Herpersdorf feierte

Traumwetter zur Kirchweih

Der Kirchweihbaum war recht flott aufgestellt – rund 15 Helfer packten an. | Foto: Heck2018/10/kirchweih-herpersdorf.jpg

HERPERSDORF — Das Traumwetter hat für ein völlig neues Kirchweihgefühl bei der 16. Zelt-Kirchweih im 520-Seelen-Dorf Herpersdorf gesorgt. Der willkommene „Kirwa“-Klimawandel brachte jede Menge gute Stimmung bei der letzten Kirchweih der Saison im Markt Eckental mit sich.

Die Herpersdorfer „Kirwaboum“ und „-madla“ haben für ihre Kirchweih wieder ein ansehnliches Programm organisiert. Das ganze Festwochenende über herrschte bereits buntes Treiben auf dem Festgelände in der Büttnerstraße. Für die vielen hungrigen und durstigen Besucher war mit fester und
flüssiger Verpflegung bestmöglich gesorgt. Das beheizte Festzelt auf dem Festplatz am Feuerwehrgerätehaus war an allen Tagen gut besucht.

Brechend volles Zelt

Mit einem brechend vollen Zelt war der Freitag der Höhepunkt mit dem Auftritt der weithin als Stimmungskanonen bekannten „Leutenbacher Musikanten“ aus dem Landkreis Forchheim, so jedenfalls „Kirwa“-Capo Roman Wölfel. Obligatorisch war am Samstagnachmittag das Einholen der zuvor im Herpersdorfer Gemeindewald gefällten zwei Bäume, der kleine ist für die Kinder.

Die Bäume wurden dann, von zwei prächtigen Kaltblüter-Rössern und einem Schlepper gezogen, voran mit der Blaskapelle Weißenohe, im Festzug durch den Ort an ihrem Bestimmungsort am Festplatz gebracht. Besonders originell war dabei wieder der Zug der mit vielen Kindern besetzten Apfel-Container des örtlichen Biobauers.

Neben dem Feuerwehrhaus wurde „ruckzuck“ zuerst extra für die vielen anwesenden Kinder der bestimmt neun Meter lange Kinderbaum aufgestellt. Viele Dorfbewohner verfolgten das Aufstellen des geschmückten „Original-Baums“.

Zusammenhelfen war angesagt, bestimmt 15 „Boum“ und einige altbewährte Ex-Burschen hatten unter dem routinierten Kommando von Zimmermann Robert Diller mit vier Schwalbenpaaren keine Mühe, den 23 Meter langen Baum ins frisch ausgegrabene Erdloch zu hieven, gekonnt in die Höhe zu stemmen, in die Senkrechte zu stellen und sicher zu verkeilen.

Zum Auftakt gab‘s Vogelsuppe

Der Bieranstich war am Freitagabend traditioneller Auftakt, es gab Vogelsuppe. In bekannt souveräner Art und Weise meisterte dabei die Eckentaler Bürgermeisterin Ilse Dölle den Bieranstich.

Am Samstagabend sorgten „Die Rothsees“ für Stimmung. Sonntagnachmittag gab es Kaffee, Kuchen und „Küchla“ im Festzelt. Geradewegs den Großen nacheifernd tanzte dann der Herpersdorfer Nachwuchs seinen Baum aus. Die bekannten „Allrounds“ spielten am Abend auf.

Schon traditionell begann der „Mondoch“ mit dem Frühschoppen und dem Wettnageln. Gegen 19 Uhr am Abend stand das Baumaustanzen mit zwölf Paaren an, ehe anschließend „Ding‘l Dang’l“ das Finale bestritten.

N-Land Georg Heck
Georg Heck