Kirchweih

Bullacher mussten beim Baumaufstellen „nachsitzen“

Da war die Welt noch in Ordnung: Die Bullacher Kirwaboum mit dem ersten, schön geschmückten Kirchweihbaum. Beim Aufstellen brach dann allerdings die Spitze ab, sodass kurzerhand ein zweiter Baum aus dem Wald geholt werden musste. | Foto: Heck2018/08/kirchweih-bullach-1.jpg

BULLACH — Auch eine abgebrochene Kirchweihbaumspitze konnte den Bullachern ihre Kirwa nicht vermiesen: Vier Tage Stimmung hieß es trotz tropischer Temperaturen bei der 23. Bullacher Kirwa im Festzelt am „Vogelbeerbaum“, neben dem Feuerwehr-Haus.

Nachdem früher die Kirchweih in dem Laufer Ortsteil als reine Wirtshauskirwa im „Gasthaus Zur Krone“ im Oktober gefeiert wurde, veranstalten die Bullacher ihre fränkische Dorfkirwa jetzt im Sommer und heuer schon zum 23. Mal mit großem Erfolg als stimmungsvolle Zelt-Kirwa. An den ersten drei Festtagen herrschte eine tolle Stimmung am Festplatz mit Auftritten verschiedener Musikkapellen, aber auch in der ganzen Ortschaft.

Bereits am Freitag gab es zur Eröffnung nach altem Brauch die Verkostung der Vogelsuppe, dann folgte das in der Gegend übliche „Anschießen“ der Kirwa durch die Siegersdorfer Böllerschützen. Gleich anschließend der Bieranstich durch Ortssprecher Sascha Ott, der diese Ehrensache gewohnt routiniert mit zwei Schlägen ausführte. Am Abend sorgten „Die Lederhosen“ für beste Stimmung.

Zug durch den Ort

Samstagmittag war dann für die zwölf Kirwa-Boum und die unterstützenden Altkirwaburschen Treffpunkt am Dorfplatz zum Kirwabaum holen. Am Nachmittag wurde der geschmückte 27-Meter-Baum von einem MAN-Oldtimer-Bulldog in einem stattlichen Kirwazug – musikalisch begleitet von den „Kirchröttenbacher Kirwa-Musikanten“ – durch den Ort gezogen. Das Aufstellen des Baumes endete dann aber mit einem Fauxpas, denn die Spitze brach ab. Sofort wurde der Baum mit der Motorsäge zu Brennholzstücken verarbeitet und aufgeschichtet. Handlungsschnell und ganz unspektakulär ging es für die Mannen um „Kirwaboum-Vorstand“ Dominik Ziegler in den nahen Gemeindewald, um flugs eine weitere 24-Meter-Fichte zu fällen und im zweiten Versuch erfreulicherweise glatt, erfolgreich und erleichtert in die Senkrechte zu stellen.

So nahm das Fest mit einiger Verzögerung doch noch seinen gewohnten Verlauf. Der Rockabend mit „Edelherb“ entschädigte angemessen für das kurzfristig entstandene Nachmittagsproblem. Der Sonntag begann mit dem Frühschoppen. Dann stand das lustige, schon obligatorische „Fässla ausgroom“ auf dem Programm und am frühen Abend das Baumaustanzen mit den „Kirchröttenbacher Kirwa-Musikanten“. Die Krönung des Sonntags war der Auftritt der „Moosbüffel“, der bekannten Kirwa-Party-Band aus der Oberpfalz.

Frühschoppen mit „Mönchen“

Am Kirchweihmontag war ab 10 Uhr der beliebte, traditionell getrennte „Männer und Frauen-Frühschoppen“ mit den „Bullacher Mönchen“ und Stimmungsmusik mit den „Allrounds“ angesagt. Den Kirwaausklang übernahm die Partyband „Dingl-Dangl & Friends“. Die Bullacher Kirwamadla und Kirwaboum freuten sich jedenfalls über den guten Besuch über das ganze Wochenende, als verdiente Belohnung für ihre mit viel Aufwand betriebene reibungslose Fest-Organisation.

N-Land Georg Heck
Georg Heck
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