Kult-Franke XXUwe im Interview

„An bossidiifn Baddscher brauchsd scho“

XXUwe mit seinem Skihelm und der bunten Lederjacke, im Hintergrund Rauch in den Farben des Clubs. | Foto: privat2018/02/Burgthann-XXUwe-Portrait.jpg

BURGTHANN – Aus dem Nähkästchen: XXUwe erzählt von seiner Arbeit und ein bisschen aus seinem Leben. Der Bote hat sich mit dem Kult-Franken unterhalten und ihm ein paar Fragen gestellt. Die Antworten: natürlich im originalen Fränkisch!

XXUwe, wie kamen Sie eigentlich auf die Idee, Tiervideos fränkisch zu synchronisieren?

XXUwe: Naja soong mers einfach amol assu: Anweng an bossidiifn Baddscher brauchsd derzou scho. Wenn i mer a Viech ohschau dengg i mer eigendlich schdändich, woos kennd des Viech etz grood denggn oder was schwirrd da grood im Kuupf umernander. In Verbindung miid unserm fränggischn Dialeggd kummd des dann aaf jeden Fall gscheid lusdich. Mei Nachbars Katz wenn mi ohschaud, waas i aaf jedenfall hunderbrozendich, das däi sich denggd: „Bald sch… in widder in sein Gaddn“ – und zagg am nexdn Dooch hassd widder di Läbri im Rosenbeed!

Haben Sie damit gerechnet, dass die „Franken Animals“ so gut ankommen?

XXUwe: Ich hab mer da ehrlich gsachd goor kanne Gedanggn drüber gmachd, in erschder Linie machd mer däi Ärberd selber gscheid vill Schbass. Aber es is werggli schee wemmer aweng a Feedbägg gräichd und die Leid drüber lachn kenner. Do sinn dann manchmool 25 bis 30 Stunden Ärberd, däi mer im Doonschduudio verbrachd hadd, schnell vergessn.

Was war das schönste oder lustigste Kompliment, das Sie für Ihre Arbeit bekommen haben?

XXUwe: Bassd scho! Na Gschmarre, ich hob bisher vill scheene Sachn erlehm derfn. Aber is scheensde wor vo am junger Burschn der nach acht Wochn Koma im Krankenhaus durch meine Videos widder ohgfangger hod zu lachn und sei Mudder hadd mer des alles derzilld, des woor gscheid schee.

Wie sieht Ihre gemeinsame Arbeit mit Gnoddzn aus?

XXUwe: Massdns kummer solche Sachn schbonndaan. Dann werd a kurz Brääinschdoormingg gmachd, a Seidlaa aafgrissn und losgleechd. Neilich hoob i blous gscheid Angsd um Ihn ghabd, do hadder nämli die Männgergribbm derwischd, also braggdisch kurz vuurm Exiduus. Aber etz gäids scho widder.

Können Sie sich vorstellen Ihre Arbeit auszuweiten und auf Anonymität zu verzichten?

XXUwe: Soong mers amol assu, es kummd alles wäis kummd. An erschder Schdell kummd mei Familie und ich frei mi aaf die Geburdd vo meim erschdn Waggerlaa des Joohr. An JuuuDuub Kanool hobbi ja, vielleichd mach i a Duudooriaal mim Seidlaas Siggi – „Wäi drügged mer se am bessdn vuurm Windlwechsln“. Bezuung aaf däi Anonymidääd – mich hom scho mehr gfroochd ob i mi ned amol auszäing mecherd! Nou hobbi mi hald naggerd gmachd. Ich habb ja ned gwissd das däi blous mein Helm maaner! Fassd häddi dann nu an Verdrooch für an Eroodiggkalender underschriem, nou häddn mer däi Schneggerlaa di Buudn eigrumbbld, dou kummsd in an Schruudl nei…na do bleib i läiber anonüüm.

Haben Sie für die Zukunft besondere Pläne?

XXUwe: Ich mou der ja ned alles verroodn ne, wäi gsachd es kummd alles wäis kummd und aweng a Überraschung is ja bekanntlich ned schlechd.

Mehr Information auf der Internetseite www.xxuwe.de.

N-Land Maria Mock
Maria Mock