Kirchweih Ittling

Der „Betze“ brannte zum 20. Mal

Das Austanzen des Baumes ist bei der Jugend beliebt. | Foto: Escherich2018/08/Kirchweih-Ittling.jpg

ITTLING — Der Kirchweihverein in Ittling feierte am Wochenende sein 20-jähriges Bestehen. Die Kirwa wurde deshalb, statt wie üblich an einem, an drei Tagen gefeiert. Ihrer Tradition einer kleinen familiären Veranstaltung blieben die Ittlinger dennoch treu.

Nach kleineren „Lenkschwierigkeiten“ am Samstagnachmittag verlief die Kirchweih in Ittling dieses Jahr weitestgehend reibungslos. So war es für die Kirwaboum zu Beginn schwierig den, im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal längeren, Kirchweihbaum mit dem Traktor zum vorgesehenen Platz zu rangieren. Nach einigen Anläufen gelang dies jedoch souverän. Nach dem der Baum anschließend von den Kirwamadla schön geschmückt worden war und auch die zwei Kränze angebracht waren, ging es an das Aufstellen.

An dieser Stelle half das ganze Dorf zusammen, denn die knapp 30 Meter lange Fichte musste mit Muskelkraft und nur mit Unterstützung dreier sogenannter „Schwalben“ aufgerichtet werden. Robert Fenzel übernahm das Kommando und dirigierte die Kirwaboum zu einem gleichmäßigen Krafteinsatz, bis der Baum schließlich sicher vertikal stand.

Mit vereinten Kräften wurde die 30 Meter hohe Fichte aufgestellt. | Foto: Escherich2018/08/Kirchweih-Ittling-Foto-Escherich.jpg

Ausgetanzt wurde der Baum dann, wie in Ittling üblich, am Samstagabend , wobei die zahlreichen Gäste wie immer Zeuge einer Ittlinger Besonderheit werden durften: Steve Berthold stimmte nämlich gemeinsam mit den Kirwaboum- und madla in die selbst gedichteten Kirchweihlieder ein, zu denen dieses Jahr sogar noch zehn neue Texte gekommen waren.

In ihren Dichtungen setzten sich die Kirwaboum- und maldla mit Geschehnissen und Vorfällen im Ort während des letzten Jahres auseinander. Sie gingen jedoch auch humoristisch auf die Rivalität zum Nachbarverein aus Großengsee ein.

Gewonnen haben das diesjährige Austanzen dann Melissa Greger und ihr Tanzpartner Heiko Schaub. Beide mussten somit der Kirchweihgemeinschaft ein paar Getränke spendieren. Große finanzielle Belastungen für das Gewinnerpärchen, wie sie in anderen Gemeinden üblich sind, hält man in Ittling für unangebracht. Der Spaß aller Beteiligten steht im Vordergrund.

Gute Stimmung im Bierzelt

Bereits seit zwanzig Jahren gibt es den inoffiziellen Kirchweihverein in Ittling, welcher zum heutigen Tag 39 Mitglieder zählt. Anlässlich dieses Jubiläums begannen die Feierlichkeiten dieses Jahr bereits am Freitag mit Kirchweihbetrieb und Abends mit Stimmungsmusik von „Chili Roses“, die mit ihren Coversongs zum Mitsingen und Tanzen einluden und für gute Stimmung im Bierzelt und im angrenzenden Feuerwehrgerätehaus sorgten.

Das Austanzen am Samstag, welcher der Tradition folgend weiter den Kern der Kirchweih bildete, wurde von den „Lustigen Drei“ mit Akkordeon und Gitarre begleitet, wobei die Gruppe urlaubsbedingt nur zu zweit auftrat, jedoch mit ihren Sprüchen nicht minder lustig war.

Später folgte Barbetrieb mit Musik von Dj Pheelin. Der bundesweit bekannte Dj hatte bereits vor einem Jahr auf der Kirchweih in Ittling aufgelegt. Am Sonntag wurde die Veranstaltung mit einem entspannten Frühschoppen geschlossen.

Auf dass, wie man in Ittling sagt, „der Betze“ auch im nächstes Jahr wieder „brennt“.

N-Land Niklas Escherisch
Niklas Escherisch