Sommerfest Neunkirchen

Ein heimeliges Fest

Ob im Festzelt oder draußen unter freiem Himmel, die Stimmung beim Sommerfest war wieder fröhlich und gemütlich. | Foto: Beck2018/06/DSC4909.jpg

NEUNKIRCHEN — Immer am dritten Wochenende im Juni feiert Neunkirchen sein Sommerfest. Bei schönem Sommerwetter bauten die Neunkirchener Vereine auch dieses Mal ihre Buden an der Munkerwiese auf und boten ihren Gästen allerlei kulinarische Köstlichkeiten an. Hunderte Gäste aus der Region trafen sich wieder auf der Festwiese und genossen die heimelige Stimmung.

Am Freitagabend war es für 1. Bürgermeisterin Martina Baumann soweit: Das erste Fass des Sommerfests sollte angezapft werden. Für Baumann ist das nach vier Jahren Amtszeit eigentlich Routine, doch dieses Mal stellten sich Fass und Zapfhahn quer. Das Bier spritzte kreuz und quer aus der Öffnung, statt durch den Hahn zu laufen, und erst als Patrick Weber von der Brauerei Wolfshöhe einen zweiten Hahn brachte, führte das Klopfen mit dem Holzhammer zum Erfolg. Endlich war das Neunkirchener Sommerfest eröffnet und Ehrengäste wie Landrat Armin Kroder und der 2. Laufer Bürgermeister Norbert Maschler bekamen von Baumann ihre erste Maß serviert.

Der Bieranstich wollte in diesem Jahr nicht so klappen, wie Bürgermeisterin Martina Baumann wollte. Patrick Weber von der Brauerei Wolfshöhe half aber schnell aus. | Foto: Beck2018/06/sommerfest-neunkirchen-bieranstich-beck.jpg

„Normalerweise brauche ich nur zwei bis drei Schläge, aber dieser Messing-Hahn ließ sich heute nicht erweichen“, meinte Baumann später. Sie freue sich jedes Jahr auf die gemütliche und heimelige Atmosphäre des Sommerfests: „An diesem Wochenende haben alle Neunkirchener Vereine die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und für die Besucher von überall aus der Region ein schönes Fest zu organisieren.“

Fest für Jugend attraktiv machen

Dass Senioren und Familien mit Kleinkindern gegenüber jugendlichen Gästen klar die Mehrheit stellen, habe sich in den vergangenen Jahren verstärkt. „Ja, es ist ein Familienfest. Unser Ziel ist es aber auch, das Fest für die Jugend wieder attraktiver zu machen. Im Moment sind wir am Überlegen, wie uns das gelingen könnte“, erklärte Martina Baumann.

Das Programm des Familienfests erstreckte sich dieses Jahr über drei Tage. Nach dem Böllerschießen und dem Bieranstich am Freitagabend saßen die Gäste bei herrlichem Wetter bis Mitternacht zusammen im Zelt oder unter freiem Himmel vor den Ständen. Die Band „Sound-Service“ sorgte für die Musik.

Hundesport und Sitztanz

Am Samstagnachmittag führte der Hundesportverein „Dogfit“ seine Arbeit vor und die Sitztanzgruppe „Waltraud & Mariechen“ aus der Oberpfalz begleitete mit ihren Sketchen ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Für die Stimmung am Samstagabend sorgte die Band „Dadaraa“ aus dem Wiesenthal.

Der Sonntagmorgen begann mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt und dem anschließenden Frühshoppen. Am Abend wurde die Partie der Fußballweltmeisterschaft Deutschland gegen Mexiko live im Festzelt übertragen und das Sommerfest endete mit einer Vorstellung des „Nachtgieger Duos“.

Charakteristisch für das Neunkirchener Fest sind die Buden der verschiedenen Vereine, die sich mit ihren Angeboten um zusätzliche Unterhaltung und die Versorgung der Gäste kümmern. Neben dem Neunkirchener Sportverein, der als Hauptorganisator unter anderem den Aufbau der Festzelte und den Ausschank übernimmt, konnten die Besucher zum Beispiel die Currywurst der Feuerwehr Neunkirchen, die Pizza der Sportschützen oder das Gyros der Reservisten-Kameradschaft probieren.

Kaffee aus Äthiopien

Der Verein „9kirchen hilft“ bot den interessierten Gästen vor Ort gerösteten und in äthiopischen Kannen gekochten Kaffee und äthiopisches Gebäck. Die Frauen kamen mit dem Kochen kaum hinterher, so heiß begehrt war die exotische Küche.

Laufs 2. Bürgermeister Maschler besucht das Fest immer wieder gerne. Neunkirchen und die Munkerwiese kennt er aus seiner Ausbildungszeit vor 30 Jahren bei der örtlichen Sparkasse bestens. Dass die Vereine so aktiv sind, macht auch für ihn die Besonderheit des Fests aus. „Jeder kann seine Spezialität anbieten und man sieht, dass der Zusammenhalt funktioniert. Die Leute zieht es raus auf die Munkerwiese und sie erleben hier gerne die gute Stimmung und die gemeinschaftliche Atmosphäre.“

Wenn abends die Live-Musik beginnt, mischt sich dann auch die Jugend unters Volk. So auch die 16-jährige Jacqueline Luber aus Rollhofen, die vor allem wegen der freundlichen Stimmung und um Freunde zu treffen das Fest besucht. „Hier kennt jeder Jeden, es gibt Essen und Trinken und vor allem am Wochenende ist dann auch mehr los. Ich bin jedes Jahr gerne hier“, sagt sie.

Mehr Bildergalerie vom Sommerfest Neunkirchen gibt es unserer Bildergalerie.

N-Land Andrea Beck
Andrea Beck