Internationale Deutsche Tennis-Hallenmeisterschaften

Eckental erwartet vier Top-100-Spieler

Hoffnungsträger aus deutscher Sicht: Matthias „Bachi“ Bachinger. | Foto: B. Wagner2018/10/ATP-Tennisturnier-Anku-Bachinger.jpg

ECKENTAL — Gleich vier Tennisprofis aus den Top 100 der Weltrangliste führen die Meldeliste bei den Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften an, die vom 27. Oktober bis 4. November in Eckental stattfinden. Zudem dürfen sich Zuschauer und Fans auf drei alte Bekannte und Publikumsmagneten freuen: Ruben Bemelmans, Ernests Gulbis und Marcos Baghdatis.

„Ich kann mich an eine derartige Dichte im Starterfeld nicht erinnern“, jubelt Turnierdirektor Marcus Slany vor der 22. Auflage des traditionsreichen Challengerturniers. Leidtragender ist der zweimalige Titelträger Daniel Brands, der den sogenannten „Cut“ für das Hauptfeld als Nummer 181 der Welt knapp verpasste und nach aktuellem Stand als erster Nachrücker in der Qualifikation antreten muss.

Darüber braucht sich Guillermo Garcia-Lopez (ATP 77) keine Gedanken zu machen. Der Spanier, der bislang fünf Einzeltitel auf der ATP-Tour gewinnen konnte und bei allen Grand Slam Turnieren mindestens die dritte Runde erreichte, möchte die 14. Saison in Folge unter den Top 100 der Welt beenden. Zweifellos könnte der 35-Jährige ein Wörtchen um den Titel mitreden, auch wenn der schnelle Teppich im House of Sports nicht zu den Lieblingsbelägen des Spaniers zählt.

Zu den Stammgästen in Eckental zählt Lukas Lacko (ATP 80). Der 30-jährige Slowake nimmt seinen 13. Titel auf der Challengertour ins Visier. So lange sind die beiden weiteren Mitglieder des Top-100-Clubs, Hubert Hurkacz (ATP 93) aus Polen und der Weißrusse Ilya Ivashka (ATP 99), zwar noch nicht im Geschäft, dennoch zählen beide Profis zum Kreis der Mitfavoriten. Der 21-jährige Hurkacz konnte dieses Jahr in Posen seinen ersten Challengertitel für sich verbuchen, der 24 Jahre alte Ivashka sicherte sich in Shenzen seine zweite Siegertrophäe.

Für großes Aufsehen sorgte Evgeny Donskoy (ATP 102) im März des vergangenen Jahres. Im Achtelfinale des ATP-500-Turniers in Dubai schlug der Russe als Qualifikant völlig überraschend den 18-fachen Grand-Slam-Sieger Roger Federer. In Eckental greift der 28-Jährige nach seinem zwölften Titel auf Challengerebene.

Zudem tummeln sich in der hochklassigen Meldeliste zahlreiche prominente Rückkehrer und Zugpferde. Für den Belgier Ruben Bemelsmans (ATP 108) sind die Internationalen Deutschen Hallenmeisterschaften stets ein gutes Pflaster, gewann er hier doch 2014 sowohl die Einzel- als auch die Doppelkonkurrenz. Marcos Baghdatis (ATP 118) aus Zypern zog 2006 ins Finale der Australian Open ein und gewann bislang vier ATP-Turniere. In Eckental musste der 33-Jährige im vergangenen Jahr sensationell in der Qualifikation die Segel streichen. Unvergessen sein Wutausbruch in Melbourne 2012, als nach einem verlorenen Aufschlagsspiel innerhalb weniger Sekunden vier Schläger zertrümmerte.

Als Heißsporn ist auch Ernests Gulbis (ATP 143) bekannt. Der Lette gewann 2006 als 18-jähriges Küken den Titel im HOUSE OF SPORTS und galt als eines der größten Talente weltweit. Sechs Einzeltitel auf der ATP-Tour stehen für den mittlerweile 30 Jahre alten Profi zu Buche, der von der FAZ aufgrund mehrere Eskapaden den unrühmlichen Titel „Tennis-Chaot“ verliehen bekam.

Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf Yannick Maden (ATP 116), Matthias Bachinger (ATP 141) und Mats Moraing (ATP 163). Auch dem Österreicher Dennis Novak (ATP 145), guter Freund von Österreichs Top-Star Dominic Thiem, traut Turnierdirektor Slany zumindest Außenseiterchancen zu.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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