Verhaftung in Forth

SEK holt Jugendlichen ab

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FORTH — Bereits Anfang November hat ein Spezialeinsatzkommando im Eckentaler Ortsteil Forth einen Jugendlichen festgenommen, dem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen wird.

Die Generalstaatsanwaltschaft in München hat die Verhaftung gegenüber der Pegnitz-Zeitung bestätigt. Genauere Angaben sind von der Behörde mit Hinweis auf die Minderjährigkeit des Beschuldigten und die laufenden Ermittlungen nicht zu bekommen.

Der Jugendliche aus Rumänien soll bereits mehrere Jahre zusammen mit seinem Vater in dem Eckentaler Ortsteil gelebt haben. Er sei nicht der rechten Szene zuzuordnen, sagte ein Sprecher.

Vorbereitung für Anschlag?

Unter einer schweren staatsgefährdenden Straftat, in Paragraf 89a des Strafgesetzbuches festgehalten, wird etwa die Herstellung von Waffen oder Sprengstoffen verstanden, die für Anschläge auf den Staat oder eine internationale Organisation verwendet werden können.

Ob der Fall einen terroristischen Hintergrund hat, dazu gibt die Staatsanwaltschaft keine Auskunft. Dies sei Gegenstand der Ermittlungen.

Nachbarin will Schüsse gehört haben

In Forth sorgt der Einsatz, bei dem am Abend des 3. November bewaffnete Spezialkräfte das Mehrfamilienhaus in der sogenannten Büg umstellt und anschließend die Dachwohnung gestürmt hatten, noch immer für Aufregung. Eine Anwohnerin will sogar Schüsse gehört haben. Danach sei jemand aus dem Haus getragen worden. Das bestätigt eine weitere Nachbarin. Das Gebäude werde von wechselnden Mietern bewohnt, „es gibt keinen Kontakt“.

N-Land Isabel Krieger
Isabel Krieger