Fußball Bezirksliga 1:

Aus der Traum: FC Ottensoos und SpVgg Diepersdorf sind die ersten Absteiger

Dominik Beier (links ) und Dennis Zyder (2. v. li.) schauen dem Ball genau so gespannt hinterher wie Andreas Gruner (2. v. re.) und Torwart Sebastian Hartmann von der SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf. Auch wenn das Leder in dieser Szene nicht den Weg ins Hüttenbacher Tor fand, gelang den Erlangern am Ende doch ein 2:0-Sieg und damit der Gewinn der Meisterschaft. Foto: Zink2017/05/Spvgg-Erlangen-Huttenbach-Torschuss-145.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND (lf) — In der Bezirksliga Nord stehen die ersten beiden Absteiger fest. Und beide kommen aus dem Pegnitzgrund. Der FC Otensoos muss direkt im Aufstiegsjahr wieder runter und Diepersdorf tritt nach zwei Jahren den Gang zurück in die Kreisliga an. Die Meisterschaft der Bezirksliga Nord feierte die Spielvereinigung Erlangen mit einem 2:0 Sieg über Hüttenbach. Schwaig gewinnt mit 1:4 bei Bayern Kickers und hat den Klassenerhalt am letzten Spieltag selbst in der Hand. Lauf und Hersbruck verlieren ihre Spiele und besetzen die Ränge 12 und 13.

FC Ottensoos – Cagri Spor Nürnberg 2:2 (1:1)– Der FC Ottensoos spielt nach einer dramatischen Schlussphase zu Hause nur unentschieden gegen Cagri Spor Nürnberg und steigt somit aus der Bezirksliga ab. Cagri Spor befindet sich im oberen Drittel und hatte als Ziel ausgegeben, ihrem Stürmer Ismail Yüce zur Torjägerkrone zu verhelfen. Die Gäste suchten Yüce ständig, bis zur 41. Minute hatte die Ottensooser Abwehr den Torjäger aber unter Kontrolle. In angesprochener 41. Minute löste sich Yüce von seinen Aufpassern und schloss aus 16 Metern zum 0:1 ab. Bis zur Pause konnte Ertel jedoch noch ausgleichen. Mit seinem starken Linken verwandelte Ertel einen Freistoß unhaltbar zum 1:1. Auch die zweite Hälfte verlief ausgeglichen. Yüce kam in der 79. Minute zu seinem zweiten Treffer. Ak leistete sich ein unnötiges Foul im Strafraum und natürlich trat Yüce an und traf vom Punkt. Aber auch auf diesen späten Treffer hatten die Gastgeber eine Antwort. Maric legte zurück auf Götz und dieser schloss zum erneuten Ausgleich ab. Mit dem Rückenwind der letzten Spiele drückte Ottensoos schließlich auf den Sieg um die Hoffnung weiter am Leben zu erhalten. In der Nachspielzeit foulte der Nürnberger Schlussmann Memet den FCO Kapitän Straußner und auch für Ottensoos zeigte Schiedsrichter Lang auf den Punkt. Der gefoulte trat selbst an, der Sicherheitselfmeter konnte von Memet jedoch entschärft werden und damit war der Abstieg besiegelt.
Tore: 0:1 (41.) I. Yüce; 1:1 (44.) Ertel; 1:2 (79.) I. Yüce; 2:2 (83.) Götz SR: Sebastian Lang Zuschauer: 250.

SG Nürnberg Fürth – SpVgg Diepersdorf 2:0 (0:0) – Um die Hoffnung vom Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag aufrecht zu erhalten war Diepersdorf bei der SG Nürnberg Fürth zum Siegen verdammt. In der ersten Halbzeit traten die Gäste couragiert auf und boten den Platzherren die Stirn, nach dem Seitenwechsel überwand Reuß jedoch seinen eigenen Keeper zum 1:0 für Nürnberg. Anschließend klappte auch das Toreschießen bei der SG. Mohammad stellte in der 66. Minute auf 2:0 und ließ Diepersdorf nur noch wenig Hoffnung. Die Gäste steckten zwar bis zum Schluss nicht auf, für einen Treffer reichte es jedoch nicht.
Die Niederlage bei der SG Nürnberg/Fürth besiegelte das Schicksal der Scherau-Kicker. Trainer Daniel Wolf wollte dennoch nicht mit in die allgemeine Untergangsstimmung miteinschwenken. „Wir hatten in den letzten Wochen so viele Verletzte und Ausfälle, das reicht dann einfach nicht mehr“, erklärte er ganz nüchtern. Außerdem soll der Abstieg ja nur ein Ausrutscher sein. Denn die Mannschaft bleibt größtenteils zusammen und soll die Suppe selbst auslöffeln, die sie sich eingebrockt hat. Oder wie Wolf betont: „Wir wollen ein Team zusammenstellen, das die Qualität hat, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen.“

SpVgg Erlangen – SpVgg Hüttenbach 2:0 (1:0) – Mit dem Derbyerfolg gegen Lauf stoppte die Spielvereinigung Hüttenbach ihre Negativserie, hatte aber im nächsten Spiel ein denkbares schweres Los mit der SpVgg Erlangen. Denn Erlangen konnte mit einem Sieg die Meisterschaft feiern. Die Gastgeber starteten druckvoll, Hüttenbach hielt jedoch gut dagegen. Trotzdem hieß es schon in der zwölften Minute 1:0. Ein Freistoß wurde vom langen Pfosten auf den kurzen per Kopf quergelegt und Winkelmann drückte das Leder über die Linie. Hüttenbach hatte seine besten Chancen durch Konter, im Torabschluss blieben die Gäste jedoch zu ungenau.
Auch in der zweiten Hälfte begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, bei Erlangen war jedoch mehr Siegeswille zu erkennen. Verletzungsbedingt musste Hüttenbach einige Wechsel vornehmen und als das Kontingent erschöpft war, verletzte sich auch noch Trauner. Die letzten 15 Minuten spielte Hüttenbach schließlich in Unterzahl und nach einem Foulspiel im Sechzehner hatte Erlangen die Meisterschaft auf dem Silbertablett – oder eben auf dem Elfmeterpunkt – serviert. Zyder trat an und verwandelte sicher. In Meistermanier ließ Erlangen schließlich nichts mehr anbrennen und feierte den Aufstieg ausgelassen.
Tore: 1:0 (12.) Winkelmann; 2:0 (86./FE) Zyder SR: Holger Hofmann Zuschauer: 180.

FC Herzogenaurach – SK Lauf 3:2 (0:1)– Der SK Lauf unterliegt beim FC Herzogenaurach mit 3:2. Früh gingen die Laufer in Führung, nach einem klaren Foul an Opcin verwandelte Wedel vom Punkt. Hofmann hatte in der 30. Minute die Chance auf 2:0 zu stellen, scheiterte bei seinem Distanzversuch jedoch an der Querlatte. Die beste Möglichkeit für Herzogenaurach hatte Stübing mit der letzten Aktion der ersten Hälfte. Herzogenaurachs Kapitän setzte den Ball jedoch knapp rechts vorbei.
Der Ausgleich sollte in der zweiten Hälfte zeitig fallen. In der 49. Minute legte Stübing quer auf Ronneburg und dieser glich aus. Von da an lief Lauf fast nur noch hinterher. Herzogenaurach war in allen Belangen die stärkere Mannschaft und Laufs Konter sorgten nur für wenig Entlastung. Unter dem Druck und nach einfachem Ballverlust auf der linken Seite fiel schließlich das 2:1 durch Staniszewski. In der 79. Minute schien das Spiel mit dem 3:1 von Rockwell entschieden, der eingewechselte Reutter machte die Partie aber wieder spannend. Reutter ließ nur zwei Minuten später das 3:2 folgen und peitschte seine Farben noch einmal an. In der 85. Minute kam Laufs Florian Bergler nach einem Kopfballduell im Strafraum ins Straucheln. Bergler setzte dem Ball nach und fiel schließlich. Schiedsrichter Gscheidl hatte wohl einen Kontakt zwischen Bergler und Herzogenaurachs Schlussmann Peter gesehen und entschied auf Elfmeter. Bergler berichtigte den Unparteiischen jedoch, dass es kein Foulspiel gab und dieser nahm seine Entscheidung zurück. Die Partie endete mit 3:2.
Tore: 0:1 (9./FE) Wedel; 1:1 (49.) Ronneburg; 2:1 (70.) Staniszewski; 3:1 (79.) Rockwell; 3:2 (81.) Reutter Gelb/rote Karte: Peetz (88./Herzogenaurach/Wiederholtes Foulspiel) SR: Thomas Gscheidl Zuschauer: 70.

FC Bayern Kickers Nürnberg – SV Schwaig 1:4 (0:4) — Nach den Niederlagen in Ottensoos und gegen Zirndorf hatte der SV Schwaig immer noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze und damit die Möglichkeit, den drohenden Abstieg aus eigener Kraft zu vermeiden. Schwaig startete furios und ging nach kürzester Zeit in Führung. Bogendörfer traf per Kopfball nach einer Ecke von Steininger. Kurz danach war es wiederum eine Ecke, die zum zweiten Treffer führte. Diesmal verlängerte Dünfelder per Kopf auf Weber, der aus kurzer Distanz traf. Auch der dritte Treffer resultierte aus einer Ecke, die erneut Steininger gefährlich vor das Tor brachte und nach einiger Verwirrung vor dem Tor drückte Weber den Ball über die Linie. Kurz vor der Pause erhöhte von Vopelius mit einem Schuss unter die Latte nach schöner Vorarbeit von Waldmann.
Nach dem Wechsel war es ein ausgeglichenes Spiel ohne weitere Höhepunkte, bis Berger der Anschlusstreffer gelang. Kurz darauf prüfte Steininger Torhüter Pannemann mit einem strammen Schuss. Die Gastgeber gaben nicht auf und versuchten nachzulegen, der SV Schwaig stand jedoch kompakt und brachte mit einer konzentrierten Leistung den Vorsprung über die Zeit.
Tore: 0:1 Bogendörfer (3.), 2:0 Weber (5.), 0:3 Weber (29.), 0:4 von Vopelius (45.), 1:4 Berger (68.), Schiedsrichter Thomas M. Raßbach, Zuschauer: 150.

SV Tennenlohe – 1.FC Hersbruck 4:3 (4:2) — Das eigentlich Saisonziel hatte der Club schon ein Wochenende zuvor erreicht, mit einem Sieg in Tennenlohe hätte sich aber die Gelegenheit geboten, noch ein wenig in der Rangliste nach oben zu klettern. Für die Gastgeber war die Aufgabenstellung klar, es musste zwingend ein Dreier her, um weiter im Kampf um den Klassenerhalt mitzumischen. Hersbruck fand allerdings deutlich besser in die Partie. Nach schönem Angriff über Maas und Brüx war es erneut Andreas Schimpfhauser, der seinen Torlauf der vergangenen Spiele fortsetzte und den frühen Führungstreffer erzielte. Lange währte die Freude allerdings nicht. Nach einer eigentlich relativ harmlosen Freistoßflanke vor das Gästetor ließ man Heins unbehelligt zum 1:1 vollstrecken. Die Hersbrucker Überlegenheit in der Anfangsphase wurde allerdings schnell zur erneuten Führung genutzt. Erneut ging es über Dill und Brüx auf der Außenbahn zu schnell für den SV und Maas brachte sein Team wieder in Front. Anschließend offenbarten die Hersbrucker aber in diesem Jahr ungewohnte Schwächen in der Defensivarbeit und Tennenlohe suchte immer wieder mit hohen Bällen in den Strafraum den Erfolg. So war es Kusnyarik, der auf diese Art und Weise erneut ausgleichen konnte. Nach einem Blackout des FC-Keepers, der beim Abwurf einen Heimstürmer bediente, passte dieser nach innen und Kusnyarik brauchte nur noch den Ball ins verwaiste Tor zu schieben. Es sollte für die Gäste sogar noch schlimmer kommen. Der Tennenloher Spielertrainer sorgte mit einem schulbuchmäßigen Kopfball für den4:2-Halbzeitstand.
Im zweiten Abschnitt agierte Tennenlohe deutlich defensiver und versuchte, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Hersbruck bemühte sich noch einmal, die drohende Niederlage abzuwenden. Ascher und Maas im zweiten Versuch scheiterten kurz nach Wiederanpfiff nur knapp. Tennenlohe war bestrebt, mit gelegentlichen Konterangriffen die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Die beste Gelegenheit vereitelte Bauernfeind gegen Jordan mit einer starken Parade. Hersbruck drängte zwar, mehr als der späte Anschlusstreffer durch Kohl sollte aber nicht mehr gelingen. Hersbruck empfängt zum Saisonfinale den frischgekürten Meister aus Erlangen und Tennenlohe kann Dank eines lupenreinen Hattricks seines scheidenden Spielertrainers noch auf einen erfolgreichen Ausgang des Showdowns im spannenden Abstiegskampf hoffen.
Tore: 0:1 Schimpfhauser (5.), 1:1 Heins (10.), 1:2 Maas (15.), 2:2 Kusnyarik (25.), 3.2 Kusnyarik (40.), 4:2 Kusnyarik (43.), 4:3 Kohl (87.). Schiedsrichter: Jonas Engelhardt. Zuschauer: 150.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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