Kurioser Fall in Heroldsberg

Kampf gegen Hornissen ging schief

Oft ist die Angst größer als die Gefahr, die von einem Hornissennest ausgeht.2013/08/Hornissennest_als_Smart-Objekt-1.jpg

HEROLDSBERG — Beim Versuch, ein Hornissennest zu entfernen, hat ein Heroldsberger am Mittwoch einen Baum in Brand gesteckt. Am Ende musste die Feuerwehr eingreifen.

So hatten sich das wohl weder der „Hornissenbekämpfer“ noch seine Auftraggeberin, eine Anwohnerin der Heroldsberger Hauptstraße, vorgestellt: Der Mann unternahm den Versuch, die Hornissen, die sich in einem Baum im Hinterhof der Frau eingenistet hatten, mit einem Gasbrenner zu vertreiben. Das misslang gründlich: Im Baum entwickelte sich nach Polizeiangaben ein Schwelbrand.

Nach einigen Stunden zündete der ohnehin bereits hohle Baum durch und stand schließlich komplett in Flammen. Die Heroldsberger Feuerwehr musste ihn löschen.

Inzwischen ermittelt die Polizei in dem Fall. Die Beamten weisen darauf hin, dass Hornissen laut Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Arten gehören. Unter diesen Schutz fallen auch ihre Nester. Wer unsachgemäß mit ihnen umgeht, „kann strafrechtlich verfolgt werden“.

Die Uttenreuther Polizeiinspektion hat noch einen Tipp parat: Bei Problemen mit Hornissen sollten sich Betroffene lieber an die zuständige Gemeinde, die Feuerwehr oder das Landratsamt wenden.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel