Frauenfußball

Dämpfer für Oberferrieden

Die Mörsdorferin Carolin Sturm (links) im Zweikampf mit Jana Blum vom FSV Oberferrieden. | Foto: Vogt2018/10/fsvoberferrieden_sgmoersdorfII.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die Serie hält auch in der Landesliga an, die weiterhin ungeschlagenen Fußballfrauen des FC Ezelsdorf holten einen Punkt in der Fremde und thronen weiterhin an der Tabellenspitze. Die Reserve patzte in der Bezirksliga in Zirndorf. In der Kreisliga sicherten sich die Aufsteigerinnen aus Röthenbach mit einem weiteren Kantersieg in Grafenberg den zweiten Tabellenplatz. Die Mädels des FSV Oberferrieden mussten gegen Mörsdorf II einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Weiterhin auf der Erfolgswelle reitet die SpVgg Diepersdorf, die ihren zweiten Dreier in Folge einfahren konnte.

Frauen-Landesliga Nord: FC Karsbach – FC Ezelsdorf 1:1 (0:0) – Von Beginn an war die Partie von vielen harten Zweikämpfen geprägt, die sich aber trotzdem auf sehr fairem Niveau bewegte. In der ersten Hälfte erspielten sich die Ezelsdorferinnen ein gewisses Übergewicht und konnten auch die ersten Abschlussversuche verbuchen. In der 15. Minute brach Julia Hirschmann auf der rechten Seite durch, brachte den Ball zu Emma Ring, deren Schuss wird von der Karsbacher Torhüterin Melissa Mennig pariert. Mitte der Halbzeit bekam Melanie Schneider einen Abpraller vor die Füße und ließ noch eine Verteidigerin aussteigen, doch das Leder ging über das Tor. Die zwingendste Möglichkeit dann in der Schlussminute der ersten Hälfte, die Karsbacher Torhüterin konnte einen Freistoß von Nadja Eckstein gerade noch an die Latte lenken, und Michaela Bayer vergab den Abpraller aus kurzer Entfernung. Zu Beginn der zweiten Hälfte dann der Schock für die Gäste, ein Ballverlust in der Vorwärtsbegegnung, die Karsbacher Spielführerin tauchte plötzlich freistehend vor dem Tor des FCE auf und traf aus spitzem Winkel zum 1:0 (50.). Nach dem Führungstreffer kippte das Spielgeschehen zu Gunsten der Gastgeberinnen die nun mehr Zweikämpfe gewinnen konnten und allgemein auch etwas aggressiver und spritziger auftraten. Dies dauerte aber dann nur noch bis zur 68. Minute, Annika Görrissen wurde auf dem Weg zum Karsbacher Tor regelwidrig gehalten. Den fälligen Freistoß aus 20 Metern setzte Nadja Eckstein zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. In den letzten 20 Minuten waren die Ezelsdorferinnen wieder bedeutend besser im Match, das Geschehen war danach vollkommen ausgeglichen mit vielen Zweikämpfen, die sich vorwiegend im Mittelfeld abspielten. Unterm Strich war das Remis und die Punkteteilung gerecht.

Frauen Bezirksliga 1: TSV Zirndorf – FC Ezelsdorf II 2:1 (0:1) – Es entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, die Gastgeberinnen wurde immer dann gefährlich, wenn sich die Gäste Fehler erlaubten. Echte Chancen hatte Zirndorf zunächst nicht, Ezelsdorf war durch einen Distanzschuss von Julia Feldberger (20.) gefährlich. In der 28. Minute gingen die Gäste dann mit 0:1 in Führung, nach schönem Zuspiel von Julia Feldberger setzte sich Melanie Felber gegen ihre Bewacherin durch und konnte das Leder im Fallen im Zirndorfer Kasten unterbringen. Auch in der zweiten Hälfte war das Match eher ausgeglichen, Zirndorf konnte jedoch gleich in der 51. Minute durch Anne Nickel aus dem Gewühl vor dem Ezelsdorfer Tor zum 1:1 ausgleichen. Ezelsdorf ließ dies unbeeindruckt, und man konnte sich in der Folge noch einige gute Möglichkeiten erspielen. Ein Freistoß von Julia Feldberger klatschte an die Querlatte (55.), fünf Minuten später wurde Pauline Warnhofer freigespielt und strebte aufs Tor zu, wurde dabei aber von Jasmin Pirner festgehalten, die dafür prompt Rot bekam. Der Freistoß brachte nichts ein. Trotz der Unterzahl waren die Gastgeberinnen auf einmal besser im Spiel, die Ezelsdorferinnen versäumten es, die zahlenmäßige Überlegenheit umzumünzen. Vor allem die Zirndorferin Nadine Pirner stellte die Ezelsdorfer Abwehr das eine und andere Mal vor Probleme, scheiterte aber zunächst einige Male an der Ezelsdorfer Torhüterin Verena Schöpfer. Ezelsdorf bemühte sich ebenfalls um den Siegtreffer, der nach einem Fehler in der FCE-Abwehr und einem Querschläger in der 82. Minute der umtriebigen Nadine Pirner gelang.

Frauen Kreisliga: (SG) DJK Grafenberg – (SG) FV Röthenbach/b. A. 0:7 (0:4) – Es war praktisch ausgedrückt ein reiner Einbahnstraßen-Fußball in Richtung des Grafenberger Tores. Nach nur sechs Spielminuten lagen die Gäste durch zwei Treffer (2./6.) ihrer Goalgetterin Melanie Hadamek vorne. Assistiert hatten ihr dabei Cynthia Betz und Clarissa Lumpi. In den folgenden Minuten hatte Ines Hirschmann zwei gute Möglichkeiten, ehe in der 22. Minute Melanie Hadamek nach Zuspiel von Clarissa Lumpi mit dem 0:3 den Hattrick perfekt machte. In der gleichen Art und Weise ging es dann so weiter, die Gastgeberinnen kamen überhaupt nicht zur Entfaltung. Röthenbach erspielte sich im Fünfminutentakt beste Möglichkeiten und kam dann folgerichtig in der 35. Minute zum 0:4. Wieder war es Melanie Hadamek, die im Strafraum einen Zweikampf mit erfolgreichem Torschuss abschloss. In der zweiten Halbzeit bot sich das gleiche Bild, nur mit dem Unterschied, dass sich mit Ines Hirschmann eine andere Schützin in die Scorerliste eintragen konnte. Nach einem Alleingang kullerte ihr Abschluss gerade noch zum 0:5 über die Torlinie (58.). Nach einer Flanke von Clarissa Lumpi in der 62. Minute lenkte eine Abwehrspielerin der Gastgeberinnen den Ball zum 0:6 in die eigenen Maschen. Ein spektakuläres Tor gelingt Ines Hirschmann in der 75. Minute, ein Zuspiel von Melanie Hadamek nimmt sie direkt in der Luft und versenkt das Leder zum 0:7-Endstand ins linke obere Toreck.

Frauen Kreisklasse Nord: FSV Oberferrieden – SG Mörsdorf II 1:3 (0:1) – Die Gäste aus Mörsdorf waren von Beginn an besser im Spiel. Viel aggressiver und mit mehr Leidenschaft erarbeiteten sich die Gäste Vorteile und kamen zu einigen Abschlüssen. Diese gingen jedoch vorbei, oder die Torhüterin der Gastgeberinnen Teresa Healey konnte parieren. In der 27. Minute dann die Führung. Nach einem Eckball brachte der FSV den Ball nicht weg und Franziska Walter traf aus dem Gewühl heraus zum 0:1. Kurz vor der Pause noch mal eine gute Chance für Mörsdorf, die Stürmerin brachte den Kopfball nicht aufs Tor. Der FSV kam in Hälfte eins zu keiner nennenswerten Chance so ging es mit dem 0:1 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel war die Heimelf wie ausgewechselt und kam in der 51. Minute zum Ausgleich. Jana Wiesand setzte sich gegen mehrere Gegenspielerinnen durch, legte zurück auf Tina Kellermann, die überlegt zum 1:1 einschob. Nur fünf Minuten später hatte Jana Wiesand die Führung auf dem Fuß. Im direkten Gegenzug ging dann Mörsdorf nach einem langen Ball durch Juliane Meixner wieder mit 1:2 in Führung. Die Gäste kamen dadurch auch wieder besser ins Spiel. In der 73. Minute dann die Vorentscheidung zum 1:3 durch einen Distanzschuss. von Eva Gerngroß. Kurz vor Ende hatte Jana Wiesand noch mal eine gute Chance zum Anschlusstreffer doch die gut aufgelegte Gäste-Keeperin Pia Harrer schnappte ihr den Ball vom Fuß. Somit blieb es beim verdienten Auswärtssieg für die (SG) TSV Mörsdorf II.

Frauen Kreisklasse 2: SV Osternohe – SpVgg Diepersdorf 0:5 (0:3) – Nach anfänglich etwas zerfahrenem Beginn bekamen die Diepersdorferinnen das Spiel mehr und mehr in den Griff und gingen dann auch in der 27. Minute in Führung. Bei einem schnellen Angriff passte Sabine Walter auf Debora Menzel, die für das 0:1 für die SpVgg sorgte. In der 39. Minute führte Debora Menzel einen Eckstoß aus, der von einer Osternoher Abwehrspielerin zum 0:2 unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde. Wenige Minuten später flankte Kristina Hlawatschke, Debora Menzel legte das Leder an der Strafraumkante ab, und Nadine Hartrumpf zog unhaltbar zum 0:3-Halbzeitstand ab (43.). Zu Beginn der zweiten Hälfte ging es gleich wieder genauso weiter. In der 49. Minute kam wieder ein von Debora Menzel getretener Eckball nach innen, Jaqueline Singer reagierte am Fünfer am schnellsten und schloss aus kurzer Entfernung zum 0:4 ab. Alle guten Dinge sind drei, eine weitere Ecke von Debora Menzel landete punktgenau bei Nadine Hartrumpf, die mit einem Klasse-Kopfball das 0:5 erzielen konnte. Das Ergebnis hätte für Diepersdorf sogar noch höher ausfallen können, allein viermal stand das Gehäuse bei Abschlussversuchen im Wege.

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