Nach 1:3-Niederlage auf Abstiegsplatz abgerutscht

Schwere Zeiten für die TVA-Mädels

Zu diesem Zeitpunkt konnte TV Altdorf in Fürth noch mithalten (hier Katharina Schön), aber am Ende siegten die Gegnerinnen mit 3:1 Sätzen. | Foto: Ogait2018/02/Damen-I-in-FuerthAngriff-Kathi-Schoen2018.jpg

ALTDORF – Es sollte alles besser werden nach der letzten Heimniederlage gegen den TSV Ansbach. In Fürth wollten sich die Drittligadamen des TV Altdorf von ihrer besten Seite zeigen. Sie taten es auch, aber lediglich ganz zu Beginn, und im zweiten Satz, im Rest des Spiels konnten sie ihren Ansprüchen im Prinzip nicht gerecht werden. Sie verloren die Begegnung mit 1:3(17:25, 28:26, 19:25, 12:25). Nachdem Dingolfing einen Sieg über den SV Lohhof II landete, überholten die Niederbayern die Altdorferinnen, die hiermit auf den 10. Platz, einen Abstiegsplatz, abgerutscht sind.

Ohne Tina Kosikowski und ohne Lorena Tilgen (beide verletzt) reiste der TV Altdorf zum Derby nach Fürth. Dennoch ging das Team optimistisch in den ersten Satz und erspielte sich kleine Vorteile. Aber ein paar nicht einmal sonderlich gefährliche Aufschläge der Ex-Altdorferin Katja Holstein brachten das filigrane Gefüge durcheinander. Kein Ball kam sicher nach vorn, die junge Zuspielerin Ellen Heimburger konnte sich mühen wie sie wollte, es gelang kein Angriff. Nach einer 8:6-Führung hieß es plötzlich 8:13 und am Ende des Satzes nach weiteren eklatanten Eigenfehlern 17:25.

Im zweiten Satz ging es so weiter ohne viel Gegenwehr bis zum 14:20-Rückstand, plötzlich schwächelte Fürth, während Altdorf seine starke Phase einleitete. Anne Blos schlug auf und auf einmal gelangen wunderbare Spielzüge und die unverhoffte 21:20-Führung. Mit einer schönen Leistung brachte Altdorf den Satz knapp aber hoch verdient auf seine Seite und erzeugte neben viel Spannung auch viel Optimismus, insbesondere beim zahlreich angereisten Altdorfer Anhang.

Fürth wie aus einem Guss

Im dritten Satz wurde dann von beiden Seiten ordentlich Volleyball gespielt, Altdorf hielt bis zum 16:16 mit, als Fürth nach und nach immer cleverer wurde und den Satz für sich entschied. Nach dem Stand von 18:20 aus Altdorfer Sicht gab man den Widerstand nahezu auf. Der Satz wurde quasi hergeschenkt, um eventuell im vierten Satz sich neu zu sortieren. Doch dies gelang nicht, trotz aller Versuche mit diversen Wechseln von Trainer Mike Raddatz. Fürth agierte wie aus einem Guss, dem hatte Altdorf nur wenig entgegen zu setzen.

Nach dem Sieg der Dingolfinger steht man nun auf einem Abstiegsplatz und kann ihn mit eigener Kraft kaum mehr verlassen. Denn welche Mannschaft könnte man mit so einer Leistung besiegen? Hammelburg vielleicht, eventuell Dingolfing, aber es warten auch noch Planegg-Krailling, Chemnitz, Augsburg und München auf die Altdorferinnen, alle stehen in der Tabelle weit vorne.

TVA muss über sich hinauswachsen

Es gibt bei sechs ausstehenden Spielen noch 18 Punkte zu ergattern, dies scheint bei den oft gezeigten Leistungen zwar nicht unmöglich, aber dazu müsste das Team über sich hinauswachsen.

Die Damen von TV Altdorf II hingegen haben ihre beiden letzten Spiele gegen TSV Ansbach II (25:23, 25:11, 26:24) und TB Erlangen (25:13, 25:17, 25:19) in der Bezirksliga klar mit 3:0 gewonnen und der Konkurrenz von der SGS Erlangen ein Zeichen gesetzt. Die Entscheidung um die Meisterschaft fällt dann, wenn die SGSlerinnen ihre letzten beiden Spiele gegen DJK Allersberg und TV Bad Windsheim absolviert haben.

N-Land Willi Hanke
Willi Hanke