Kreisliga Nord

SV Rasch: Plötzlich Fünfter

.Ein Punkt auswärts in Penzendorf ist eigentlich aller Ehren wert, aber in der jetzigen Situation für Patrick Winter (am Ball) und Co. leider zu wenig. Mit einem Sieg hätten sich die Winkelhaider ins Mittelfeld absetzen können, so schweben sie nur aufgrund des besseren Torverhältnisses noch über der Gefahrenzone. | Foto: Schmitt2018/05/svpenzendorftsvwinkelhaid-1.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die Rascher Achterbahnfahrt in dieser Saison scheint mit einem Happy End auszugehen. Mit Platz fünf und 33 Punkten ist der SVR nun so gut wie sicher auch nächstes Jahr ein Kreisligist, während Ezelsdorf (Platz 9, 28 Punkte) und vor allem Winkelhaid (10., 26) mächtig aufpassen müssen, nicht doch noch in den gefährlichen Relegationsstrudel gerissen zu werden.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: SV Penzendorf – TSV Winkelhaid – SV Rednitzhembach 0:0 – Die Kicker aus Winkelhaid konnten einige ihrer länger verletzten Spieler wieder aufbieten und begannen das Spiel eher defensiv. Bis zur 15. Minute egalisierten sich beide Teams. Viele Mittelfeldaktionen prägten die Partie; Torchancen waren beidseitig nicht gegeben. Die Gästeabwehr stand gut, leider gingen aber viele lange Pässe vor die Füße des Gegners. Mit einigen Freistößen, die aber teilweise zu überhastet oder ungenau waren, machte Winkelhaid ab der 25. Minute etwas mehr Druck. Zwischen der 33. und 45. Minute gab es noch einige Torchancen, die aber entweder zu eigensinnig oder zu unüberlegt abgeschlossen wurden. Kurz vor der Halbzeit ging ein Schuss von Ph. Winter nur knapp übers Gehäuse. Mit Beginn der 2. Hälfte hatten die Penzendorfer mehr vom Spiel. So konnte Leykauf nach einem gegnerischen Solo gerade noch das Leder von der Linie kratzen. Gleich danach war die Heimelf in der 57. Minute zu schludrig. Die Gäste wechselten dann in der 59. Minute nach langer Verletzungspause Neubert für Lion Kümmerl ein. Keeper Reiner hielt dann das 0:0 in der 63. Minute mit einer Glanzparade. Aus sechs Meter hielt er souverän.

Die wirklich einzige Chance in der gesamten zweiten Hälfte hatte dann Ph. Winter in der 68. Minute Aber auch sein Schuss war nicht präzise genug. Die TSVler wechselten dann in der 69. Minute Denis Diaco ein. Er kam nach längerem Auslandsaufenthalt für Beck aufs Feld. Das Spiel der Penzendorfer wurde nun immer drückender und die Gäste hatten im Defensivbereich Schwerstarbeit zu verrichten. In der 85. Minute dann schon der Torschrei für den SV Penzendorf; aber Torwart Reiner zeigte eine überragende Abwehr und entschärfte eine sogenannte 100-Prozentige. Alles in allem war es auf Seiten der Winkelhaider im Defensivbereich eine gute Leistung, aber im Offensivbereich waren einfach zu wenig Chancen erspielt worden. Man muss aber froh sein, das das Spiel nicht noch kurz vor Schluss verloren wurde. Das Remis ist für einen sicheren Nichtrelegationsplatz zu wenig.

FC Wendelstein – FC Ezelsdorf 2:1 (0:1) – Der mit um die Meisterschaft spielende Tabellenzweite Wendelstein hatte erwartungsgemäß etwas mehr vom Spiel, Ezelsdorf hielt jedoch jederzeit dagegen. Nach einem wegen Abseitsstellung nicht anerkannten Treffer in der 10. Spielminute kam Ezelsdorf fast im Gegenzug zur 1:0-Führung. Dominik Ruff traf aus zwölf Metern mit einem Flachschuss genau ins linke untere Eck. Die Wendelsteiner erspielten sich in der ersten Hälfte auch prompt noch zwei klare Tormöglichkeiten, doch der Ezelsdorfer Torhüter Andre Leonhard war auf dem Posten und rettete zweimal mit Bravour. Im zweiten Durchgang verstärkten die Platzherren nochmals ihre Bemühungen, lange Zeit jedoch ohne wirklich zwingende Chancen zu erzielten. Das 1:1 kam dann in der 74. Minute zustande, Carlos Schepl trifft aus halblinker Position aus 25 Metern genau ins rechte obere Kreuzeck.

Trotz tollem kämpferischen Einsatz wurden die Ezelsdorfer am Ende dann doch nicht belohnt. In der 83. Minute sah ein Ezelsdorfer den roten Karton und nur eine Minute später segelt eine Flanke von links in den Ezelsdorfer Strafraum und Thomas Nerreter verlängert das Leder mit dem Kopf zum 2:1 Siegtreffer ins lange Eck des Gästetores.

SV Rednitzhembach – SV Rasch 0:1 (0:0) – Wie im Vorneherein erwartet entwickelte die Heimmannschaft von Beginn an massiven Druck nach vorne. In der 12. Minute die erste Großchance für die Platzherren, ein Angreifer tauchte frei vor dem Rascher Torhüter auf, doch Felix Ortegel behielt die Übersicht und konnte parieren. Die Rascher konnten der Offensivstärke der Gastgeber nur durch Disziplin in der Abwehr Paroli leisten. Der Gegner wurde permanent zugestellt, das Spiel eng gemacht und der eine oder andere Nadelstich nach vorne gesetzt. Rednitzhembach schoss zwar aus allen Rohren, traf aber nicht ins Schwarze bzw. fand im Rascher Torhüter die Endstation.

Auch in Hälfte zwei begnügten sich die Gäste vorwiegend um Schadensbegrenzung, setzten dann aber auch durch die Hereinnahme des lange Zeit verletzten Philipp Möhrle im Mittelfeld etwas mehr Akzente. Je länger das Match dauerte, wurden die Rascher kesser. In der 72. Minute setzte sich Lukas Keller auf der rechten Seite durch, sein Abschluss wurde zwar abgewehrt aber Christoph Müller staubte den Abpraller zum 0:1 ab. Rasch verteidigte mit einer überragenden Abwehrleistung das knappe Ergebnis bis zum Schlusspfiff und tat einen Riesenschritt in Richtung des endgültigen Klassenerhaltes.

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