Burgthanner geehrt

Heimatpreis geht an die Eppelein-Festspiele

Eine kleine Szene aus dem Festspiel wurde unter der Begleitung des Collegium Patriciorum für die Anwesenden vorgespielt. | Foto: Elke Leser2018/07/Burgthann-heimatpreis-Eppelein2.jpg

BURGTHANN – Die Eppelein-Festspiele Burgthann haben eine große Auszeichnung erhalten: Die Initiatoren und Akteure bekamen aus den Händen von Staatsminister Albert Füracker den Heimatpreis Mittelfranken verliehen. Mit einer Delegation von 25 Personen ging es in die Ansbacher Orangerie.

Schon Wochen vorher war die Freude riesengroß bei der Fördergemeinschaft Burg Burgthann, als die Einladung zur Preisverleihung kam. „Wir freuen uns sehr über diese besondere Wertschätzung“, bekannte der Regisseur der Eppeleinfestspiele Helmut Buchner.

In der Orangerie herrschte eine besonders festliche Stimmung. Neben den Eppeleinern bekamen der Heimatverein Herzogenaurach, der Historische Eisenhammer Eckersmühlen, die Kinderzeche Dinkelsbühl, die Michaelis-Kirchweih Fürth, die Osingverlosung und der Rothenburger Meistertrunk einen Preis.

Teinehmer in Kostüm und Tracht

Viele der Teilnehmer waren im Kostüm oder Tracht gekommen. Staatsminister Albert Füracker begrüßte zu Beginn alle Preisträger sowie viele Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Kirche. Er hob hervor, dass in Mittelfranken die Bedeutung von Tradition immer noch eine große Rolle spielt. Er dankte den Preisträgern, dass sie so engagiert sind und Kultur- und Brauchtum hochhalten. Umfragen hätten ergeben, dass es einen hohen Wohlfühlfaktor erzeuge, in Mittelfranken beziehungsweise in Bayern zu leben.

Das Wohlfühlland Bayern zeichne sich durch hohe Lebensqualität und starke Identifikation seiner Einwohner mit ihrer Heimat aus. Heimat bedeute dabei mehr als die Schaffung von wirtschaftlich perfekten Rahmenbedingungen. Erst durch gemeinsame Traditionen entstehe Zusammengehörigkeit. In Bayern sei besonders das Brauchtum fester Bestandteil des einzigartigen Lebensgefühls. „Sie alle leisten ihren Beitrag dazu, dass Heimat nicht nur gelebt, sondern auch gestaltet wird.“

„Fränkisch für Anfänger“

Vor der Verleihung gab es eine Gesprächsrunde mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, der ehemaligen Rennrodlerin Sylke Otto und dem Kabarettisten Bernd Regenauer. Die Fragen und Gespräche drehten sich um das Thema Heimat. Füracker übernahm dabei die Rolle des Moderators und diskutierte alle Facetten fränkischen Lebens.

Dabei wurden mit einem Augenzwinkern viele Ansichten beleuchtet, egal ob es ums Essen, um Brauchtum, Traditionen, Eigenheiten oder Dialekt ging. Oft hatte er die Lacher auf seiner Seite, weil er aus der Oberpfalz stammt, und da durfte die eine oder andere verbale Spitze nicht fehlen. Von Kabarettist Bernd Regenauer bekam er sogar ein Buch geschenkt „Fränkisch für Anfänger“.

Auszug aus dem Prolog

Die Gruppe „Collegium Patriciorum“ der Eppeleinfestspiele hatte danach die Ehre, auf der Bühne aufzutreten. Gemeinsam mit Helmut Buchner, Lothar Wiegand und der Lautenbegleitung von Hannes Hiller spielten sie einen kleinen Auszug aus dem Prolog des Eppeleinfestspieles.

Im Anschluss fand die Preisverleihung statt. „Heute ehren wir Menschen, die in Mittelfranken unsere Lebensart und Traditionen pflegen. Sie sorgen dafür, dass unsere Bräuche fortbestehen und an zukünftige Generationen weitergegeben werden“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker fest. Auch wirke ein großer Zusammenhalt integrativ.

In der Laudatio für die Burgthanner hieß es unter anderem: „Dank des großartigen Engagements der zahlreichen Mitwirkenden wird Vergangenes wieder lebendig und ein wichtiges Stück Heimatgeschichte in Bayern bleibt auch zukünftig in Erinnerung.“ Betty Püntzner, die Vorsitzende der Fördergemeinschaft, bedankte sich im Namen ihrer Mitstreiter.

Beim nachfolgenden Stehempfang im Garten der Orangerie war dann genügend Zeit für Reflektionen dieser schönen Veranstaltung und für einen regen Erfahrungsaustausch.

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