Besuche bei Polizei, Rettungswachen und im Krankenhaus

Sie sorgen für Sicherheit zum Fest

Ehrenplatz für Christkind Marie-Luise im Einsatzraum der Autobahnpolizei Feucht, als die Bürgermeister den Beamten Dank für deren Weihnachtsdienst sagten. Foto: Blinten2018/12/Feucht-Weihnachtsbesuch.jpg

ALTDORF/FEUCHT – Für die Bürgermeister im südlichen Landkreis ist es am Heiligen Abend Ehrensache, bei den Polizeidienststellen, auf den Rettungswachen und im Krankenhaus vorbeizuschauen und Danke zu sagen. Arbeiten müssen zu Weihnachten zwar viele Leute – vom Zeitungsausträger, der bei strömendem Regen in aller Früh den Boten und die Nürnberger Zeitung in den Briefkasten steckt, über die Verkäuferin im Supermarkt bis zum Busfahrer. Es gibt aber eine Gruppe von Menschen, die dafür sorgen, dass das Gemeinwesen auch in Notfällen funktioniert und im Extremfall Menschenleben gerettet werden können.

Altdorfs Bürgermeister Erich Odörfer besuchte zusammen mit Christkind Vanessa Fink die örtliche Polizeistation und betonte gegenüber Dienststellenleiter Reimund Mihatsch, dass die Kommunikation zwischen Rathaus und Polizei immer gut funktioniert hat. Sechs Beamte sind am Heiligen Abend im Einsatz. Alle freiwillig, wie Mihatsch auf Nachfrage erläutert, nicht durch Dienstpläne vergattert.

Auf der Altdorfer Rettungswache sind an Weihnachten pro Schicht jeweils sieben Retter im Dienst. Sie teilen sich die kleinen Räume im Rotkreuzhaus, das irgendwann in den nächsten Jahren umziehen soll in ein neues Rettungszentrum. Ein solches, das sagte Odörfer anlässlich seines Weihnachtsbesuchs beim Roten Kreuz, wollen die Altdorfer bauen, ein neues Feuerwehrhaus, dem die Rettungswache wieder angeschlossen wird.

Viel zu tun

Vor dem Heiligen Abend ging es richtig rund auf der Altdorfer Wache, berichten Randolf Hallmeier und Norbert Groß vom Roten Kreuz. Beide hoffen auf geruhsamere Tage über Weihnachten.

Dieselbe Hoffnung hegen auch Chefarzt Dr. Herbert Muschweck und sein Team im Altdorfer Krankenhaus, wo Muschweck vor Weihnachten den Betrieb herunter fuhr. Zwei Stationen sind geschlossen, am Heiligen Abend sind zusammen mit dem Chefarzt 15 Leute im Krankenhaus: Reinigungskräfte, die Mitarbeiterin an der Pforte, Krankenschwestern und Ärzte. „Wir haben ein hervorragendes Krankenhaus, hervorragendes Personal und einen hervorragenden Chef“, lobte Odörfer das Team zu Weihnachten.

Tatsächlich ist das Personal hervorragend, antwortete Muschweck. Allerdings beobachtet der Chefarzt mit Sorge, dass es immer schwieriger wird, neue Kräfte zu bekommen, seien es Ärzte oder Krankenschwestern.
Zwischenzeitlich ist man in Altdorf wie auch an anderen Krankenhausstandorten schon soweit, Leih-Ärzte über Zeitarbeitsfirmen zu rekrutieren.

Weil die meisten Arztpraxen über Weihnachten geschlossen sind, ist es besonders wichtig, dass das Krankenhaus seinen Betrieb aufrecht erhält. Christkind Vanessa Fink war für die Mitarbeiter im Altdorfer Krankenhaus das ganz besondere Christkind, weil Vanessa derzeit am Theresienkrankenhaus in Nürnberg eine Ausbildung zur Krankenschwester macht und damit quasi Kollegin ist.

Keine besonderen Vorkommnisse

Routine-Betrieb am Heiligen Abend auch bei der Autobahnpolizei in Feucht: Als Landrat Armin Kroder und die Bürgermeister von Feucht, Schwarzenbruck und Winkelhaid, Konrad Rupprecht, Bernd Ernstberger und Michael Schmidt zusammen mit dem Feuchter Christkind Marie-Luise Lutz zu Besuch kommen, erfahren sie von Dienststellenleiter Stefan Pfeiffer und seinem Stellvertreter Grad, dass es ruhig zugeht auf den Autobahnen. Keine besonderen Vorkommnisse also, das kann über Weihnachten so bleiben, hoffen Pfeiffer und seine Mannschaft.

Ganz abgefunden haben sich die Feuchter übrigens immer noch nicht mit dem Wegzug ihrer Polizeiinspektion nach Altdorf, auch wenn sie es ausdrücklich begrüßen, dass die Kollegen der Autobahnpolizei mit ihren Streifenwagen im Ort Präsenz zeigen. „Wir hätten die Dienststelle wahrscheinlich nicht verloren, wenn wir damals schon Mittelzentrum mit Schwarzenbruck und Wendelstein gewesen wären“, mutmaßt Feuchts Rathauschef Konrad Rupprecht.

Zusammen mit dem Kreisvorsitzenden des Roten Kreuzes, Landrat Armin Kroder, besuchten die Bürgermeister auch die BRK-Rettungswache in Feucht.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten