Karl-Heller-Stift in Röthenbach

Betrieb im neuen Altenheim läuft

Der Neubau des Karl-Heller-Stifts an der Werner-von-Siemens-Allee in Röthenbach ist in den letzten Tagen bezogen worden. | Foto: Buchner-Freiberger2018/08/karl-heller-stift-roth-einzug1.jpg

RÖTHENBACH — Nach nur gut eineinhalb Jahren Bauzeit ist in dieser Woche das neue Karl-Heller-Stift der Stadtmission im Röthenbacher Baugebiet „Steinberg II“ bezogen worden. 89 Bewohner sind aus dem bisherigen Altenheim am Speckschlag umgezogen.

Hochbetrieb herrschte in den letzten Tagen in der Werner-von-Siemens-Allee. Nacheinander rückten die Möbelwagen sowie die Krankentransporte mit den Bewohnern an. Bereits in der Woche zuvor waren die Betten geliefert worden, das notwendige Pflegematerial wurde eingeräumt, Türschilder angebracht und einiges mehr. Außerdem wurden die notwendige EDV, Telefon, Brandschutzanlage und Notrufsysteme installiert.

89 Bewohner aus dem alten Karl-Heller-Stift haben sich für den Umzug ins neue, aber eben auch etwas teurere Domizil entschieden. Lediglich sechs Menschen seien nicht mitgekommen, sagt Thomas Staudigl, Leiter des Seniorenzentrums am Tiergärtnertor in Nürnberg, der den Neubau und den Umzug in Röthenbach koordiniert und begleitet hat.

ASB half beim Umzug

Der ASB Lauf, der mit fünf Fahrzeugen im Einsatz war, brachte die Senioren ins neue Heim. Dort wurden sie erst einmal in der Cafeteria versorgt, bevor sie ihre neuen (Einzel-)Zimmer bezogen. Dabei habe man laut Thomas Staudigl darauf geachtet, dass Bewohner, die schon zuvor in einem gemeinsamen Wohnbereich untergebracht waren, auch jetzt wieder gemeinsam leben.

In der Cafeteria wurden die Bewohner versorgt, bevor sie ihre neuen Zimmer beziehen konnten. | Foto: Stadtmission2018/08/karl-heller-stift-umzug-bewohner.jpg

Von Seiten der Stadtmission waren rund 70 Mitarbeiter am Umzug beteiligt, in erster Linie natürlich das Personal des Karl-Heller-Stifts, aber auch andere Beschäftigte aus den Bereichen Hauswirtschaftsservice, Haustechnik oder der EDV-Abteilung. Der Umzug habe reibungslos geklappt, besonders auffällig sei, wie einfühlsam mit den Bewohnern umgegangen wurde, bedankt sich Einrichtungsleiterin Ursula Esslinger.

Jetzt laufen noch Nachbesserungsarbeiten, außerdem müssen sich die Abläufe und Wege einspielen. In den nächsten Tagen ziehen weitere Bewohner ein. Ab Anfang September sind auch die 32 Zwei-Zimmer-Apartments im Bereich „Betreutes Wohnen“ bezugsfertig, die zurzeit noch gereinigt werden.

Insgesamt stehen an der Werner-von-Siemens-Allee 105 Plätze in der offenen Pflege, 22 in einem „beschützten“ Bereich für Demenzkranke, acht in einer „Pflegeoase“ (diese wird ihren Betrieb etwas später aufnehmen) und eben 32 im Betreuten Wohnen zur Verfügung. Auf dem 6500 Quadratmeter großen Areal befinden sich unter anderem eine Cafeteria und eine Kapelle. Der Spatenstich war im November 2016 erfolgt, im November soll es einen Tag der offenen Tür geben.

Was passiert mit dem Altbau?

Was mit dem Altbau am Speckschlag passiert, ist noch nicht entschieden, sagt Tabea Bozada, Pressesprecherin der Stadtmission Nürnberg. Derzeit laufen Gespräche, als ziemlich sicher gilt jedoch, dass die Stadtmission das Gebäude nicht verkaufen, sondern weiterhin selbst nutzen möchte.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger