TSV-Judoka bleiben in 2. Liga

Altenfurter verhindern Abstieg

Lisabeth Emilius und die Altenfurter Judoka dürfen nächste Saison wieder in der 2. Bundesliga ran. | Foto: privat2017/09/Lissi.jpg

ALTENFURT – Der TSV Altenfurt darf auch nächstes Jahr in der 2. Judo-Bundesliga mitmischen. Am Samstag in Wiesbaden gewinnen die Nürnbergerinnen mit 5:2 gegen die Heimmannschaft. Zuvor hatten sie mit 3:4 knapp gegen Gröbenzell verloren. Als Vorletzter auf dem 8. Platz der Tabelle ist der Klassenerhalt gesichert.

Der 5:2-Sieg gegen Wiesbaden war hart erkämpft. Während die Gastgeber sogar auf die ausländischen Kämpferinnen Leandra Freitas aus Portugal und Jennifer Wichers aus den Niederlanden zurückgriffen, konnte Altenfurt gerade so eine vollständige Mannschaft vorweisen. So hatten sie niemanden in den Gewichtsklassen bis und über 78 Kilogramm, sodass die Kämpferinnen bis 70 Kilogramm hier antreten mussten.

Es fehlte nur ein Punkt

Gegen Wiesbaden machte den Auftakt Yvonne Grünewald (-70 kg). Ihr stand Wichers gegenüber. Die Altenfurterin ließ sich aber nicht einschüchtern und erzielte gleich zu Beginn durch einen Hüftwurf eine mittlere Wertung. Es blieb spannend, aber Grünewald konnte den Vorsprung unter lauten Anfeuerungsrufen der mitgereisten Vereinskolleginnen halten und holte den ersten Punkt. Das schürte den Kampfgeist der anderen. Dem tat auch Nadja Gepperts folgende Niederlage (-52 kg) keinen Abbruch, die der portugiesischen Gastkämpferin nichts entgegenzusetzen hatte. Sarah Grünewald (-63 kg) und Verena Geppert (-78 kg) fuhren zwei weitere schnelle Siege ein.

Damit stand es 3:1 und es fehlte nur noch ein Punkt, um den ersehnten Klassenerhalt zu sichern. Leni Schmidt, die mit deutlich unter 70 Kilo in der über-78-Kilo-Klasse startete, gab alles, blieb aber chancenlos und gab den Punkt ab. Lisabeth Emilius (-57 kg) dagegen nutzte die Chance und machte den Sack zu: Eine Minute vor Ende der Kampfzeit entschied sie den Kampf für sich. Jasmin Obergassner (-48 kg) setzte noch eins drauf und trug einen weiteren Punkt zum 5:2-Endstand bei.

Die Begegnung gegen den SC Gröbenzell fing eigentlich auch gut an. Verena Geppert (-70 kg) startete mit einem souveränen Auftaktsieg, Emilius (-52 kg) konnte gleich drei mittlere Wertungen über die Zeit retten. Sarah Grünewald (-63 kg) geriet in einen Festhalter, Schwester Yvonne (-78 kg) gewann dagegen souverän mit Ippon. Mut zeigte Schmidt, die zwei Mal mit Untergewicht im Schwergewicht antrat, den Kampf aber abgab. Drei Punkte standen bereits für Altenfurt, aber es sollte nicht sein. Christin Schroll (-57 kg) und Obergassner (-48 kg) gaben nach beherzten Kämpfen über die volle Kampfzeit die Punkte knapp ab, sodass es am Ende 3:4 für Gröbenzell hieß.

Klassenerhalt aus eigener Kraft

Der Sieg gegen Wiesbaden sicherte den Altenfurterinnen auch im nächsten Jahr das Startrecht in der 2. Bundesliga. Dass sie da durchaus mithalten können, zeigt auch die Kampfbilanz. Zwar konnten die Altenfurter Judo-Damen nur zwei Begegnungen für sich entscheiden, verloren aber die anderen sechs nur mit jeweils 3:4. Dadurch fällt die Bilanz mit 28:28 ausgeglichen aus. Ginge es danach, befände sich der TSV auf Rang vier der Tabelle. Dann sind sie durchaus in der Lage, wieder oben mitzumischen. Außerdem ist das Team zwar noch jung – zwischen 16 und 21 Jahre an diesem Kampftag –, aber die meisten kämpfen schon seit dem Aufstieg 2015 in der Mannschaft. Der Klassenerhalt gelang beinahe aus eigener Kraft: alle außer Leichtgewicht Obergassner trainieren in Altenfurt. Im nächsten Jahr kommt mit Elea Lenhard bis 57 Kilogramm eine weitere Nachwuchskämpferin dazu.

Der SV Neuhaus, die zweite mittelfränkische Mannschaft in der 2. Bundesliga, musste ersatzgeschwächt zwei Niederlagen einstecken und beendet die Saison auf dem 7. Tabellenplatz.

Sarah Grünewald

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