Hauptversammlung: Einstimmung auf die Festspiele 2018

„Wallenstein vor der Tür“

Blumen für Silke Kempe-Ruß, Urkunde und Bürgerwehr-Hut für den in den Ruhestand wechselnden Bote-Redaktionsleiter Lorenz Märtl, der zum Ehren-Wallensteiner ernannt wurde. Mit auf dem Bild (v.l.) Bürgermeister Erich Odörfer, Tini Lochschmidt, Petra Reichelt, die neue Kraft im Wallenstein-Büro, Ernst Bergmann, Horst Petzinger, Karin Völkl und Richard Winter. | Foto: Hex2017/05/ehren_wallensteiner.jpg
Raiba Fallback

ALTDORF – Zwei vertraute Gesichter werden künftig fehlen: Silke Kempe-Ruß als Kraft im Wallenstein-Büro und Bote-Redaktionsleiter Lorenz Märtl in seiner Eigenschaft als Berichterstatter für diese Zeitung. Für Silke Kempe-Ruß, die sich anderweitig orientiert, gab es bei der Jahreshauptversammlung Dankesworte und Blumen, für den Redaktionsleiter, der in den Ruhestand wechselt, die Ernennung zum Ehren-Wallensteiner, dokumentiert durch eine Ehrenurkunde „als Dank und Anerkennung für den beruflichen aber auch großen persönlichen Einsatz für die Wallenstein-Festspiele in Altdorf und den Wallenstein-Festspielverein“.

Mit viel Beifall wurde die Ernennung zum Ehren-Wallensteiner begleitet, nachdem Vorstand Ernst Bergmann den Text der Urkunde verlesen hatte: „Lorenz Märtl hat in seiner Eigenschaft als Berichterstatter für die Lokalzeitung „Der Bote“ die Wallenstein-Festspiele und die Aktivitäten des Wallenstein-Festspielvereins über Jahrzehnte treu begleitet und in Wort und Bild engagiert, begeistert und umfangreich dargestellt. Seine Berichterstattung hat viel dazu beigetragen, die Wallenstein-Festspiele bekannt zu machen und uns den Platz einzuräumen, der den Wallenstein-Festspielen und allen seinen Mitwirkenden gebührt. Als Ehren-Wallensteiner wird dem Redakteur in Ruhe stets ein Platz bei den Gruppen des Wallenstein-Festspiels reserviert sein. Sollte der Ruhestand zu ruhig werden, so steht es dem Ehren-Wallensteiner jederzeit zu, die Perspektive zu wechseln und in Gewandung an den Festspielen teilzunehmen.“

Im „Vor-Festspiel-Jahr“ hielten sich die Regularien und Berichte in Grenzen. In gewohnt lockerer Weise erstattete Vorstand Ernst Bergmann seinen Bericht mit dem Hinweis auf eine ganztätgige Klausur der Verantwortlichen im Oktober 2016, bei der die Festspielsaison 2015 abgehakt und die Fetspielsaison 2018 eingeläutet wurde. „Ein gutes Gefühl, weil wir gefühlt schon weiter sind als in den Vorjahren und die Arbeit auf viele Schultern verteilen“, betonte Bergmann.

So finden die Festspiele 2018 vom 22. Juni bis 22. Juli statt, wegen der Ferien eine Woche früher als gewohnt. Die Lange Nacht steigt am dritten Wochenende, wobei es beim Eintritt bleibt, der drei Euro beträgt.  Allerdings soll die Abwicklung durch Unterstützung aller Gruppen optimiert werden.
Das Volksstück „Wallenstein in Altdorf“ soll 10 mal (jeden Sonntag zwei Mal) aufgeführt werden, das Schillerstück insgesamt sieben Mal (einmal mehr als bisher).

Keine Veränderungen wird es beim Rahmenprogramm geben. Zum Auftakt spielen die Nürnberger Symphoniker, Tucher ist erneut Partner, Oliver Karbus und Michael Abendroth bleiben für die beiden Produktionen verantwortlich, man freut sich auf die zahlreichen Gastgruppen und jeder Sonntag endet mit dem großen Festzug, wobei neu ist, dass man erstmals einen Festzugkommentator einsetzen will, der die einzelnen Gruppen vorstellt.

Bewährte Arbeitskreise

Da sich die Arbeitskreise bewährt haben bleibt es bei der Aufteilung „Marktpklatz“ und „Werbung“ und den Beauftragten Gatsgruppen und Kapellen (Julia Winter), Lange Nacht (Sieglinde Hungershausen), Marktplatz (Dreigestirn Lochschmidt, König und Schmiedel), Festzüge und Außeneinsätze (Armin Winkelmann).

Auch 2018 wird im Wichernhaushof die gleiche Tribüne wie 1015 aufgebaut. Sie hat sich mit 632 Sitzplätzen bewährt. Bei den 16 Eigenproduktionen hatte man durchschnittliche Auslastungsquoten von 93 Prozent.

Ein Thema war auch der Kartenvorverkauf. Bereits 2015 hatte man die Zahl der Vorverkaufsstellen deutlich auf insgesamt neun erweitert. Die Auswertung hat aber gezeigt, dass Altdorf nach wie vor der Schwerpunkt bleibt.
Für den Finanzplan 2018 zeichnet sich schon jetzt ab, dass wieder mit einer deutlichen Steigerung zu rechnen ist. Grob geschätzt werden sich die Ausgaben auf rund 380.000 Euro belaufen.

Zumindest will man die Einnahmen im Finanzplan in etwa der gleichen Höhe darstellen. Wesentliche Quellen sind der Kartenvorverkauf, die Intensivierung des Sponsorings und ein fester Zuschuss der Stadt Altdorf, nachdem die bisher verrechneten Arbeitsleistungen des Bauhofes geringer sind.
45.000-Euro-Zuschuss der Stadt

Der politische Beschluss, pro Festspiel 45.000 Euro seitens der Stadt zu geben (verteilt auf jeweils drei Jahre) ist zwar noch nicht gefasst, dürfte aber nur mehr eine Formsache sein, nachdem auch Bürgermeister Erich Odörfer, der ja der Vorstandschaft des Festspielvereins angehört, bereits seine Zusage gegeben hat.

Bergmann streifte dann kurz die Themen Satzungsänderung, Richtlinien Kostümverleih und Steuern. Im Zusammenhang mit dem Thema Steuern galt sein besonderer Dank Steuerberaterin Raphaela Hallermeier für ihre tatkräftige Unterstützung bei der richtigen Weichenstellung im Hinblick auf Körperschafts- und Umsatz- sowie Gewerbesteuer. Themen bleiben die Künstlersozialkasse sowie Sicherheit und Sicherheitskonzepte.

Einstimmung auf die Festspiele

Als Einstimmung auf die Festspiele im nächsten Jahr findet Ende September ein historisches Feldlager unter dem Motto „Wallenstein vor der Tür“ für die Gruppen des Festspielvereins und Gäste statt.

Armin Winkelmann warb um Teilnahme an den Festzügen in Nürnberg, Fürth und Neumarkt. Vom 19. bis 21. Mai findet eine Vereinsfahrt nach Frydlant statt, die Partnerstätte Sehmatal und Colbitz werden am 28. August, bzw. am 9./10.9. besucht.

Ohne Beanstandungen war der Kassenbericht von Horst Petzinger, was für die Kassenprüfer Peter Oberhofer bestätigte. Die Entlastung war reine Formsache.

Ernst Bergmanns abschließender Dank galt allen, die sich bereits jetzt intensiv in die Vorbereitungen für 2018 einbringen. „Im Ehrenamt ein Festival mit einem Volumen von über 350.000 Euro zu organisieren geht nur, wenn es viele gibt, die daran konstruktiv mitarbeiten“, sagte Bergmann, der in den Dank auch die vielen Unterstützer außerhalb des Vereins einschloss.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl