Toto-Pokal

Winkelhaid ballert sich ins Achtelfinale

Laufduell zwischen dem Winkelhaider Dominik Klose (links) und dem Röthenbacher Raffael Bauer. | Foto: DV2018/08/fvroethenbachtsvwinkelhaid-1.jpg

NÜRNBERGER LAND – Zittersieg und Schützenfest: Während sich der FC Ezelsdorf gerade so im Elfmeterschießen in die nächste Runde des Toto-Pokals rettete, ließ der TSV Winkelhaid im Derby beim FV Röthenbach nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen, wer an diesem Abend der Chef im Ring ist.

SV Stauf – FC Ezelsdorf 1:4 n. E. (0:0) – Entgegen des lockeren Aufgalopps vor einer Woche gegen den ersatzgeplagten FSV Berngau trafen die Ezelsdorfer am Dienstagabend in Stauf auf einen ganz anderen Gegner. Der A-Klassist stellte den Kreisklassisten ganz schön auf die Probe, der FCE musste mit Thomas Schönweiß und Dominik Ruff auf zwei Stammspieler verzichten und duselte sich quasi in die nächste Pokalrunde. Die Staufer jedenfalls waren letztendlich das etwas bessere Team und generierten auch einige Tormöglichkeiten. Die allerbeste davon hatte der aus Diepersdorf nach Stauf zurück gekehrte Ex-Ezelsdorfer Martin Wießler, der in der 66. Minute mit einem strammen Schuss aus 16 Metern die Querlatte zum Erzittern brachte.

Die regulären 90 Minuten endeten torlos, das anschließende Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Dabei erwies sich die Entscheidung der sportlichen Leitung, den Ersatzkeeper Daniel Schönsteiner in diesem Pokalmatch einzusetzen, als goldrichtig. Er ließ jedenfalls im vorherigen Spiel nichts zu und erwies sich dann beim Elfern als Match-Winner. Den ersten Staufer Elfmeter musste er passieren lassen, der zweite ging über das Tor. Vorentscheidend war dann, dass er den dritten Versuch vom Punkt parieren konnte und die Ezelsdorfer Marvin Pröll, Thomas Eckersberger, Patrick Hemmer und Maximilian Dötsch erfolgreich waren.

FV Röthenbach/b.A. – TSV Winkelhaid 1:8 (0:4) – Für den frischgebackenen A-Klassisten war im Nachbarschaftsderby gegen Winkelhaid in der 2. Runde Schluss. Winkelhaid wurde gleich in der ersten Minute nach einer Ecke gefährlich und war dann auch ein paar Minuten später zum 0:1 erfolgreich. Wolfgang Beck stand in der Mitte nach Hereingabe von Robin Tschiesche und vollstreckte freistehend. Winkelhaid spielte konzentriert und vor allem waren es Philip Winter und Christoph Hormess, die Druck nach vorne machten. Zwei gute Chancen, jeweils eingeleitet von Patric Winter über die linke Seite konnten gerade noch geblockt werden. Röthenbach versuchte sich zu befreien, bei einem schnellen Konter legte sich Michael Gruber das Leder zu weit vor. Winkelhaid blieb dran, drei weitere Möglichkeiten ergaben sich für Okan Findik (19./21.) und nochmal für Patric Winter (20.). In der 29. Minute bediente Lion Kümmerl wiederum Wolfgang Beck und es stand 0:2. Danach war nochmals der Röthenbacher Michael Gruber frei durch, doch der Winkelhaider Keeper Domenic Fritschka belauschte seinen Lupfer. In der 35. Minute konnte der Röthenbacher Torhüter Kai Zürckauer gerade noch einen Abschluss von Wolfgang Beck zur Ecke abwehren. Den Eckstoß verwertete Okan Findik zum 0:3. Winkelhaid kombinierte weiterhin gekonnt, ein 25-Meter-Freistoß von Christoph Hormess schlug in der 39. Minute unhaltbar im rechten unteren Eck zum 0:4 ein.

Die ersten Möglichkeiten zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die nie aufsteckenden Röthenbacher. Nach einem Missverständnis in der Winkelhaider Defensive kam Michael Gruber zweimal zum Abschluss, doch der Keeper konnte jeweils parieren. Winkelhaid antwortete in der 51. Minute mit dem 0:5, wieder legte Lion Kümmerl auf und Florian Schuster war in der Mitte frei. Winkelhaid war im weiteren Verlauf noch dreimal erfolgreich. Fabian Bachmeier schickte in der 63. Minute Philip Winter auf die Reise, der flach und platziert zum 0:6 traf. Innerhalb von drei Minuten legte dann der nie so richtig unter Kontrolle zu bekommende Wolfgang Beck noch zweimal (76./79.) nach, ehe Markus Tröster in der 83. Minute der Ehrentreffer für den FVR zum 1:8 Endstand gelang.

N-Land Der Bote
Der Bote