Landkreis plant Erweiterung des Geländes

Über eine Million für Altdorfer Wertstoffhof

Viel Platz ist nicht auf dem Wertstoffhof in Altdorf. Der Landkreis will nun ersten Schätzungen zufolge mehr als eine Million in seinen Ausbau investieren. | Foto: Geist2018/12/Altdorf-Wertstoffhof-3.jpg

ALTDORF – Der Wertstoffhof in Altdorf wird erweitert. Wegen der stetig steigenden Zahl der Anlieferer hat der Hof seine Kapazitätsgrenzen erreicht. Nun will der Landkreis in den kommenden vier Jahren mehr als eine Million Euro in seinen Ausbau investieren. Ähnlich ist die Situation im zweiten Wertstoffhof des Nürnberger Landes in Neunkirchen.

Gartenabfälle, kaputte Elektrogeräte, Sperrmüll, Alteisen – sie alle landen auf dem Wertstoffhof Typ A. Dazu kommen Baustellanabfälle, kleine Mengen an Bauschutt, Papier und Karton, Holz, Lampen, Asbestzement, gelbe Säcke und PU-Montageschaumdosen. Doch auf der Altdorfer Sammelstelle ist bald nicht mehr genügend Platz, um alle abgegebenen Altstoffe aufzunehmen. In knapp zwanzig Jahren hat sich die Zahl der Anlieferer fast um das Dreifache vergrößert.

Waren es 2001 noch rund 16.000 im Jahr, bringen mittlerweile gut 50.000 Menschen jährlich ihre Altstoffe auf den Wertstoffhof an der Neumarkter Straße. Der Hof stößt damit langsam aber sicher an seine Kapazitätsgrenzen. Tatsächlich gibt es auch bereits erste Pläne des Landratsamts und der Stadt, in den nächsten vier Jahren in eine Vergrößerung der Anlage zu investieren. „Die Pläne stecken momentan noch in den Kinderschuhen“, sagt der Sachgebietsleiter der Abfallwirtschaft, Michael Oberleiter.

Wie das System funktionieren wird, welche Container wo stehen und wie viel die Erweiterung letzten Endes kosten wird, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Nach ersten Prognosen stehen derzeit 1,07 Millionen Euro für den Umbau zur Verfügung. Die Zahl sei jedoch erst eine vage Schätzung und könne sich noch ändern, wenn sich die Pläne konkretisieren, gibt Oberleiter zu bedenken.

Ausbau gen Westen

Drei anschließende Grundstücke im Westen des Wertstoffhofs kommen für seine Erweiterung in Frage. Im Osten und Süden der Anlage liegt Deponiegelände, das sich nicht als Baugrund eignet. „Das wollen wir nach Möglichkeit nicht aufreißen. Es besteht sonst die Gefahr, dass dort Emissionen austreten“, sagt Oberleiter. Zwei der westlich angrenzenden Grundstücke gehören der Stadt Altdorf.

„Es ist unabdingbar, dass wir den Wertstoffhof erweitern“, schätzt auch Altdorfs Bürgermeister Erich Odörfer die Lage ein. „Von uns aus stehen daher alle Türen offen.“ Auch die Verhandlungen über den Kauf des dritten Grundstücks, das sich in Privatbesitz befindet, laufen bereits. Sollten diese wider Erwarten scheitern, sei die Vergrößerung des Geländes des Wertstoffhofs theoretisch auch allein mit den städtischen Grundstücken zu realisieren, erklärt Odörfer.

Außer in Altdorf gibt es nur einen weiteren Wertstoffhof das Typs A im Nürnberger Land, den Recyclinghof in Neunkirchen am Sand. Auch seine Kapazitäten sind ausgeschöpft. Für den Ausbau fallen nach ersten Schätzungen 3,2 Millionen Euro an. Hier hat der Landkreis bereits eine 3000 Quadratmeter große Fläche für die Erweiterung gekauft. Weil Bauarbeiten dort eigentlich schon für den Zeitraum 2015 bis 2019 vorgesehen gewesen waren, gibt es entsprechend hohe Rücklagen.

N-Land Magdalena Mock
Magdalena Mock