Raiba-Weihnachten

Glyphosat ist kein Pestizid

Dialog mit Bauern fördern

Stefan Igelhaut setzt sich für Artenvielfalt ein und wurde für seinen Ia-Honig ausgezeichnet. | Foto: privat2017/11/igelhaut-neu.jpg

OBERFERRIEDEN – Kleine Ursache – große Wirkung: In unserem Artikel über den Imker Stefan Igelhaut wurden versehentlich Begriffe vertauscht, was einige Leser mit großem Unmut zur Kenntnis nahmen. Das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wurde versehentlich als Insektizid bezeichnet, das mit Schuld daran trage, dass Bienen orientierungslos werden und nicht mehr in ihren Stock zurückfinden.
So hat das der Fachmann nicht gesagt. Er hat sich auf Mittel gegen den Insektenfraß bezogen, den die Immen über die Maispflanzen aufnehmen, nicht aber auf den Unkrautvernichter. Diesen Fehler bitten wir zu entschuldigen.
Auf das Herbizid Glyphosat ist der Naturschützer aber dennoch nicht gut zu sprechen, auch der Einsatz dieses Mittels töte nachweislich, wenn auch nicht direkt, die Bienen: „Herbizide wie Glyphosat tragen dazu bei, dass auch blühende Ackerbeikräuter (Unkräuter!) verschwinden. Hierdurch werden die Lebensbedingungen nicht nur der Insekten verschlechtert.“
Teil der Landwirtschaft
Er plädiert aber unbedingt auch für den Dialog zwischen den Landwirten, den Imkern, die ja auch ein Teil der Landwirtschaft sind, und der zunehmend kritischen Bevölkerung: „Viele Landwirte engagieren sich bereits vorbildlich durch die Ansaat von Blühflächen, Blühstreifen um Maisäcker oder die Pflege von Heckenstrukturen in der Landschaft für die Aufrechterhaltung der Artenvielfalt.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler