Auftakt der 2. Bundesliga Judo

Traumstart für Altenfurt

Beim Kampf gegen Gröbenzell versucht Verena Geppert (-70 kg), einen Hebel anzusetzen. | Foto: Zahneisen2018/04/tsvaltenfurt_judo_-geppert.jpg

ALTENFURT – Am Samstag gewannen die Altenfurter Judo-Damen beim Auftakt in der 2. Bundesliga gleich beide Begegnungen. Nachdem sie Eltmann mit 5:2 von der Matte fegten, ließen sie auch bei den Gastgebern Gröbenzell nichts anbrennen und siegten mit 4:3. Mit diesem super Ergebnis positionieren sie sich in der Tabelle vorerst auf dem 2. Platz.

Der Tag fing in sofern schon einmal gut an, dass auf einmal für alle überraschend Sabrina Milkus in der Halle stand. Eigentlich hatte sie wegen einer wichtigen Prüfung abgesagt, aber als die spontan um eine Stunde verschoben wurde, fuhr sie direkt aus der Uni in die Judohalle, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Das hob die Moral deutlich an – nun gab es eine „echte“ Schwergewichtlerin und die Trainer mussten niemand in die Gewichtsklasse über 78 Kilo schieben.

Konter und Kombination

Der SG Eltmann wollte man es also richtig zeigen. Milkus durfte gleich starten und holte mit einem sauberen Fußwurf und drei Bestrafungen der Gegnerin den ersten Punkt. Leni Schmidt (-78), aus der 70-Kilo-Klasse hochgestellt, verlor zwar, aber Sarah Grünewald (-63) legte gleich wieder nach. Verena Geppert (-70) ließ sich durch ihre Gegnerin, die sie beinahe um einen Kopf überragte, nicht beeindrucken. Ein Konter und eine Kombination sicherten den Sieg.

Nun fehlte beim Stand von 3:1 nur noch ein Punkt. Lisabeth Emilius (-57) fasste sich nach etwa einer Minute ein Herz, packte ihre Gegnerin eng um die Hüfte und schmetterte sie sauber auf die Matte. Damit stand es 4:1 und der Sieg war gesichert!

In der leichtesten Gewichtskategorie gab Magdalena Brummer (-48) als jüngster Jahrgang ihr Debüt. Und was für eins: Gegen die erfahrene Bundesligakämpferin aus Eltmann hielt sie gut mit, drückte ihr sogar zwei Strafen auf. Bei der dritten hätte sie gewonnen, aber der lange Kampf zehrte an ihren Kräften. Als es nach Ablauf der vierminütigen Kampfzeit immer noch unentschieden stand, ging es in den Golden Score, wo sie dann auf einen Hüftwurf fiel.

Nadja Geppert (-52) machte mit ihrer Gegnerin kurzen Prozess, drückte sie im Boden um und hielt fest. Damit sicherte sie das Endergebnis von 5:2 für Altenfurt.

Mangelnde Erfahrung

Auch gegen Gröbenzell machte Milkus wieder den Anfang und holte ebenso souverän wie zuvor den ersten Punkt. Alena Lazzarra (-78), eine Gewichtsklasse höher, versuchte, die neuen Regeln (Der Bote berichtete) zu nutzen und ihre kniende Gegnerin zu werfen. Als ihr das misslang, geriet sie in einen Haltegriff.

Grünewald (-63) dominierte ihre leichtere Kontrahentin klar und machte das 2:1 mit einer Außensichel. Verena Geppert (-70) hatte ihr Patentrezept gefunden und gewann genau wie zuvor mit einem Konter und einer Kombination.

Emilius (-57), obwohl normalerweise in der 52-Kilo-Klasse zu Hause, holte den Punkt souverän mit einem Selbstfallwurf. Bei den beiden jüngsten Brummer und Jessika Freytag machte sich die mangelnde Erfahrung bemerkbar. Beide gingen gegen starke Gegnerinnen in Führung, konnten die aber nicht halten und gaben ihre Punkte ab. Der starke Auftritt beider lässt aber für die Zukunft hoffen. Die Erfahreneren hatten die Sache aber schon klar gemacht: Altenfurt gewann mit 4:3.

Ziel mehr als erfüllt

Das Ziel der Trainer, am ersten Kampftag wenigstens einen Sieg mitzunehmen, um sich in eine gute Ausgangsposition in der Tabelle zu bringen, war damit mehr als erfüllt.

Hinter Karlsruhe stehen sie auf einem super 2. Platz. Natürlich kann sich bei den nächsten Kämpfen noch einiges ändern, aber nach so einem Auftakt gehen die Altenfurter mit viel Selbstbewusstsein in die nächsten Begegnungen. Am 12. Mai empfängt der TSV dann den Kim-Chi Wiesbaden und das Judoteam Rheinland.

SG

N-Land Der Bote
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