Neuer Altdorfer Kulturtreff

Wasser und Seife gegen Flecken an der Fassade

Am Sockel der metallenen Außenfassade des Kulturtreffs bildeten sich Verfärbungen. Architekt Kress versicherte im Bauausschuss, dass es sich hierbei nicht um Schäden durch Streusalz handelt. Vielmehr ließen sich die Flecken einfach mit Wasser und Seife abwaschen. | Foto: Blinten2018/03/kulturtreff.jpg

ALTDORF – Die Flecken an der Fassade des neuen Altdorfer Kulturtreffs treiben viele Bürger der Stadt um. Witterung und Streusalz haben am Sockel des Gebäudes Spuren hinterlassen. Jetzt befürchten einige Altdorfer, dass an den Metallplatten an der Wand zur Türkeistraße Korrosionsschäden entstanden sind und die teure Verkleidung schon wieder abgebaut werden muss.

„War das nicht abzusehen?“ fragen die Kritiker Stadträte und den Bürgermeister. Der hat daraufhin den verantwortlichen Architekten Professor Hubert Kress in den Bauausschuss eingeladen. Im Rathaus hat Kress jetzt erläutert: Es gibt keine Korrosion an den Fassadenplatten. Und die Verschmutzungen lassen sich leicht beseitigen – mit Wasser und Seife.

Die Außenfassaden des neuen Kulturtreffs sind mit Bronzeplatten verkleidet. Bei der verwendeten Bronze handelt es sich um eine Legierung aus Kupfer und Zinn, die über die Jahre nachdunkelt. Auf der Oberfläche des hochwertigen Materials bilde sich eine Patina, erklärte Kress den Ausschussmitgliedern.

Schäden am Sandstein

Die Verschmutzung am Sockel des Gebäudes sei im Winter ganz normal, Schäden würden hier an den Metallplatten allerdings nicht entstehen, ganz im Gegensatz zu Sandsteinmauern etwa an den Altdorfer Stadttoren, wo tatsächlich schwere Schäden durch Streusalz entstehen. Punktuelle Verfärbungen am Sockel der Kulturtreff-Fassade lassen sich laut Kress problemlos abwaschen.

Noch sind große Teile der Fassade hell und glänzend. Das bleibt aber nicht so, versichert Kress. „Das Gebäude braucht Geduld, geben sie dem Haus einfach Zeit.“

Michael Gleiß (SPD) dankte Kress für dessen Erläuterungen, zeigte sich aber verwundert darüber, dass der Architekt ins Rathaus zitiert wurde, um über die Flecken an der Außenfassade des Kulturtreffs zu sprechen. „Dafür hätten sie doch nicht nach Altdorf kommen müssen.“

Spätere Eröffnung

Doch, das musste Kress, betonte dann Bürgermeister Erich Odörfer, weil die Stadträte das Thema nämlich permanent angesprochen hätten. Und weil der Architekt schon einmal da war, fragte der Rathauschef gleich noch einmal nach, wann der Kulturtreff nun endlich eröffnet werden könnte. Vorläufig noch nicht, erfuhr er.

Nachdem man zunächst einen Termin unmittelbar nach Ostern angepeilt hatte, macht den für die Außenarbeit zuständigen Firmen und den Architekten jetzt der strenge Frost einen Strich durch die Rechnung. Eröffnung wird wohl erst um den 20. April herum sein – wenn die Kälteperiode nicht noch länger andauert als bis zum Wochenende.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten