Unbekannte ignorieren Sperrung der Gibitzenhofstraße

Amphibien in Gefahr

Wenn Autofahrer zurzeit in den Abend und Nachtstunden durch die Gibitzenhofstraße fahren, werden bei entsprechender Witterung, wenn sich die Amphibien auf den Weg machen, hunderte von Tieren überrollt. | Foto: Fotolia2017/03/Tote-Kroete.jpg

BURGTHANN – In Burgthann schlagen Naturschützer Alarm, weil rücksichtslose Autofahrer einfach Sperrungen ignorieren, die die Gemeinde wegen der jetzt einsetzenden Amphibienwanderungen aufgestellt hat.

Die Verbindungsstraße von Burgthann nach Westhaid ist seit geraumer Zeit wegen der dortigen Amphibienwanderungen von den Abendstunden bis in den frühen Morgen (19 bis 7 Uhr) gesperrt. Die Tiere wandern vom Wald über die Asphaltstraße zu ihren Laichplätzen im Schwarzachtal.

Damit die Molche und Kröten nicht unter die Räder von Autos kommen, die über die Gibitzenhofstraße nach Westhaid hinauf fahren, hat die Gemeinde in Absprache mit der Polizei in Altdorf sowohl in Burgthann wie auch am Westhaider Ortsrand Absperrungen aufgestellt. Einigen Autofahrern passt das nicht. Anfangs haben Unbekannte die Sperren einfach über eine Wiese umfahren. Als die dann so postiert wurden, dass eine Umfahrung nicht mehr möglich war, hat man die Barrieren einfach von der Straße gezogen und umgeworfen.

Norbert Behr vom Bund Naturschutz in Burgthann erinnert daran, dass Amphibien wie beispielsweise auch Fledermäuse einen besonderen Schutz genießen. Wenn Autofahrer einfach die wegen einer Amphibienwanderung gesperrte Straße benutzen, machen sie sich strafbar. Sie verstoßen gegen naturschutzrechliche Bestimmungen.

Die Altdorfer Polizei ist inzwischen informiert und wird an der Straße verstärkt kontrollieren. Wenn jetzt das Wetter umschlägt und es mit dem Beginn des Wochenendes regnerisch und nass wird, rechnen die Naturschützer in Burgthann mit starkem „Amphiebienverkehr“ auf der Gibitzenhofstraße.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten