Rund 300 Gäste bei Eckentaler Neujahrsempfang

Starke Partner fürs Leben

Neujahrsempfang Eckental. B¸rgermeisterin Ilse Dˆlle (links neben dem Holzrad) kn¸pfte mit den "starken Partnern" der Marktgemeinde Eckental ein buntes und reiflfestes Netzwerk. 2017. Foto: Scott Johnston2017/01/Eck_Neujahrsempfang.jpg

ECKENTAL – „Starke Partner“ lautete das Motto des Neujahrsempfangs der Marktgemeinde Eckental in der Eschenauer Georg-Hänf­ling-Halle. Gekommen waren zahlreiche Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Sozialwesen, Bildung, Kultur, Sport und Gesellschaft.

Bürgermeisterin Ilse Dölle hob in ihrer Festrede hervor, welch große Bedeutung in einer zunehmend komplexeren Welt dem Aufbau und der Pflege eines vielfältigen Netzwerks zukomme. Hierbei seien Fairness und Verlässlichkeit die zentralen Grundlagen, um auch Krisen gemeinsam gut zu bewältigen und am Ende sogar gestärkt daraus hervorzugehen.

Das Konzept eines „sozialen Eckentals“ weiter Schritt für Schritt umzusetzen, stelle für sie eine wichtige Leitlinie dar. Laut Ilse Dölle fängt dies bereits bei der „Betreuung der Allerjüngsten“ an und reicht bis ins hohe Alter, wo sich durch die gestiegene Lebenserwartung der Staat und die Kommunen ganz neuen Aufgaben zu stellen haben.

Für einen hohen Standard bei der Bildung zu sorgen, stelle einen entscheidenden Ansatzpunkt dar, um sozialen Problemen frühzeitig entgegenzusteuern, weswegen ein Drittel des Eckentaler Haushalts für dieses Gebiet angesetzt seien. Die Millioneninvestitionen in die Sanierung der Mittelschule bildeten hier derzeit den Schwerpunkt.

Ein innovatives Projekt ist der Waldkindergarten, den die Lebenshilfe als inklusive Einrichtung in Kürze eröffnen wird. Die Kindertagesstätten, eine breit angelegte Jugendarbeit, die Gemeindebücherei und die Volkshochschule seien weitere Eckpfeiler beim umfassenden Angebot für die Bürger.

Ergänzt werde dies durch die Arbeit der über 100 Vereine in Eckental sowie der Rettungs- und Sicherheitskräfte. Neue Impulse möchte Dölle beim Kontakt mit den Partnergemeinden Högyész und Ambazac, der seit 30 Jahren besteht, setzen.

Landrat Alexander Tritthart freute sich, dass die Beziehungen unter den 25 Gemeinden des Kreises und mit dem Landratsamt als ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Netzwerk gelten könnten. Bei der Bewältigung des hohen Anstiegs an Asylbewerbern sei der Einsatz von Eckental neben Spardorf und Buckenhof besonders hervorzuheben.

Als Ziele für die Zukunft nannte Tritthart die Förderung des sozialen Wohnungsbaus, die Integration der Flüchtlinge, eine noch stärkere Vernetzung der Bildungsangebote und die Verbesserung der Verkehrssituation. Beim öffentlichen Nahverkehr müssten die Taktzeiten verkürzt werden. Über eine Schnellbuslinie soll speziell Eckental noch besser angebunden werden.

Stellvertretend als „starke Partner“ innerhalb der verschiedenen Bereiche des Gemeindelebens bedankte sich Bürgermeisterin Dölle für den Einsatz bei Frank Ibler als Sprecher der Feuerwehren, den Pfarrern Martin Irmer und Andreas Hornung, bei VdK-Vorsitzendem Karl-Heinz Link, Ehrenamtsträger Martin Rauh, Polizeihauptkommissar Armin Dierl, Johannes Wiehgärtner vom Familienunternehmen „Kalchreuther Bäcker“, Horst Kiesl vom Eckentaler Bonsaiverein, Heidi Löb, der Ehrenvorsitzenden des Partnerschaftsvereins mit Högyész, Direktor Werner Albert von der Mittelschule sowie Landrat Tritthart. Vor der Bühne knüpften diese Partner auf einem großen Holzrad bildhaft ein buntes Netzwerk aus reißfesten Seilen.

Zu welch sportlichen Höchstleistungen Eckentaler fähig sind, demonstrierten mit einer atemberaubenden Vorführung die bundesweit erfolgreichen Turne­rinnen des SC Eckenhaid um die Trainerinnen Heidi Spiller und Melanie Spiller-Distler. Die „Raindrops“ unterhielten mit flotter Musik inklusive eines selbst komponierten Songs.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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