Kreisliga Nord

Winkelhaid muss nachsitzen

In dem hitzigen Kellerduell um den besseren Relegationsplatz standen die Gäste aus Heng hinten meist sicher und trieben die Winkelhaider um ihren Kapitän Armin Goss schier zu Verzweiflung. Denn die Gastgeber mussten unbedingt gewinnen, um das nervige Nachsitzen doch noch zu vermeiden. | Foto: kk2018/06/tsvwinkelhaidhengersv.jpg

NÜRNBERGER LAND – Pünktlich um kurz vor 17 Uhr endete am Sonntag eine weitere Saison im mittelfränkischen Amateurfußball. Allerdings nicht für alle Vereine. Denn ein paar müssen bzw. dürfen nachsitzen und in der Relegation ihr Glück versuchen. Zu diesem Kreis gehört seit der gestrigen Heimniederlage im Kellerduell gegen den Henger SV nun auch der TSV Winkelhaid. Am Dienstagabend bei der Relegationsbesprechung im Vereinsheim der DJK Göggelsbuch wird ausgelost, mit wem es die Blau-Weißen zu tun bekommen. Gerettet auf den letzten Drücker hat sich dagegen der FC Ezelsdorf mit einem Auswärtsdreier in Schwabach, während die Rascher sich offensichtlich gedanklich schon im Sommerurlaub wähnten.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: TSV Winkelhaid – Henger SV 0:1 (0:0) – Im alles entscheidenden Spiel gegen den Tabellennachbarn konnte die Heimelf wieder kein Tor erzielen und verlor wegen zu vieler Unachtsamkeiten kurz vor Spielende das Match. Die Partie begann mit einem druckvollen und engagierten Winkelhaider Team. Bereits nach zwei Minuten das erste Tor, das aber wegen Abseits nicht gegeben wurde. Die TSVler setzten sich weiterhin in der Hälfte des Gegners fest, waren aber stets in ihren Bemühungen uneffektiv, wenn es vors Tor ging. In der 24. Minute pfiff der Schiri wieder Abseits, was aber keines war, sodass TSV-Torwart Hinze sein ganzes Können zeigen musste. Winkelhaid gab aber nicht auf und verteidigte weiterhin gut, war aber im Aufbauspiel zu harmlos, und ein Fehlpass nach dem anderen wurde gespielt. Glück für die Heimmannschaft in der 35. Minute, als nach einem erneuten Fehlpass im Mittelfeld die Gäste zum Konter kamen. Hinze klärte den Schuss mit einer guten Parade. Insgesamt war das Spiel der Gastgeber in der Offensive viel zu statisch und zu ungefährlich. Der Gegner konnte mit einfachen Abwehrmitteln immer wieder das Leder erobern. Mit Beginn der zweiten Hälfte startete Weghorn durch und erzielte ein Tor, das wieder wegen Abseits nicht gegeben wurde. Winkelhaid war weiterhin am Drücker, es fehlte aber an der letzten Konsequenz auch mal einen Torschuss zu wagen.

Zu allem Offensivbemühungen kam dann auch noch Pech hinzu, als Philip Winter in der 51. Minute nur den Torpfosten traf. Wenige Minuten später Glück für den TSV, als ein Schuss die Querlatte streifte. Nun plätscherte das Spiel hin und her und alles hatten sich gedanklich schon ein Remis eingestellt. Die bereits in den vielen letzten Spielen gezeigte Abwehrschwäche in der letzten Viertelstunde der Winkelhaider brach nun wieder an. So war es nur eine Frage der Zeit bis die Gäste ihre Chancen sahen und das Winkelhaider Tor berannten. In der 77. Minute war es dann soweit. Ein Henger Spieler konnte sich an der Grundlinie durchsetzen und spielte das Leder vors Tor. Hupfer konnte unbedrängt das 0:1 erzielen. Die Heimelf verstand nicht, sich noch einmal aufzubäumen. Vieles war Flickwerk und Heng musste nicht viel tun, um das Ergebnis heimzubringen. Die letzte große Chance zum Ausgleich vergab dann Philip Winter in der 92. Minute. Freistehend schoss er den Keeper an. Alles in allem waren die TSVler nicht in der Lage, das Spiel zu gestalten, und es fehlte auch das nötige Verständnis untereinander. Nun müssen sie den sicher auch nicht einfachen Weg über die Relegation machen und schauen, dass die Kreisliga vielleicht doch noch erhalten wird.

DJK Schwabach – FC Ezelsdorf (0:1) 0:2 – Mit einem wahren Kraftakt haben sich die Ezelsdorfer im letzten Match der Saison bei der am zweiten Abstiegsplatz rangierenden DJK Schwabach am eigenen Zopf aus dem Abstiegsstrudel heraus gezogen und die Schwabacher in die Kreisklasse geschickt. Die Gastgeber waren auf jeden Fall das ganze Spiel über vollkommen ebenbürtig, doch mit großem Einsatz buchstäblich bis zum Umfallen verdienten sich die vor allem in der Rückrunde doch so gebeutelten Ezelsdorfer dann letztendlich doch noch auf der Zielgeraden den Klassenerhalt. Dazu kam, dass diesmal das Glück den Ezelsdorfern hold war. In der 24. Minute gingen die Gäste dann auch in Führung, nach einer Flanke von der linken Seite durch Sebastian Hecke bugsierte Christian Ruff das Leder mitsamt dem Torhüter zum 0:1 über die Torlinie. Nach weiterhin offenem Spiel erlöste dann in der zweiten Halbzeit der Flankengeber zum 0:1, Sebastian Hecke, den Ezelsdorfer Anhang, ihm gelang in der 79. Minute der erlösende Treffer zum 0:2-Sieg des FCE. Der Dank des Teams galt am Ende den vielen Fans des FCE, die den Weg nach Schwab-ach gefunden hatten, um die Mannschaft zu unterstützen.

SV Rasch – FC Wendelstein 0:6 (0:5) – Die Blau-Weißen des SV Rasch befanden sich am letzten Spieltag offenbar schon gedanklich in der Sommerpause, jedenfalls war das Match bereits zum Ende der ersten Halbzeit gelaufen. Ein in allen Belangen überlegener FC Wendelstein legte fünfmal vor, dazu kam, dass der Rascher Ersatzkeeper auch einen durchwachsenen Tag erwischt hatte. Der FC kam in der 5. Minute zum 0:1 durch Jonas Hammel, Christoph Bauer (15.), Dennis Schwalb (30./32.) und Nicolas Kuttruff (45.) erhöhten dann auf 0:5 zur Pause. Nicolas Kuttruff machte dann in der 64. Minute das halbe Dutzend voll.

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