Kreisliga Nord

Rasch bleibt oben! Heimische Teams dominieren die Kreisliga

Für Daniel Schneider (rechts) und die Ezelsdorfer wurde der Auswärtsauftritt jenseits der Landkreisgrenze zum Feiertag. Trotz einer extrem ersatzgeschwächten Aufstellung brachten die Lewey-Jungs aus Postbauer einen verdienten Dreier mit Hause. | Foto: Resi Heilmann2017/08/svpostbauerfcezelsdorf_2.jpg

NÜRNBERGER LAND – So macht die Kreisliga Spaß. Nach drei Spieltagen gibt die Tabelle der Nord-Staffel ein aus heimischer Sicht mehr als erfreuliches Bild ab: An der Spitze thront weiter der ungeschlagene SV Rasch, der als einziges Team der Liga zum Start drei Siege in Folge einfahren konnte. Dahinter lauert der FC Ezelsdorf, der trotz einer Notelf das Derby beim benachbarten SV Postbauer klar für sich entscheiden konnte. Und punktgleich und nur zwei Plätze dahinter findet sich schon der TSV Winkelhaid wieder, der in einem umkämpften Spiel Bezirksliga-Absteiger BSC Woffenbach niederrang.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: BSC Woffenbach – TSV Winkelhaid 1:2 (0:1) – Im Spiel gegen den Absteiger gab es für Winkelhaid nach zäher Arbeit und vielen Nicklichkeiten seitens der Gastgeber einen verdienten Sieg. Zu Beginn des Spiels hatte die Heimelf etwas mehr Spielanteile und so konnte sich Winkelhaids Torwart Reiner bereits in den Anfangsminuten mit guten Paraden auszeichnen. Die erste Aktion für die Gäste dann in der 15. Minute, als Schuster auf Zuspiel von Kümmerl etwas zu überhastet abschloss.

Bereits fünf Minuten später hatte Bachmeier die Chance zum Führungstreffer. Er zielte aber knapp am Tor vorbei. Bis zur 40. Minute war das Spiel beidseitig von Mittelfeldaktionen und wenig Torraumscenen geprägt. Kümmerl vergab dann kurz vor der Pause die nächste Chance. Im ersten sehenswerten Spielzug der TSV‘ler konnte Philipp Winter in der 44. Minute das vielumjubelte Tor zum 0:1 nach klugem Zuspiel von Schuster erzielen. Dies machte bei der Heimelf mächtig Eindruck und nacheinander wurden zwei Feldspieler des BSC mit gelb verwarnt.

Mit Beginn der zweiten Hälfte verlor Winkelhaid etwas die Übersicht und viele Fehlpässe und Stellungsfehler ermöglichten der Heimelf nun mehr Torchancen. Gleich in der 46. Minute vergab Fink für den BSC den möglichen Ausgleich. Wiederum war es Fink, der in der 55. Minute seinen Meister nun im TSV-Keeper Reiner fand. Er parierte den Schuss souverän.

Das Spiel wurde nun auch etwas nickliger, wobei die Heimelf doch sehr oft mit kleinen, aber teilweise gröberen Fouls versuchte den TSV‘ler den Schneid abzukaufen. In der 60. Minute wurde Schuster von hinten gefoult und konnte vorerst nicht mehr weitermachen. Ihn ersetzte dann Barone. Das Spiel wurde nun auf beiden Seiten immer hektischer und der Schiedsrichter hatte viel Arbeit um die Wogen immer wieder zu glätten.

In der 76. Minute rettete Torhüter Reiner nach einem Freistoß wieder sehr sicher. 15 Minuten vor Spielende konnte dann Wastl für den BSC nach unkonzentrierter Abwehr seitens der Gäste zum 1:1 treffen. Nun wurde die Partie noch fahriger und selten waren noch gute Kombinationen zu erkennen. Die TSV‘ler krönten dann ihren Einsatz in der 82. Minute, als Schlieper nach einem Konter das Leder auf Timm spielte, der dann dem Keeper keine Chance ließ und zum 1:2 einnetzte. Die Heimelf probierte nun alles und brachte sich aber durch unnötige Härte selbst aus dem Spiel. Kurz vor Ende des Spiels musste die Heimelf dann durch die Gelb-Rote Karte für Schmid mit einem Spieler weniger zurechtkommen. Winkelhaid verstand es nun, das Leder vom eigenen Tor wegzuhalten und gewann dieses Auswärtsspiel dank viel Arbeitseinsatz und letzendlich durch die besseren Kontermöglichkeiten.

 

SV Postbauer – FC Ezelsdorf 1:4 (0:2) – Im Fußball ist halt alles möglich! Mit einer absoluten Not Elf, der FCE musste sogar das Match seiner Reserve wegen Spielermangels absagen, holten die Ezelsdorfer überraschend in Postbauer beim Nachbarschafts-Derby einen sogar verdienten Dreier.

In den ersten 20 Minuten tat sich zuerst relativ wenig. Dann gelang den Ezelsdorfern in der 25. Minute durch Christian Schönweiß die Führung zum 0:1, der Assist kam von Pantelis Andörfer, der über links durchgebrochen war und querlegte. Von da an waren die Gäste spielbestimmend, nicht zuletzt auch, weil sie bereits zwei Minuten durch einen schnell ausgeführten Freistoß von Daniel Schneider überrascht wurden, der die gesamte Defensive der Postbauerer samt Keeper überlistete und ins rechte untere Eck zum 0:2 traf. Die Gastgeber waren sichtlich perplex und brachten bis zum Halbzeitpfiff nichts auf die Beine. In der zweiten Spielhälfte legten die Ezelsdorfer in der 50. Minute gleich nochmal nach, Patrick Hemmer traf mit einem unhaltbaren Wahnsinns-Freistoß aus 18 Metern genau in den oberen Torwinkel (0:3).

Dem 0:4 ging ein schöner Spielzug voraus, der an diesem Tag überragend aufspielende Pantelis Andörfer flankte weit von links, Maximilian Dötsch gab das Leder nach innen, wo Patrick Hemmer dann im zweiten Nachsetzen aus sieben Metern zum 0:4 traf. Ezelsdorf war weiterhin spielbestimmend, wobei mit spielentscheidend zu erwähnen wäre, das Lucas Warnhofer den Goalgetter der SVP, Jürgen Beyer, bis auf dessen Anschlußtreffer in der 81. Minute weitgehendst neutralisieren konnte. Die letzten zehn Minuten verliefen zwar recht abwechslungsreich, am 1:4 Sieg für den FCE änderte sich nichts mehr.

 

SV Rasch – DJK Schwabach 2:1 (1:0) – Mit einem verdienten Sieg und einer nach wie vor blütenreinen Weste behaupteten sich die Rascher mit dem dritten Dreier weiter an der Tabellenspitze. Die erste Chance für die Gastgeber ergab sich gleich in der zweiten Spielminute, leider wurde sie etwas zu hektisch vergeben. Die Ausgangslage der Gastgeber war von vorneherein klar, mit hohem Tempo sollte der Gegner unter Druck gehalten werden und auf Sieg gespielt werden. Daher rollte auch Angriff auf Angriff in Richtung Schwabacher Tor, die DJK stand sehr tief und lauerte auf Kontermöglichkeiten.

In der 13. Minute spielte Rasch über vier Stationen aus der eigenen Defensive und ab der Mittellinie ging es dann sehr schnell. Nach einem Steilpass flankt Daniel Eckersberger von links zehn Meter vor das gegnerische Tor, Philipp Möhrle legt auf und Alexander Vöge schiebt aus vier Metern zum 1:0 ein.

Rasch dominierte zwar in der ersten Hälfte, letztendlich fehlte jedoch beim Abschluss die nötige Genauigkeit. Etwas umgestellt und mit neuem Elan kam die Platz Elf aus der Kabine. Gleich in der 46. Minute dann das 2:0, Spielertrainer Florian Schmidt führte aus dem Halbfeld einen Freistoß aus, Tobias Birkelbach sprintete in die Gasse und hämmerte das Leder aus sechs Metern unter den Querbalken. Schwabach machte nun mehr, der Rascher Keeper Felix Ortegel konnte einmal mit einer herausragenden Reaktion klären. In der 55. Minute wurde der Rascher Alexander Vöge in einer unübersichtlichen Situation wegen eines vermeintlichen Stürmerfouls mit einer überharten Entscheidung des Schiri mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. In Unterzahl mussten die Rascher dann mit einem unhaltbaren Distanzschuss aus 18 Metern das 2:1 hinnehmen. Danach warfen die Gäste nochmal alles nach vorne, den Gastgebern eröffnete sich noch die eine oder andere Konterchance. Letztendlich blieb es dann beim knappen aber verdienten 2:1-Sieg für Rasch.

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