Rummelsberger Krankenhaus bei Hilfsprojekt aktiv

Unterstützung für Feuerkinder

Endlich ohne Krücken laufen: Emiliana (li.) kann sich dank der Orthese von Andreas Rieppel wieder frei bewegen. Für die Nachsorge ist der einheimische Orthopädietechniker Nanyaro Eliupendo verantwortlich, den Rieppel zwei Wochen u.a. in neue Arbeitstechniken einlernte.2016/08/Tansania-2016.jpg

RUMMELSBERG – Im Rahmen des Hilfsprojektes „Feuerkinder“ stellte sich auch dieses Jahr wieder ein interdisziplinäres medizinisches Team der großen Herausforderung, dringend benötigte Hilfe und Unterstützung bei der Behandlung von Menschen mit körperlicher Behinderung in Tansania zu leisten.

Die ORTHOTechnik unterstützen seit acht Jahren das Hilfsprojekt in Tansania. Neben der akuten operativen Beseitigung von Brandwunden und Folgeerkrankungen sowie angeborenen Behinderungen durch das ärztlich-pflegerische Personal wird auch das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ groß geschrieben.

Da der Bedarf enorm ist, versuchen die Helfer nicht nur, behinderten Menschen in jeder erdenklichen Art zu helfen und zu unterstützen, sondern legen auch großen Wert auf die Nachhaltigkeit des Projektes. „Es ist uns wichtig, Wissen weiterzugeben, um einheimische Fachkräfte weiter auszubilden, damit die Arbeiten außerhalb der Einsätze weiter fortgeführt werden können“, so Andreas Rieppel, technischer Betriebsleiter der ORTHOTechnik und schon zum siebten Mal dabei.

Kniffliger Fall

In diesem Jahr gab es für den erfahrenen Orthopädietechniker einen besonders kniffligen Fall zum Versorgen. Ein Mädchen Namens Emiliana hatte eine nicht verheilte Schienbeinfraktur, dadurch war ihr Fuß sehr instabil und sie konnte ihn nicht richtig belasten.

„Nachdem ein tansanischer Arzt den Fuß schon amputieren wollte, versorgte ich ihn orthopädietechnisch und Emiliana konnte erfreulicherweise nach zwei Wochen Arbeit wieder beschwerdefrei ohne Krücken laufen“, freut sich Rieppel.

Er arbeitete, wie jeder Helfer des Teams, mit einem Tansanier zusammen. Die einheimischen Techniker werden in neue Arbeitsweisen, beispielsweise bei der Herstellung orthopädischer Hilfsmittel, unterrichtet und die Ausstattung der Werkstatt wird verbessert. Die eigens vor Ort angefertigten Hilfsmittel sollen das Operationsergebnis weiter sichern, da die Nachsorge und eine Anschlussbehandlung auf Grund der schlechten Infrastruktur und weiten Wege nur schwer möglich ist. „Die ORTHOTechnik Rummelsberg wird auch weiterhin gerne die Feuerkinder auf ihren Weg unterstützen“, sagt Andreas Rieppel und freut sich schon auf nächstes Jahr.

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