Heimisches ATP-Turnier startet

Eckental wieder im Fokus der Tenniswelt

Dustin Brown gehört in Eckental sicherlich wieder zu den Topfavoriten und natürlich mit seinem spektakulären Auftreten auch zu den Publikumslieblingen.Fotos: B. Wagner2017/10/ATP-Anku-1.jpg

ECKENTAL – Weltklasse-Tennis vor der Haustür ist wieder angesagt: Im Eckentaler Ortsteil Brand ist alles bereitet für das ATP-Challenger-Turnier. Der Bauer Watertechnology Cup ist weiterhin das Maß aller Dinge in der süddeutschen Hallentennisszene. Am morgigen Samstag beginnt die Qualifikation.
Die 21. Auflage im House of Sports, dem fränkischen „Klein-Wimbledon“, lässt mit namhaften Tennis-Größen aufhorchen. Nach dem Qualifikationsturnier (ab Samstag, 9 Uhr) startet am Montag das 32er-Hauptfeld. Der „Cut“ (Ranking des letzten Spielers, der sich fürs Hauptfeld qualifiziert) bei dieser Challenger-Veranstaltung mit einem Preisgeld von 43 000 Euro liegt in diesem Jahr bei Position 185.
„Unsere Zuschauer und Fans dürfen sich wieder auf absolutes Spitzentennis vor der Haustür freuen. Die Besetzung ist sensationell“, freut sich Turnierdirektor Marcus Slany. Vorjahressieger Steve Darcis (Nr. 68 der Welt) ist wieder mit dabei. Er ist in der deutschen Tennisszene seit dem vergangenen Februar bestens bekannt und auch gefürchtet, denn er besiegte das deutsche Davis­cup-Team mit den Assen Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber in beeindruckender Manier im Alleingang.
So haben ihn auch die Eckentaler Tennisfans im Kopf, als er im November 2016 mit dem Finalsieg gegen Alex de Minaur eine tolle Turnierwoche krönte. Ja was ist aus dem jungen Australier geworden? Dieser stand bei Meldeschluss auf Rang 188 und ist damit zunächst einmal nicht im Hauptfeld. Er muss auf Absagen hoffen. Eine noch größere Fangemeinde als Darcis dürfte Dustin Brown haben. Die momentane Nr. 124 ist als „Paradiesvogel“ der seit Jahren gefeierte Publikumsliebling. Nachdem er 2015 in Wimbledon den Spanier Rafael Nadal (wie auch 2014 in Halle) besiegte, ist sein Bekanntheitsgrad „explodiert“. Dustin Brown, der Extrovertierte mit der Rasta-Frisur, übt eine starke Anziehungskraft auf die Fans aus.
Tommy Robredo am Start
Doch Darcis und Brown hin und her, der bekannteste Name im Feld ist der ehemalige Weltranglisten-Fünfte Tommy Robredo aus Spanien. Seit weit über einem Jahrzehnt mischt er in der Weltspitze mit. Sein bisheriges Preisgeld: Über 13 Millionen Dollar. Vor vier Jahren besiegte der 35-Jähruige im Achtelfinale der US Open sensationell Roger Federer. Verletzungen sorgten dafür, dass die aktuelle Nr. 147 nun auf der Challenger-Tour Punkte sammeln muss. Robredo in Eckental: Ein Hochgenuss für die fränkischen Fans.
Diese Stimmung könnte heuer auch Maximilian Marterer verbreiten, der als Nr. 108 der Welt auf der bisher höchste Stufe steht, dank seiner guten Leistungen auf der Challenger Tour. Der Linkshänder aus Stein bei Nürnberg könnte der erste Franke werden, der in Eckental den Sieger-Scheck einstreicht. Dazu gehört sicherlich auch ein bisschen Losglück. Nicht nur der Franke wird am morgigen Samstagnachmittag (15 Uhr) mit Argusaugen die Ziehung verfolgen. Angesichts dieser Asse geraten die beiden ehemaligen Eckental-Sieger Igor Sijsling (2010) und Ruben Bemelmans (2014) schon etwas in den Hintergrund.
Auch die Events im House of Sports sind wiederum vielfältig: Am Quali-Sonntag „Ladies & Friends“ (Deko- und Schmuck-Ausstellung), am Dienstag „Kids-Day“, am Donnerstag „Fit-Day“, am Samstag Rollstuhl-Tennis und am Final-Sonntag Tanzauftritte zwischen den Endspielen im Doppel und Einzel.
Es ist angerichtet, an die 200 Helfer werden wieder dafür sorgen, dass das besondere Flair dieser Veranstaltung seinem guten internationalen Ruf treu bleibt. Alle Neuigkeiten rund um den Bauer Watertechnology Cup gibt es im Internet unter www.challenger-eckental.de.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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