Kreisklasse Ost

Tore, Tritte, Trallala – Derby am Feuchter Segersweg

Abdrehen zum Jubeln: Stephan Löhr reißt nach seinem entscheidenden Treffer zum späten 2:1-Sieg der Feuchter gegen Unterferrieden die Hände nach oben, während im Hintergrund ein SVU-Spieler nach missglücktem Abwehrversuch im Netz umherkugelt. | Foto: Kaufmann2018/11/tsvfeucht_svunterferrieden.jpg

NÜRNBERGER LAND – Spannung, Tore und jede Menge Emotionen – das Kreisklassen-Derby am Feuchter Segersweg zwischen dem TSV 04 und dem SV Unterferrieden beinhaltete alles, was ein richtiges Nachbarschaftsduell ausmacht. Und einen Sieger gab es natürlich auch: Die Hausherren sind mit dem Dreier nun tabellarisch am SVU vorbeigezogen und aktuell der hartnäckigste Verfolger von Spitzenreiter Berg (31 Punkte). Auf Platz vier rangiert weiterhin der 1. FC Altdorf (23 Punkte), der mit einem weiteren Sieg zu dem Duo vor ihm aufschließen könnte.

Kreisklasse Ost Neumarkt/Jura: TSV 04 Feucht – SV Unterferrieden 2:1 (0:1) – Im Derby und zugleich Verfolgerduell um die Spitzenränge bezwang der TSV 04 Feucht die Gäste aus Unterferrieden in einer mitreißenden Begegnung mit 2:1 und bleibt damit in Schlagdistanz zu Spitzenreiter Berg. In den ersten 45 Minuten agierte die Heimelf sehr dominant und ließ Ball und Gegner laufen. Luca Bader hatte eine gute Einschussmöglichkeit nach schöner Kombination über White und Löhr, jedoch wurde er beim Torabschluss noch entscheidend bedrängt. Mit ihrer ersten echten Torannäherung gingen die Gäste vom Röthweiher auch prompt in Führung: Die Heim-elf ging nicht konsequent genug in den Zweikampf, ein Pass in die Schnittstelle landete bei Manuel Hirschmann, der cool im Abschluss blieb und TSV-Keeper Sebastian Heinz keine Chance ließ (21.). Danach verlor die Heimelf etwas den Faden und hatte Glück, dass sie nicht den zweiten Gegentreffer hinnehmen mussten: Einen direkt getretenen Freistoß ließ Heinz zunächst nach vorne abprallen, den Nachschuss parierte er jedoch glänzend. Im zweiten Spielabschnitt ließ sich der SVU weit in seine eigene Hälfte zurückfallen, woraufhin es dem TSV schwer viel, ein Durchkommen gegen tiefstehende Unterferriedener zu finden. Schüsse aus der zweiten Reihe durch Björn Kreysig oder auch Luca Bader fanden in SVU-Keeper Dominik Hirschmann seinen Meister. Auch wenn die Zeit immer weniger wurde und sich der TSV auch noch selbst dezimierte – Astrit Veliqi sah in der 85. Minute die Ampelkarte – belohnte sich die Völkel-Elf in den Schlussminuten dennoch für ihr geduldiges Auftreten: Einen Freistoß aus 18 Metern hob Serdar Özivgen über die Mauer zum 1:1-Ausgleichstreffer. Die TSV-Spieler und als auch Anhänger feierten dieses Tor so frenetisch, woraufhin sich SVU-Trainer Holger Gißke und seine Mannen etwas provoziert fühlten. Doch der umsichtige Schiedsrichter Bäuml konnte die erhitzten Gemüter kurz danach wieder beruhigen. In der 90. Minute besorgte Stephan Löhr mit einem Abstaubertor den 2:1-Siegtreffer für seine Farben. Der eingewechselte Francesco Restino war zuvor mit seinem Schuss noch an SVU-Keeper Hirschmann gescheitert. Björn Kreysig wurde dann in der Nachspielzeit wegen Zeitspiels auch noch des Platzes verwiesen, dies hatte jedoch keine Auswirkungen mehr auf das Ergebnis.

1. FC Altdorf – FSV Berngau 1:0 (1:0) – In der kampfbetonten Partie hatten die beiden Hintermannschaften die gegnerischen Sturmreihen in der 1. Halbzeit gut im Griff. Nach 20 Spielminuten schlug FC-Torhüter Michael Wiesner einen Ball weit in die gegnerische Hälfte, zwei Gästeverteidiger und der Torwart waren sich nicht einig, sodass Paschalis Papathanasiou dies mit einem Heber zum 1:0 ausnutzen konnte. Das Berngauer Team machte nach der Pause großen Druck. FC-Keeper Wiesner musste gleich zweimal parieren. In der 50. Minute klatschte zudem ein Schuss gegen die Latte des Altdorfer Gehäuses. Die Gastgeber fanden nur ganz selten ein Mittel gegen die laufstarken Gäste. Fünf Minuten vor Schluss musste Michael Wiesner noch einmal sein Team vor dem Ausgleich bewahren, als er mit einer Glanzparade einen Kopfball entschärfte. Eine Minute später hätte Mohamad Tarabuulsi den Sack für Altdorf zumachen können, aber seine Direktabnahme aus kurzer Entfernung ging über das Tor. Und auch Paschalis Papathanasiou brachte kurz darauf das Leder nicht im FSV-Kasten unter, als er alleine auf den Berngauer Torhüter zulief. So blieb es letztendlich beim doch etwas schmeichelhaften Erfolg für den 1. FC Altdorf.

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