Raiba-Weihnachten

Senioren-Infotag der Stadt stand erstmals unter einem Motto

Wenn ein Senior eine Reise tut . . .

„Einwandfreier Gehörgang“wurde Bürgermeister Erich Odörfer vom Hörakustiker von Hörwinkel bei der Untersuchung bestätigt. | Foto: Gisa Spandler2017/10/altdorf-senioreninfotag2.jpg

ALTDORF – Das nennt man höhere Gewalt, im wahrsten Sinn des Wortes. Wegen des Sturms in der Nacht auf Sonntag und den immer noch heftigen Böen am gestrigen Morgen war der Auftakt zum 21. Senioreninfo-Tag der Stadt sehr verhalten. Die älteren Herrschaften hielten sich mit ihrem Besuch bei Wind und Wetter zurück, so dass die Begrüßung vor weitgehend leeren Stuhlreihen vonstatten ging. Erst als der Sturm die Regenwolken gegen Mittag verjagt hatte, füllten sich die Reihen langsam doch noch, und für umfangreiche Informationen war es da noch lange nicht zu spät.
Wie jedes Jahr präsentierten zahlreiche Aussteller mit Ständen in der Mittelschule der Aula ihre Angebote für die ältere Generation. Dabei standen wieder verschiedene Themenkomplexe wie Gesundheit (Hörakustiker, Optiker, Apotheken, Wohlfahrtsverbände, DAV, Sanitätshäuser, Rheumaliga), Sicherheit (Polizei, Feuerwehr, Versicherung, Betreuungsverein, Seniorenbeirat) und Seniorenwohnen (Seniorenwohnheime, Sozialstationen) im Mittelpunkt.
Neben einem Speise- und Getränkeangebot und den Möglichkeiten, sich im Gespräch mit den Fachleuten, durch Flyer und Prospekte oder auch anhand von Praxistests zu informieren, gab es auch eine Anzahl von interessanten Vorträgen.
Bürgermeister Erich Odörfer stellte bei seiner Begrüßung ausdrücklich die Generation 50+ in den Vordergrund, also auch die noch recht jungen Alten, die zu einer immer wichtigeren und immer größeren Konsumentengruppe würden. So werde denn der Infotag für diese Altersgruppe veranstaltet, aber auch die noch Jüngeren könnten von der Veranstaltung profitieren. Er dankte der Moderatorin Christa Wild, die in ihrer Eigenschaft als Stadträtin und vor allem als langjährige Leiterin des Seniorenhofs Altdorf mit der Materie bestens vertraut ist. Auf eine Neuerung wies er hin: Ab diesem Jahr wird der Senioreninfotag immer ein besonderes Thema in den Mittelpunkt stellen. Den Auftakt machte heuer das Motto: „Wenn einer eine Reise tut . . .“ Und so waren bei den Ausstellern und Vortragenden auch die Altdorfer Reisebüros vertreten, denen Odörfer für ihr Engagement dankte, ebenso wie dem veranstaltenden Kulturamt mit Anke Dietz an der Spitze, das die Organisation übernommen hatte. 

Lieber vor Ort informieren
Stellvertretender Landrat Norbert Reh leitete sein Grußwort mit dem pfiffigen und gleichzeitig zutreffenden Zitat von Jacques Tati ein: „Ärzte haben es am besten von allen Berufen: Ihre Erfolge laufen herum und ihre Misserfolge werden begraben.“ Er lobte das Format des Senioreninfotags, an dem sich die Senioren in direktem Kontakt vor Ort informieren könnten. Zwar gebe es Antworten auf alle Fragen auch im Internet zu finden, aber die gehobene Altersklasse schätze das persönliche Gespräch doch mehr.
Christa Wild schließlich warb für die Fachvorträge, speziell zum Thema „Reisen für Senioren“ und lud anschließend zu einem Rundgang durch die kleine Messe ein, an dem schließlich auch einige Stadträte und die langsam zahlreicher werdenden Besucher teilnahmen.
Zu den themenspezifischen Vorträgen gehörten unter anderem ein Referat mit dem Titel „Seniorenreisen: Was kann ihr Reisebüro für sie tun?“ (Reisebüro Interplan), der Vortrag „Betreute Reisen des BRK für Senioren“ von BRK/Via-Reisen oder die Ausführungen von Dr. Ralf Schabik von der Wallenstein-Apotheke zum Thema „Gesundheit auf Reisen – was ist zu beachten?“ Ergänzend gab es noch Referate der Feuerwehr über Rauchmelder, ein Mitmachangebot des DAV in der Kletterhalle, Infos der Steuerkanzlei Hallermeier zur Steuererklärung, zur Vorsorge mit Vollmacht vom Verein Leben in Verantwortung und eine Podiumsdiskussion, über die wir noch gesondert berichten werden.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler