Trainerwechsel beim SC Eckenhaid

Armin Kupfer folgt auf Matthias Schiller

Hier noch einträchtig nebeneinander, jetzt auf getrennten Wegen: Eckenhaids Ex-Trainer Matthias Schiller (li.) und Fußball-Abteilungsleiter Martin Rauh vom SCE. Archivfoto: M. Keilholz2018/03/SCE-Schiller-Matthias-Rauh-Martin-net.jpg

ECKENHAID (pb) — Beim SC Eckenhaid dreht sich das Trainerkarussell: Der Verein, der sich Mitte Januar überraschend von Matthias Schiller getrennt hat, präsentiert nun als Nachfolger Armin Kupfer. Bis dieser zum 1. Juli übernimmt, sind Interimskräfte auf der Trainerbank aktiv: Derzeit noch Stefan Rötzer, ab kommender Woche dann ein weiterer, noch unbekannter „Feuerwehrmann“, der die erste Mannschaft des SCE bis zum Sommer betreuen soll.
Wenn es einen Wettbewerb gäbe, um den ungünstigsten Zeitpunkt für eine Trainerentlassung zu finden – der SC Eckenhaid wäre aktuell ganz vorne mit dabei. Da mag auch Martin Rauh, der Fußballabteilungsleiter des SCE, nicht widersprechen. Aber man habe seitens der Abteilungsführung keine andere Möglichkeit gesehen. Matthias Schiller sei als Trainer der ersten Mannschaft mit seinen Vorstellungen aus seiner Zeit im höherklassigen Fußball nicht zum Team durchgedrungen, so begründete der Verein die Trennung im Januar von seinem Coach.
Abstieg als Problem?
Schiller hatte erst im vergangenen Jahr den SCE als Nachfolger von Onur Thompson übernommen und hatte den Abstieg in die Kreisklasse nicht mehr verhindern können. Möglicherweise hat der verpasste Klassenerhalt so einiges bei Trainer und Team verbrannt. Der SCE liegt in der Kreisklasse 3 derzeit auf Rang sechs mit neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. So richtig rund lief es also nicht beim SCE, weshalb die Führung nun die Trennung vollzog.
Richten soll es nun ab Juli Armin Kupfer, der bis zur Winterpause den TSV Lauf betreute und sich dort nach viereinhalb Jahren auf eigenen Wunsch verabschiedete. Ursprünglich hatte sich Eckenhaids Fußball-Chef Martin Rauh nach einem Spielertrainer umsehen wollen, doch nach nur einem Treffen mit Kupfer sei für beide Seiten klar gewesen: „Gesucht und gefunden“.
Auch, dass Kupfer in neun Jahren zwei Vereinen treu geblieben sei, hat Martin Rauh gefallen, denn er will eine langjährige Verbindung mit einem Trainer, der beim SCE den Umbruch vollziehen soll. Aktuell sei die Truppe nicht mehr die Jüngste und die Integration von jungen Spielern sei eine langwierige Aufgabe, die Fingerspitzengefühl verlange. Dafür sei Kupfer der richtige Mann.
Improvisation gefragt
Bis der neue Mann an Bord kommt, ist allerdings Improvisation gefragt. Der nach Schillers Entlassung kurzfristig eingesprungene Stefan Rötzer kann aus privaten Gründen nicht die Zeit für dieses Amt aufbringen und betreut den SCE nur noch bis zum Sonntag beim Testspiel gegen den FC Ottensoos.
Kommende Woche will Rauh dann eine Übergangslösung bis zum Sommer präsentieren. Wer die erste Mannschaft des SCE für vier Monate übernehmen will, um dann wieder Platz zu machen? Namen kann und will Rauh noch nicht verraten. Es dürfte aber auf eine vereinsinterne Lösung hinauslaufen.

N-Land Patrick Baer
Patrick Baer