Verabschiedung der AbsolventInnen an der FAKS

„Ziele sind Träume mit Plan“

Die AbsolventInnen mit Schulleiterin Gabriele Reiser (vorne links), weiteren Lehrkräften und Dr. Johann Pöllot (links). | Foto: Gisa Spandler2017/07/faks-abschluss-1.jpg
Raiba Fallback

ALTDORF – „A head full of dreams – Ziele sind Träume mit Plan“: Kein schlechtes Motto für junge Leute, die ihre Aufbruchstimmung an einem entscheidenden Punkt ihrer beruflichen Karriere in Worte fassen möchten. Die Absolventen der Abschlussprüfung 2017 der Fachakademie für Sozialpädagogik Nürnberger Land (Faks) kamen mit Lehrern und Angehörigen zusammen, um ein Resümee zu ziehen, nach vorne zu schauen und ihre Erfolge ordentlich zu feiern.

Eingeleitet wurde der Festakt nach der Anmoderation durch zwei Absolventen, die in professioneller und charmanter Weise auf die einzelnen Programmpunkte hinwiesen und von der Band des Hauses in mächtiger Lautstärke mit dem stellvertretenden Schulleiter Klaus-Jürgen Roß am Bass unterstützt wurden. Der stellte anschließend fest, dass er in „glückliche Gesichter“ blicke, schließlich hätten die Absolventen ihre Hauptausbildung erfolgreich hinter sich gebracht, wenn auch das Berufspraktikum nun noch vor ihnen läge. Wie später Schulleiterin Gabriele Reiser betonte er mehrfach, dass es sich bei dem aktuellen Erzieher-Jahrgang um einen ganz besonderen handele, der für viele an- und aufregende, aber auch spannende und interessante Momente in den zwei Jahren der gemeinsamen Zusammenarbeit gesorgt habe. „Es war ein erwachsenes Arbeiten mit Ihnen“, lautete sein Kompliment an die 46 Studierenden, die die Abschlussprüfung bestanden haben.

„Aufstehen – weitermachen“

Dr. Johann Pöllot, dritter Bürgermeister der Stadt, gratulierte den jungen Männern und Frauen und stellte fest, dass sie einen tollen Beruf gewählt hätten, der nicht hoch genug geschätzt werden könne. Es müsse äußerst befriedigend sein, mit jungen Menschen zu arbeiten. Auch das Auftreten von Schwierigkeiten und gelegentlichen Misserfolgen im weiteren Verlauf der beruflichen Laufbahn habe seinen Sinn, fand er, denn am Meistern von Problemen „wächst man“, wichtig sei es, nach dem Hinfallen wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Schulleiterin Reiser stellte ausdrücklich das Motto „Ziele sind Träume mit Plan“ in den Mittelpunkt ihrer Rede. Und so tauchten die Begriffe „Traumberuf Erzieher“ oder die aktuell „traumhaft guten Berufsaussichten“ wiederholt in ihrer Ansprache auf. Sie wies aber auch rückblickend auf die Ausbildungs-Realität an der Akademie hin: „Neben theoretischem Wissen erlebten Sie hier einen Erfahrungsraum, in dem Sie die Freiheiten hatten zu träumen. Mancher Traumtänzer musste seine Träume korrigieren, bei manchen wurden Träume erst geweckt. Sie haben an sich Fähigkeiten entdeckt, die Sie sich im Traum nicht vorstellen konnten…“, spielte sie weiter mit dem Motiv Traum und schlug die Bücke zur beruflichen Herausforderung, der sich die Absolventen und Absolventinnen in der Ausübung ihres Berufs stellen werden: „Ihr Ziel muss es sein, die Kinder, die ihnen anvertraut werden, zu begeistern. Sie müssen sie lehren, eigene Träume zu träumen und ihre Zukunft mit Phantasie, Kreativität und Mut zu gestalten.“ Später gab sie den jungen Leuten noch mit auf den Weg, dass Kinder und Heranwachsende ErzieherInnen bräuchten, die „Originale sind und keine Kopien“ und ihnen vorlebten, „wie man mutig und standhaft sein Leben meistert“. Passend zum Thema zitierte sie aus ihrem Lieblingsbuch „Sophiechen und der Riese“ von Roald Dahl, in der es ebenfalls um den Wert guter Träume geht und darum, was einen Träume lehren können und wie sie helfen, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen.

Traumberuf realisieren

Auch Schülersprecherin Melina Merkel stellte fest, dass das Ziel ihrer Mitstudenten war, ihren Traumberuf zu realisieren, als sie von drei bzw. vier Jahren an die Faks kamen. Neben vielen fachlichen Inhalten hätten sie dort erfahren, dass sie so angenommen wurden, wie sie waren. Man hätte gelernt und akzeptiert, dass jeder auf seine Art einzigartig sei. Und genau das wolle man nun in den Beruf mitnehmen und die Kinder darin unterstützen, so zu sein, wie sie eben sind. Für große Heiterkeit bei Schülern und Lehrern sorgte ein ausführlicher Video-Rückblick, in dem die Highlights der vergangenen zwei Jahre auf originelle und kreative Weise dargestellt wurden. Besonders gewürdigt wurden schließlich die SMV-Sprecherinnen der Studierenden, Simge Sakalli, Melina Merkel und Melissa Lindbüchl. Schulleiterin Reiser nannte sie „Fürsprecher für die Studierenden“ und „Bindeglied zwischen den Lehrkräften, der Schulleitung und den Studierenden“ und dankte ihnen dafür, dass sie „großes Verantwortungsbewusstsein für das gemeinsame Schulleben“ gezeigt hätten.

Durch musikalisch anspruchsvolle und lebendige Musikbeiträge bereicherte die Schulband in unterschiedlicher Besetzung vor und nach der Zeugnisübergabe die Feier.

Ergebnisse

Die Abschlussprüfung haben 46 Studierende angetreten, elf haben sie mit der Gesamtnote sehr gut bestanden, davon gab es zweimal die Note 1,0. Zu den Jahrgangsbesten gehören: Saskia Jordan (1,00), Melina Merkel (1,00), Melissa Lindbüchl (1,07), Maxi Fuchs (1,09), Stefanie Gebhardt (1,09), Francesca Frank (1,14), Selina Zimmermann (1,14), Veronika Fruth (1,28), Alexandra Ballou (1,30), Sarah Heydolph (1,33) und Paula Wittmann (1,35).

Die Ergänzungsprüfung, mit der die fachgebundene bzw. die allgemeine Fachhochschulreife erworben wird, haben 31 Studierende angetreten und 28 haben auch bestanden. Fünf Absolventinnen haben die Fachgebundene Hochschulreife mit Gesamtschnitt „sehr gut“ bestanden: Francesca Frank (1,0), Veronika Fruth (1,1), Maxi Fuchs (1,1), Stefanie Gebhardt (1,1) und Paula Wittmann (1,3). Die Allgemeine Fachhochschulreife haben insgesamt sieben Studierende, die fachgebundene Fachhochschulreife haben 21 Studierende erhalten.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler