450 Helfer beim „Tag der Umwelt“

Die blauen Müllsäcke waren schnell gefüllt

Bei idealem Wetter fanden sich genügend Freiwillige, die ihren Ort von Schmutz und Abfall befreiten. | Foto: Rösler2016/04/db-burgthanntagderumwelt3.jpg

BURGTHANN – Viele Burgthanner sind dem Aufruf der Gemeinde „Ramma demma“ gefolgt, denn pünktlich zum Frühjahrsbeginn soll die knapp 11.500-Seelengemeinde sauber aussehen.

Die Sonne strahlte und das Quecksilber im Thermometer knackte fast die 20-Grad-Marke. Man hätte sich ganz entspannt in die Hängematte legen können, doch dafür wäre dieser Tag wohl zu schade gewesen. Während viele in ihren Gärten das Laub und Unkraut entfernten, machten sich über 450 freiwillige Helfer auf, um den Unrat auf Wegen, am Straßenrand, im Gebüsch, im Wald und an öffentlichen Plätzen zu beseitigen. Treffpunkte waren die Feuerwehrhäuser in Mimberg, Ezelsdorf, Burgthann, die alten FFW-Häuser in Ober- und Unterferrieden, das Dorfgemeinschaftshaus Grub und das Fischereiheim in Schwarzenbach.

Fotos Burgthann RammaDemma-02April2016-27

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Bürgermeister Heinz Meyer begrüßte alle Anwesenden in Burgthann und sprach seinen Dank allen Fleißigen in der gesamten Gemeinde aus. Erstaunlich war die Resonanz der kleinen Helfer, die die Anzahl der Erwachsenen schon fast toppen konnte. Ganze Familien beteiligten sich am „Tag der Umwelt“, um der Natur in ihrer Heimat etwas Gutes zu tun. „Ihr räumt den Dreck weg, den andere einfach wegschmeißen und somit die Umwelt verschmutzen“, lobte Meyer. Mit blauen Säcken und Handschuhen, die die Gemeinde zur Verfügung stellte, schwärmten die Helfer aus, Greifer wurden selbst mitgebracht. Auch die Asylbewerber machten rund um die Bergstraße in Burgthann sauber.

In Ezelsdorf spazierte eine ganze Schar von Helfern am Fluss entlang. „Mich wundert es, dass man ein Sitzpolster einfach so wegwirft“, berichtete eine Frau. Auch die üblichen Klassiker, wie beispielsweise Autoreifen, Radkappen, Zigarettenschachteln und viel Kleinkram, fanden in den Säcken Platz. Schnell waren die Mülltüten voll und die Mitarbeiter vom Bauhof hatten mit der Entsorgung alle Hände voll zu tun.

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Farbtöpfe, Eisenstangen, Rohre, Seile, Kabel, Fahrradkorb und einige schwere Trümmer mehr fuhren die Aktiven weg. Manch einer half mit seinem eigenen Traktor aus. Die Hilfsbereitschaft war enorm. Es fiel auf, dass außerhalb der Ortschaften mehr „unerwünschter Schatz“ anfiel, als in den Ortsteilen selbst.

Das Engagement ist zugleich ein Appell an die Bürger und Touristen, ihren Unrat stets mit nach Hause zu nehmen oder die dafür vorgesehenen Müllbehälter zu benutzen. Viel Müll lag oftmals auch neben den Mülleimern, obwohl diese sogar ziemlich leer waren. Wenn auch die Quantität an Abfall in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist, ist die Anzahl an mit Abgall gefüllten Säcken an solchen Aktionstagen doch noch recht hoch. Gerade Glas- oder Plastikflaschen verrotten in der Natur nicht, so dass sie für den Boden und die Tierwelt Gift sein können.

Bei den beteiligten Kindern ist wohl der umweltbewusste Umgang mit Müll in den Köpfen schon verankert: „Komisch, was die Leute alles wegwerfen“, stellte der Nachwuchs fest.

In Pattenhofen fand diese Aktion bereits am späten Freitagnachmittag statt. Hier wurden unter anderem das Ufer der Schwarzach und die Straßen bis nach Altenthann unter die Lupe genommen.

Die Gemeinde bedankte sich in Form eines deftigen Mittagessens mit Leberkäse, Kartoffelsalat und Getränken. Sabine Rösler

Erstaunlich groß war auch die Zahl der jungen Helfer.
Erstaunlich groß war auch die Zahl der jungen Helfer.2016/04/db-burgthanntagderumwelt2.jpg
Ausgerüstet mit Greifer, großen Müllsäcken und Handschuhen machten sich die großen und kleinen Umweltschützer ans Werk.
Ausgerüstet mit Greifer, großen Müllsäcken und Handschuhen machten sich die großen und kleinen Umweltschützer ans Werk.2016/04/db-burgthanntagderumwelt1.jpg
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