wohl ab nächstem Jahr

Emuge plant eine XXL-Produktionshalle

Auf dem ehemaligen Döbrich&Heckel-Areal an der Nürnberger Straße plant Emuge (rechts im Bild Alt- und Neubau des Unternehmens) eine weitere Produktionshalle. Ein Verbindungsgang oberhalb der Nürnberger Straße soll die beiden Gebäudekomplexe verbinden. | Foto: Buchner-Freiberger2018/11/emuge-neubauplane-lauf-west-2.jpg

LAUF — Mitte nächsten Jahres will der Laufer Präzisionswerkzeughersteller Emuge mit dem Bau einer Produktionshalle mit 20 000 Quadratmetern Fläche an der Nürnberger Straße, direkt gegenüber dem Firmensitz, starten. Der Laufer Bauausschuss hat dafür den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Lauf-West“ auf den Weg gebracht.

Erst 2010 hat Emuge seinen Erweiterungsbau an der Nürnberger Straße bezogen, doch die Platzreserven hier seien bereits aufgebraucht, sagt Geschäftsführer Gerhard Knienieder gegenüber der Pegnitz-Zeitung. Dies liege zum einen am Wachstum des Unternehmens generell, der auch mit neuen Produkten einhergehe. Zum anderen würden die Maschinen immer größer und bräuchten mehr Platz. Emuge hat deshalb die gut 2,8 Hektar große Fläche an der Ostseite der Nürnberger Straße erworben, wo von 1911 bis zum Abbruch 2016/17 die Firma Döbrich&Heckel ihren Sitz hatte. Das Gelände ist frei von Altlasten.

Verbindungsgang über Straße

Entstehen soll nun eine zweigeschossige, längliche Produktionshalle mit insgesamt 20 000 Quadratmetern Nutzfläche. Das entspricht von der Höhe her etwa einem fünfstöckigen Wohnhaus, maximal gibt der Bebauungsplan 21 Meter vor. Die Halle soll mit einem Verbindungsgang über die Nürnberger Straße an das Bestandsgebäude angeschlossen werden. Der Bebauungsplan sieht darüber hinaus zusätzliche Erweiterungsflächen parallel zum geplanten Neubau, östlich der Langwiesenstraße, vor, wo jetzt unter anderem noch das SB-Möbelhaus Boss steht. Diese Möglichkeit ist laut Gerhard Knienieder aktuell aber „nur perspektivisch“.

Weitere Parkflächen für die Mitarbeiter sind im Norden des Neubaus geplant, also gegenüber dem Schlachthof, und außerdem auf dem bestehenden Parkplatz an der Schützenstraße, genauer gesagt im nördlichen Teil, wo jetzt noch die Salzhalle der Stadt steht.

Für die Bewohner der Reihenhaussiedlung im Süden sieht Bauamtsleiterin Annette Nürnberger den Vorteil, dass durch den Bebauungsplan zum Beispiel das Thema Lärmemissionen konkret und nach den neuesten Vorgaben geregelt wird. Ob es für sie aber tatsächlich leiser wird als zu Zeiten von Döbrich&Heckel, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

Der Nachfrage von SPD-Stadtrat Georg Schweikert im Bauausschuss, ob man nicht sinnvollerweise auch gleich das Schlachthofareal in den neuen Bebauungsplan einbeziehen hätte sollen, erteilte Nürnberger eine Absage. Hier sei die langfristige Entwicklung derzeit nicht absehbar.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger